Adscharien (Adschara)

 

Karte Georgien, Quelle: Google Maps
Adscharien im Südwesten des Landes

Nachdem Staatspräsident Eduard Schewardnadse zum Rücktritt gezwungen worden war, proklamierte der damalige Parlamentspräsident Adscharas, Aslan Abaschidse, die Loslösung der Teilrepublik von Georgien. Seine Absichten fanden aber keine Zustimmung in der Bevölkerung, es kam zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Abaschidse wurde entmachtet und ging ins russische Exil.


Die autonome Teilrepublik Adschara liegt im Südwesten Georgiens an der Grenze zur Türkei. Die Hauptstadt Batumi (11.8000 Einwohner) ist – neben dem nördlich gelegenen, nicht zu Adschara gehörenden Poti – die wichtigste Hafenstadt Georgiens und verschifft neben land- und forstwirtschaftlichen Produkten vor allem Erdöl vom Kaspischen Meer. Das feucht-warme Klima der Region ist im Winter frostfrei und erlaubt den Anbau von Tee, Bananen und Zitrusfrüchten.


Die schöne, gepflegte Altstadt von Batumi wird heute wieder von Touristen – meist aus der ehemaligen Sowjetunion - besucht, Hotels und Strandpromenaden sind häufig überfüllt, die nächtliche Beleuchtung, auch der Nebenstraßen, ist beinahe schon zu hell. Noch vor relativ kurzer Zeit waren Nachtspaziergänge ohne Taschenlampe ein gefährliches Unterfangen – weil es leicht geschehen konnte, in einen nicht abgedeckten Kanal oder eine Baugrube zu fallen! Unsere Unterkunft war ein kleines Hotel in zentraler Lage, welches auch stundenweise genutzt werden konnte – ein weiteres Beispiel für den Wirtschaftsboom in der Region!

 

Straßenszene in Batumi - Foto: Christoph Riegler

Batumi

 

Eines unserer Tagesziele, der „weinende Berg“ Mtirala, im Nordosten von Batumi gelegen, ist für die enormen Mengen an Niederschlägen – mehr als 4000 mm im Jahresdurchschnitt - die hier fallen bekannt. Wir blieben zwar bis auf einige Schauer vom Regen verschont, konnten aber die richtige Zufahrt nicht finden, da Bertl, - der den Berg schon zwei mal bestiegen hatte – der irrigen Auffassung war, es gäbe sowieso nur eine Einzige! Immer wieder versuchten wir am dicht besiedelten Fuß des Berges, die passende Abzweigung zu erwischen, wurden von den Einheimischen in die unterschiedlichsten Richtungen gewiesen und zum Schnapstrinken eingeladen, aber schließlich gab unser alter Ford Transit den Geist auf.


Wir beschlossen daher ein Tal, das vom Berg herabführte, aber leider gerodet und mit Farndickicht und Hochstaudenfluren dicht bewachsen war, zu erkunden.
Unser erster Fund war eine zum Bersten vollgefressene Ringelnatter, die offenbar zuvor eine Erdkröte  (Bufo verrucosissimus) verspeist hatte. In tiefer gelegenen Bachabschnitten dominierten noch die Seefrösche, die in Adschara meist deutlich kleiner sind als ihre Verwandten z.B. im Raum Tiflis. Möglicherweise handelt es sich hier schon um Vertreter des Kleinasiatischen Seefroschs (Pelophylax bedriagae), oder um Mischpopulationen. Weiter oben, bei abnehmender Wasserführung nahm die Anzahl der Kleinasiatischen Braunfrösche (Rana macrocnemis macrocnemis) gegenüber den Seefröschen zu. Diese Braunfroschart ähnelt in ihrer typischen Form sehr unserem Springfrosch, es kommen aber auch einzelne Tiere mit Dorsalstreifung vor. Im Frühling ist die Bauchseite der Tiere meist mehr oder weniger rötlich gefärbt.


