Schutz der Hornotter in Kärnten

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Schutz der Hornotter in Kärnten

Beitragvon Mamba » Fr Mär 27, 2009 12:31

Hallo

Hab' das hier (aufgrund einer Zeitungsmeldung von Heute) gefunden:

http://www.naturschutzbund.at/kaernten/kaernten.html
unter "Hornviper-Schutzprojekt im Bergsturzgebiet Schütt"
wird von geplanten Schutzmassnahmen mit wissenschaftlicher Begleitung berichtet.
Geschrieben wird auch: "Nachdem wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, dass die Vorkommen unserer größten und schönsten Vipernart stark zurück gegangen"

Was mich daran jetzt interessiert:
Wer hat diese "wissenschaftlichen Untersuchungen" durchgeführt?
Was waren die Resultate?
Sind diese Arbeiten irgendwo publiziert worden oder irgendwo einsehbar?

Irgendwo gibt's da auch noch eine ARGE zur Rettung der Kärntner Sandviper - weiss jemand Genaueres über deren Tätigkeiten und Vorhaben?

Eine bissige Bemerkungen zum Schluss: Für einen guten Anfang würde es schon mal zielführend sein, die "gewachsene" Genetik in der Schütt nicht zu (zer)stören, d. h. keine Tiere aus anderen Landesteilen oder gar aus dem nahen und fernen Ausland resp. irgendwelche Kreuzungen daraus dort freizusetzen.

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Beitragvon MD » Fr Mär 27, 2009 16:07

Ich denke einmal, daß das alles mit einem andrern Reptilienzoo als deinem zusammenhängt :wink:

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Beitragvon Mamba » Fr Mär 27, 2009 19:36

Ja, vielleicht, zum Teil.....
Allerdings möcht' ich hier nicht über die Konkurrenz diskutieren.
Wissenschaftliche Untersuchungen zur Bestandserhebung und Schutzmassnahmen mit wissenschaftlicher Begleitung - da müssten doch irgendwelche Behörden mit im Spiel sein,
Wer hat das angeordnet, wer bezahlt das, was sind die genauen Ziele und die Mittel, um sie zu erreichen.
Diese Fragen interessieren mich.
Und insbesonders auch dies: warum die Schütt, wo man doch auch ohne wissenschaftliche Untersuchungen weiss, dass in Bezug auf andere ammodytes-Vorkommen in Kärnten (und in Styria) der Hut viel mehr brennt?
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Beitragvon Vipersgarden » Sa Mär 28, 2009 8:28

.... naja, wissenschaftliche Untersuchungen!?
Wenn diese ergeben, dass die Hornotter in Tw..... im La.... ausgestorben sein soll (nach mehreren Begehungen) und man bei einem Kurzbesuch 4 oder 5 Tiere sieht, kann man sich über diese wissenschaftlichen Untersuchungen so seine Gedanken machen.

Das Naturschutzbund-Projekt und die ARGE sind, soweit ich weiß, das selbe.

Im "Natur und Land" = Zeitschrift des Naturschutzbundes wird u.A. vom Ausholzen in der Schütt berichtet.

.... und das mit der "gewachsenen Genetik" in der Schütt, das war einmal.
Diese Gegend ist seit etlichen Jahren so was wie ein großes Freilandterrarium (nicht nur genetisch, dort gibt es auch grünschwänzige ammos.

