Tag 8 (11-Feb-2009): Das Jebel Shams Hochland
Am nächsten Tag entschlossen wir uns, das zweite Hochplateau westlich des Jebel Shams sowie den über 3000 Meter hohen Gipfel selbst zu besuchen. Unterwegs stoppten wir noch kurz in der Ebene vor dem Jebel Akhdar–Massiv und staunten nicht schlecht, als wir etwas abseits der Straße auf einen frühstückenden Radtramper aus Deutschland mitsamt Zelt trafen. Es stellte sich heraus, dass er sich mitten in einer Tour durch die Emirate und den Oman befand und sein nächstes Ziel an diesem Tag ebenfalls der Jebel Shams war – ein, in Anbetracht des vielen Gepäcks sowie der wartenden 2000 Höhenmeter (..ganz zu schweigen von den Temperaturen..), beachtliches Vorhaben!
Straße auf das Jebel Shams Plateau Kurz vor Beginn der Passstraße legten wir noch einen zweiten Zwischenstopp bei den wirklich sehenswerten Ruinen der Ortschaft Ghul ein. Die Häuser dieses Dorfes wurden, perfekt dem felsigen Untergrund angepasst, an den Hang „angeschmiegt“ und verschwimmen somit schon aus kurzer Entfernung betrachtet mit dem Berg. Am Hangfuß unterhalb Ghuls befinden sich dem Anschein nach sehr fruchtbare Böden, die auch jetzt noch bewirtschaftet werden.
Schließlich weiter oben in den Bergen angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einer sehr seltenen Schlange, welche angeblich nur in den hohen Bereichen dieses Gebietes vorkommt - Pseudocerastes persicus persicus. Bis jetzt wurden nur wenige Exemplare gefunden und leider gelang auch uns, trotz einiger Suche, kein Nachweis. Stattdessen gab es einige unter anderem auch auf Bäumen recht agile Ziegen, sowie, die Herpetologie betreffend, nur Pristurus rupestris.
Gesagt, getan – via GPS gelang es uns, den Platz wieder zu finden. Was zwar am Tag eine leichte Übung darstellt, aber in der Nacht, speziell in Gegenden mit wenigen Anhaltspunkten trotz GPS eine ziemliche Sucherei sein kann. (Tipp am Rande: Gebiete für Nachtexkursionen immer zuerst tagsüber genau auskundschaften!). Ausgerüstet mit den Strahlern suchten wir speziell bei Büschen nach Tierspuren und so dauerte es nicht lange bis uns jeweils ein Individuum von Stenodactylus leptocosymbotes und Bunopus spatalurus durch die Lichtkegel kroch. Kurze Zeit später meldete Christoph plötzlich via Funkgerät den Fund einer Schlange. Der Rest der Exkursionstruppe machte sich natürlich sofort zu dem Fundpunkt auf und schließlich wurde das Tier als eine juvenile Diademnatter (Spalerosophis diadema cliffordi) identifiziert. Diese Schlange war im Oman nur selten beobachtet worden, was möglicherweise auch in der versteckten Lebensweise begründet liegt – jedenfalls war dieses schöne Tier ein wirkliches Highlight!
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Bilder Tag 8: Über die Berge nach Nizwa (27 Fotos) bitte die entsprechende Bildgröße wählen
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