In Bachnähe fanden wir einige Artwiner Eidechsen der lokalen Unterart (Darevskia derjugini barani) und an den Felsen die hier vorkommende Unterart der Kielschwanz-Eidechse (Darevskia rudis bischoffi), der größten Vertreterin dieser Art bzw. der ganzen Gattung. Die Männchen dieser prächtigen Eidechse, die sich durch ihre stark gekielten Schuppen auszeichnet, haben zur Paarungszeit eine intensiv gelbgrüne Rückenfärbung, blaue Flankenflecken und dottergelbe Bauchseiten.


Eine ganz junge Schlingnatter (Coronella austriaca), die sich eben in einem vermoderten Baumstumpf verstecken wollte, konnte Bertl im letzten Augenblick noch herausziehen. Merkwürdigerweise blieb es der einzige Nachweis dieser Art während der gesamten Reise.
Unter den Rhododendronbüschen die zwischen den Farnen wuchsen und hier meist der in Adschara häufigen, altrosa oder lila blühenden Art (Rhododendron ponticum) angehörten, befanden sich auch einige wenige der hier endemisch vorkommenden Art (Rhododendron ungernii), mit dicht behaarten Blatt-Unterseiten, die aber noch nicht geblüht haben.

 

Karte Georgien, Quelle: Google Maps
Mtirala - links oder rechts?

Da wir den Gipfel des Mtirala nicht erreichen konnten - der überdies, trotz der inzwischen angestiegenen Temperaturen, noch immer verschneit lag – hatten wir auch keine Gelegenheit, die – am Mtirala endemische – Form des Kaukasussalamanders (Mertensiella caucasica djanaschvilii) zu sehen. Bei einem Besuch des von Buchenwald bedeckten Gipfelbereiches, anlässlich einer botanischen Exkursion im September 1997, konnte Bertl zahlreiche dieser Tiere bei regnerischem Wetter beobachten. Alle waren einfärbig grau bis bräunlichgrau und ungefleckt.
Clarks Eidechse, die an den Westflanken des Berges in tieferen Lagen ihre nördlichste Verbreitung erreicht sind wir diesmal hier ebenfalls nicht begegnet.

 

Ein weiterer Ausflug, den wir von Batumi aus unternahmen, führte uns ins Hinterland Adscharas. Wir folgten zuerst dem Lauf des Tschorochi, der – von der Türkei kommend – mit seinem Unterlauf georgisches Staatsgebiet erreicht um schließlich im Schwarzen Meer zu münden. Die gebirgige Landschaft hier ist das ganze Jahr hindurch in üppiges Grün getaucht. Die artenreichen Wälder aus Buchen (Fagus sylvatica orientalis), Esskastanien (Castanea sativa), Weißbuchen (Carpinus betulus), verschiedenen Eichen (Quercus iberica, Quercus hartwissiana), Erlen (Alnus barbata), Ulmen (Ulmus glabra), Linden (Tilia begoniifolia), Walnuss (Juglans regia), in höheren Lagen auch Orienttanne (Abies nordmanniana) und Orientalische Fichte (Picea orientalis).


Ähnlich wie in tropischen Regenwäldern gibt es hier ein zweites Stockwerk aus weniger hoch wachsenden Bäumen, meist immergrüne Arten:
Pontische Alpenrose (Rhododendron ponticum), Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus), Stechpalme (Ilex aquifolium), Buchsbaum (Buxus sempervirens), die hier Höhen von mehr als 15 Metern erreichen. Lianenarten (Smilax excelsa, Periploca graeca) und die prachtvolle Pfeifenblume (Aristolochia pontica) sind auf tiefere Lagen beschränkt, Klettersträucher, wie der Kolchische Efeu (Hedera colchica) wuchern überall.
Vor allem in höher gelegenen Gebieten kommen in der Strauchschicht noch u.A. Gelbe Alpenrose (Rhododendron luteum) und Kolchische Heidelbeere (Vaccinium arctostaphylos) hinzu. Die Bäume sind dicht mit epiphytischen Moosen und Farnen bewachsen. Die beiden anderen Rhododendron-Arten des Gebiets (Rhododendron smirnowii & Rh.caucasicum sind auf die alpinen Lagen beschränkt, daher haben wir sie nicht gesehen.


