Tag 2 (05-Feb-2009): Die Berge hinter Muscat
Sultan Qaboos Grand Mosque Muscat, die Hauptstadt des Omans, ist aber im Vergleich zum benachbarten Mutrah und seinem Einzugsgebiet, ein kleines Dorf. Das ca. 50km lange Gebiet entlang der Küste von Seeb bis zu Altstadt Muscat wird die „Capital Area“ genannt. Es ist mit seiner modernen Infrastruktur die am höchsten entwickelte Region des Oman. Hier leben an die 700.000 Menschen, das entspricht etwa einem Viertel der omanischen Bevölkerung. Dort wo sich die Berge erheben enden diese Siedlungen abrupt.
Schließlich fanden wir dann doch einige der Sinai-Agamen - Pseudotrapelus sinaitus, unter anderem ein schönes Männchen, das fast am ganzen Körper blau gefärbt war. Fühlen sich diese Tiere gestört verlieren sie diese Blaufärbung relativ rasch.
So fuhren wir zurück ins Zentrum von Muscat, das zwar 2006 von der UNESCO zur Kulturhauptstadt erklärt wurde, aber außer ein paar Museen und dem Sultanspalast hinter hohen Mauern und gut bewacht, nicht wirklich einen Besuch wert ist. Abends besuchten wir noch den Markt (souq) von Mutrah. Zuvor versuchten wir unser Glück direkt hinter Muscat, wo ein Wadi durch eine riesige Staumauer abgetrennt wird. In den Pools über hinter dem Damm, in einer engen Schlucht, fanden wir viele Kaulquappen und schließlich einige adulte Bufo dhofarensis, die weniger verbreitete der beiden Krötenarten im Oman. Bufo dhofarensis ist eine nachtaktive Art und besiedelt sehr trockene Gebiete. Diese Art unterscheidet sich von der Arabischen Kröte durch ihr großes Trommelfell. Unser Abendessen hatten wir in einem lokalen Restaurant, eines der unzähligen, welche von Indern oder Pakistani geführt werden. Verglichen mit den Preisen in einem Hotelrestaurant kann man in kleinen lokalen Restaurants um etwa ein Viertel der Kosten, teilweise auch besser und üppiger, speisen. Alkohol ist allerdings auf internationale Hotels beschränkt und teuer. Nach einem Gute-Nacht-Bier fanden wir einige Hemidactylus flaviviridis an den Wänden unseres Hotels in der Nähe von Lampen. Wie sich später anhand der Fotos herausgestellt hat, hatte Christoph diese Art bereits am Morgen im Garten der Moschee gefunden. In der Nähe des Hotels fanden wir noch einen weiteren Stenodactylus leptocosymbotes.
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8. Feb 2012
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