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Lagodechi
Unsere Reise nach dem Osten wurde gleich nachdem wir Tbilisi hinter uns gelassen hatten unterbrochen, weil Thomas, Christoph und Franz darauf bestanden, am 1. Flüsschen das von Norden kommend in die Kura mündet anzuhalten. Sie hatten es beim Landeanflug gesehen und beschlossen, dass es notwendig wäre, es zu erkunden. Wir stiegen aus und schauten uns eine Weile lang hier um, fanden aber nur die üblichen Landschildkröten, Scheltopusiks und Kaspischen Smaragdeidechsen. Wir fuhren also weiter und überquerten den Gombori-Bergrücken. Als wir auf der anderen Seite angelangt waren, genossen wir den Ausblick auf eine weite Ebene, die vom Alasani durchströmt wird. Den Hintergrund der Szene bildete das Gebirge des Großen Kaukasus. Wenn man durch die Ebene hindurch auf den Alasani zufährt, glaubt man, einer optischen Täuschung zu unterliegen, weil die zum Greifen nah erscheinenden Auwälder am Fluss in Wirklichkeit viel weiter entfernt liegen, als man dachte. Erst beim Näherkommen löst sich das Rätsel: Die Bäume hier sind einfach zu riesig, als dass man es für möglich hielte (- 45m hoch)!
Abgestorbene Gehölze durch ständige Überflutungen
Es ging weiter nach Norden. Nach dem späten Mittagessen in Lagodechi
fuhren wir zum Nationalparkeingang. Von dort ging es zu Fuß weiter. Wir
folgten dem Bachlauf bergan, um zu einer Stelle zu gelangen, wo Bertl schon
Kaukasische Schlammtaucher (Pelodytes caucasicus) beobachtet hatte.
Der Wald hier bestand überwiegend aus Orientbuche (Fagus sylvatica
orientalis), Weißbuche (Carpinus betulus), Linde, (Tilia begoniifolia),
Esche (Fraxinus excelsior) und verschiedenen Ahornarten (Acer
campestre, A.cappadocicum, A.platanoides, A.velutinum).
Auf der Rückfahrt nach Tbilisi hielten wir am Iori-Fluss an weil wir eine Kuhherde bemerkt hatten mit der auch 2 braun gefärbte Tiere mit schwarzen Streifen mit liefen. Bertl kannte solche Tiere bisher nur aus Georgien und hatte von einem Kollegen den Auftrag erhalten, davon Fotos zu machen. An dieser Stelle fanden wir auch Maurische Landschildkröten und einen jungen Scheltopusik. Beim Weiterfahren beobachteten wir einen Goldschakal (Canis aureus), der parallel zur Straße lief.
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17. Mai 2012
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