Wir folgten nun dem wichtigsten Seitental des Tschorchi, dem des Adschariszkali in östlicher Richtung ein Stück weit. Hier fanden wir zunächst - neben den obligaten Seefröschen - einige Laubfrösche von etwas kräftigerem Körperbau, als diejenigen, die wir am Surami-Pass und im Kolchischen Flachland gesehen hatten beim Laichen. Die Tiere hier hatten eine markantere Seitenzeichnung als jene, aber ebenfalls reduzierte, bzw. fehlende Hüftschlingen. Die im Amplexus verharrenden Männchen waren – wie die Kolchischen - sehr dunkel, beinahe schwarz gefärbt. An den Felsen saßen unzählige Kielschwanz-Eidechsen (ssp. boehmei) und ebenso viele Adscharische Rotbaucheidechsen (Darevskia parvula adjarica), die hier allerdings – im Gegensatz zu den Populationen an der Küste weniger stark rot gefärbte Bauchseiten hatten. Mehrere Blindschleichen (Anguis fragilis colchica), Kaukasische Braunfrösche und ein dunkel gefärbtes Männchen der Ringelnatter vervollständigten das Ergebnis des Ausflugs.

 

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An dieser Stelle scheinen uns nun einige Bemerkungen zu den Ringelnattern Georgiens angebracht. Gemeinhin gelten die Ringelnattern der Kaukasus-Region, sowie – nördlich davon – diejenigen östlich des Dnjepr bis zum Baikalsee vorkommenden, der „Unterart“ Natrix natrix scutata - die sich von der Nominatform lediglich durch mehr orange bis mennigrote Färbung der Flecken am Hinterkopf unterscheiden soll - zugehörig. Manchmal wird für den Kaukasus auch Natrix natrix persa angegeben.
Tatsächlich finden sich aber in diesem riesigen Gebiet höchst unterschiedliche Färbungsvarianten. Es gibt - neben solchen, die man wohl kaum von mitteleuropäischen Exemplaren unterscheiden kann – häufiger als bei uns voll- bzw. teilmelanistische Tiere und mehr oder weniger deutlich längsgestreifte Individuen. Die Flecken an den Kopfseiten können milchweiß, gelblich, gelb, orange, mennig- oder lachsrot sein und nicht, teilweise oder gänzlich von dunklen Pigmenten überlagert werden. Zudem findet sich eine ähnliche Variabilität der Färbung keineswegs nur im östlichen Verbreitungsgebiet der Art, sondern schon im östlichen Mittel- und Osteuropa.


Die Ringelnattern Ostgeorgiens haben dagegen fast immer zwei deutliche helle Rückenstreifen und klare – oft orange oder rötlich getönte Flecken an den Kopfseiten. Größere, dunkle Barrenflecken scheinen bei den Ringelnattern Georgiens nicht vorzukommen. Die Validität von Natrix natrix scutata erscheint uns somit fragwürdig!
Eine Form, die – von ORLOV & TUNIEV 1987 als eigenständige Art beschriebene - Großkopfringelnatter (Natrix megalocephala) existiert aber tatsächlich hier!

 

Östliche Form der Ringelnatter - Foto: christoph Riegler

Ringelnatter aus Kobuleti mit typischer "scutata"-Färbung


Diese Tiere unterscheiden sich von anderen Ringelnattern durch den kürzeren Körper, den – auch bei halbwüchsigen Männchen – deutlich breiteren Kopf und den größeren Deckungsbereich der Frontal- & Parietalschilder. Die Form ist anscheinend immer melanistisch und wurde bisher nur in den tieferen Berglagen des westlichen und zentralen Großen – bzw. des westlichen Kleinen Kaukasus gefunden, immer im Bereich immerfeuchter Wälder. In all diesen Regionen kommen auch normale Ringelnattern mit schlanken Köpfen vor, zu denen auch das bekannte schwarze Exemplar aus Hopa / Türkei gehört, das JANDZIK in seinem Artikel in „Zoology of the Middle East 2005“ untersucht hat. Wir teilen seine Vermutung, dass es sich bei „Natrix megalocephala“ wohl nicht um eine eigenständige Art handeln dürfte. Wir sind solchen Tieren zwar diesmal nicht begegnet, aber Fotos die Bertl - der mehrmals in den Reliktwäldern gearbeitet hat - dort machen konnte, belegen die Existenz dieser hier endemischen Form. Möglicherweise kam es während des Pleistozäns, als das Kaspische- & Schwarze Meer nördlich des Großen Kaukasus miteinander in Verbindung standen und die Kolchische Ebene, sowie große Teile Ostgeorgiens überflutet waren, zur Entwicklung einer eigenen Subspezies in der Kaukasus-Region, die heute, durch Zuwanderung anderer Formen aus den umliegenden Gebieten wieder verschwindet. Von besonderem Interesse wären Informationen darüber, ob die megalocephala-Form in den Hyrkanischen Wäldern am Südufer des Kaspischen Meeres vorkommt, da Diese mit jenen der Kolchis etliche Gemeinsamkeiten haben.

 

Nun aber zu unserem nächsten Exkursions-Ziel, dem Tal des Tscharnali, eines kleineren südlichen Zuflusses des Tschorochi, der in Küstennähe auf diesen trifft. Die Vegetation in diesem idyllisch gelegenen Tal gleicht weitgehend jener der Tieflagen des Adschariszkali-Tals.
In allen Tälern Adschara´s sind die ersten Vertreter der dortigen Herpetofauna die man antrifft, die in unbeschreiblichen Mengen vorkommenden Seefrösche.
Weiters fanden wir auch am Tschorochi einige Laubfrösche, die hier wieder etwas kräftiger gebaut waren und zum Teil breitere, zum Teil sehr schmale Hüftschlingen hatten. In seitlichen Auskolkungen des Flusses fanden wir Kolchische Erdkröten (Bufo verrucosissimus) beim Ablaichen. Ob der Artstatus, der diesen Tieren zuerkannt wurde, zu Recht besteht ist noch Gegenstand kontroverseller Debatten. Die Weibchen dieser Erdkröte haben – im Gegensatz zu anderen Formen – sehr dicht stehende, zugespitzte Warzen. Auffällig ist auch die späte Laichzeit, die in den tieferen Lagen der Waldgebiete Adscharas mit seinem warmen Klima im Mai ihren Höhepunkt hat.


In Wasserlachen am Weg fanden sich einige Weibchen des Bandmolches, die aber hier wesentlich kleiner waren, als die Tiere am Surami-Pass. Schlammtaucher (Pelodytes caucasicus) suchten wir vergeblich, nur vorjährige Larven waren in einigen wassergefüllten Gräben zu sehen.


An Eidechsen waren hier folgende Arten vertreten:
Die Feuchtigkeit liebende Artviner Eidechse (Darevskia derjugini barani), an Felsen die Kielschwanz-Eidechse (Darevskia rudis bischoffi), sowie die nur in den warmen, immerfeuchten Gebieten des Südwestens vorkommende Clarks Eidechse (Darevskia clarkorum). Diese recht scheue Art wurde hier von DAREVSKI unter dem Synonym Lacerta dryada beschrieben. Die Männchen werden während der Paarungszeit am Rücken leuchtend grün, waren aber zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch nicht ausgefärbt. Nach vielen vergeblichen Versuchen gelang es uns am Ende doch, ein Paar für unsere Fotodokumentation zu erwischen.
Rotbaucheidechsen scheinen in diesem extrem feuchten Tal-Abschnitt nicht vorzukommen. Am Bachufer fanden wir einige Süßwasserkrabben (Potamon sp.) und kleine, braun gefärbte Skorpione (Euscorpius sp.)

 

Ein absolutes Highlight der Reise war Bertls Fang eines Pärchens Kaukasusottern (Vipera kaznakovi). In der Nähe eines Ziegenstalls wollten wir nach der pantomimischen Unterhaltung mit dem Hirten weiter talaufwärts ziehen. Christoph hatte seine Kamera auf einen Seefrosch gerichtet, als Bertl plötzlich mit den Worten: „Nehmen wir lieber die da!“ - ein gelb gestreiftes Weibchen nur 1 m daneben aus dem Farndickicht zog.

 

Vipera kaznakovi Kaukasusotter - Foto: Christoph Riegler

Vipera kaznakovi, die Kaukasusottern waren sicher eines unserer herpetologischen Highlights

 

Auf Wunsch des immer noch anwesenden Hirten, der klar zu erkennen gab, dass er mit der Anwesenheit der Schlange in der Nähe des Stalls ganz und gar nicht einverstanden war, steckten wir sie in einen Beutel, um sie in gehöriger Entfernung zu fotografieren und anschließend wieder frei zu lassen. Etwas weiter talaufwärts machte Bertl die Bemerkung, dass es gut wäre auch ein Männchen zu fangen. Er verschwand im Gebüsch und kam - keine zwei Minuten später – mit einem wunderschön blutrot gezeichnetem Tier, tatsächlich einem Männchen wieder zum Vorschein! In der üppigen Vegetation sind die bunten Tiere, die bei Annäherung sofort in einem der zahlreichen Löcher der Kolchischen Schneemaus (Chionomys roberti) verschwinden leicht zu übersehen. Trotzdem ist ihr Bestand in einigen Gegenden durch fortwährendes Absammeln zurückgegangen. Ein noch größeres Problem ist aber wahrscheinlich der Verlust an Lebensraum durch das Abholzen der Wälder. Es bleibt sehr zu hoffen, dass die Bemühungen zum Schutz möglichst vieler Waldflächen, bzw. deren schonende Nutzung erfolgreich verlaufen!

 

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Bei der Rückfahrt nach Batumi hielten wir am Unterlauf des Tschorochi, nur wenige Kilometer vor der Mündung an einigen größeren Teichen und fanden etliche Würfelnattern (Natrix tessellata) bei Paarungsaktivitäten.

Am Abend machten wir einen Abstecher an die Küste nach Sarpi, dem Grenzübergang zur Türkei. Obwohl es schon recht spät geworden war, wimmelte es an den Felsen der Straßenböschung von Rotbaucheidechsen (Darevskia parvula adjarica), die hier ihrem deutschen Namen alle Ehre machten!

 

Blick in die Türkei - Foto: Christoph Riegler

Blick über die türkische Grenze bei Sarpi

 

Mitten unter Ihnen fanden sich auch etliche besonders prachtvolle Kielschwanz-Eidechsen (Darevskia rudis bischoffi), die sich um ihre kleineren Kollegen überhaupt nicht zu kümmern schienen!

Ein Ausflug nach Kobuleti, nördlich von Batumi, an der dort bereits flachen Küste gelegen, brachte uns problemlos die gewünschten Kolchischen Zauneidechsen (Lacerta agilis grusinica) ein, die als adulte Tiere fast immer komplett grün gefärbt sind. Von allen Zauneidechsen haben diese auch die schlanksten Köpfe. Syntop mit den Eidechsen fanden wir auch etliche verschieden gefärbte Ringelnattern und eine Blindschleiche.


Die Teiche hinter den Küstendünen waren voller Wasserfrösche (Pelophylax sp.). Die meisten Wasserfrösche der Kolchischen Ebene ähneln in Köpergröße, Größe des Fersenhöckers, Variabilität der Färbung und Gesamthabitus eher unserem esculenta–Typ, als den östlichen Seefröschen (Pelophylax ridibundus) – der einzigen, aus Georgien bisher bekannten Art der Gattung. Könnte es sich vielleicht um Hybridfrösche handeln?

Bei einem zweiten Stopp an einer Ruine am Straßenrand fanden wir wieder zahlreiche Rotbauch- und Kielschwanz-Eidechsen. Gleich daneben, an einem kleinen Gewässer saßen in den Büschen am Ufer eine ganze Menge an Laubfröschen, die hier wieder klein und zart waren und denen die Hüftschlingen komplett fehlten. Nun erst fiel uns auf, dass die Tiere auch ganz anders quakten als gewöhnliche Laubfrösche und wir machten Tonaufnahmen der Stimmen! Aus dem Gewässer kescherten wir auch ein paar sehr schöne Bandmolche.


Adschara ist uns trotz des in die Hosen gegangenen Versuchs, den Mtirala zu besteigen und des Verlusts einer Brille, die Franz beim Baden im Schwarzen Meer abzunehmen vergaß, in bester Erinnerung geblieben!

 

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Im Kleinen Kaukasus

Go West! Nach Batumi an die Schwarzmeerküste

 

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