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Beitragvon pewter » Sa Mär 28, 2009 13:41

Das mag jetzt gar nicht auf den Fall bezogen sein, aber wo ich z.B. ein Problem sehen ist dass viele Untersuchungen einfach zu kurz durchgeführt werden. Oft genau ein Jahr und das war es dann.
Um gute Ergebnisse zu bekommen müsste aber vor der eigentlichen Untersuchung erst eine längere Anlaufphase stattfinden in der man die Population sozusagen kennen lernt. Je nach vorherigem Wissenstand und Art kann man da durchaus einen längeren Zeitraum ansetzen.
Als Beispiel nehme ich mal mich. Als ich 06 anfing 2 "ausgestorbene" Berus Population zu Untersuchungen hab ich in 283 Stunden 77 individuell unterscheidbare Individuen finden können. 07 waren es in 277 Stunden 168 und 08 dann in 254 Stunden gar 248. Sind es jetzt so viel mehr Otter geworden? Oder kenne ich jetzt einfach die entscheidenden Stellen und Tricks? Ich tippe mal auf zweitens ;-)

Und das ist jetzt nur ein Aspekt, bei Langzeituntersuchungen z.B. von Universitäten wechseln auch naturgemäß die untersuchenden Studenten. Der eine geht mit Spaß, Freude und einem siebten Sinn an die Sache ran, der andere will nur endlich sein Diplom fertig bekommen und jedes gefunden Tier bedeutet extra Arbeit ;-) Ist natürlich jetzt etwas übertrieben aber bedenken sollte man es.

Und zu all diesen Problemen kommt dann noch die natürlich Schwankung dazu. Mal ist ein Mäusejahr und die Ottern fressen sich dick und rund. Im Jahr drauf ist die Reproduktionsrate dann ungewöhnlich hoch. Weil das Wetter den Sommer über gut war sind die Geburten früh gewesen und da zufälligerweise ein Waldeidechsenjahr ist geht es dem Otternnachwuchs blenden. Der kommende Winter ist klimatisch günstig und fast alle Jungottern kommen durch. Die Zahlen schnellen nach oben ... aber irgendwann haben die vielen Ottern fast alle Maus und Waldeidechsen verputzt. Zusätzlich kommt nun ein grausam kalter langer Winter mit hohem Frost ohne nur den Hauch einer schützenden Schneedecke...

Insofern ist es natürlich nicht so leicht Aussagen über den Trend zu machen.

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Beitragvon Snake23 » Sa Jan 30, 2010 13:41

Hallo,
In der "Mitteilung des naturwissenschaftlichen Vereines für Kärnten" Carinthia II von 2008 ist über diese Schutzaktivitäten ein Bericht drinnen.
Im Prinzip geht es zumindest um das Abholzen von Flächen, die diesem Verein gehören. Voriges Jahr hab ich mich gewundert, warum
stellenweise soviel geschlägert wurde, jetzt weiß ichs.
Der Rückgang der Hornottern wird auf Grund von den Meldekarten des HHM Wiens belegt. Fundmeldungen vor 1980 und nach 1980
(Karten sind auch abgebildet).
Nur ist das mit dem Rückgang wirklich so krass, oder mangelt es an den Fundmeldungen. Auch wird schon so manche(r) die Erfahrung gemacht haben, daß man an einigen Tagen auch in sehr guten Gebieten gar nichts findet
Ich hab das Buch, und die Seiten 83-94 eingescannt, aber jetzt nach wirklich langer Suche doch noch den Bericht offiziell im Netz gefunden.
Grüße
Snake23

http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_ ... 3-0094.pdf

Einen "abgespeckten" Bericht auch im nächsten Link, auf Seite 10.

http://www.jagdaufseher-kaernten.at/dat ... 4-2008.pdf

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Beitragvon reseptor » Sa Jan 30, 2010 20:44

Hallo an alle Nicht-Winterruhenden!!

Ich hab die Berichte auch schon im Netz gefunden, und wenn jemand Hornottern umbedingt fangen und verkaufen möchte, der braucht eigentlich nur die Berichte durchlesen und zu den gezeigten Orten hinfahren, es fehlen ja nur die Hausnummern!!!! :shock:

Sogar ich als Nicht-Kärntner kenne schon all diese Steinbrüche und Ruinen, möchte mich hier aber von allen Fangaktivitäten distanzieren!!!!

Das Internet ist für alle möglichen Sachen gut, aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen, zumindest dem Raubbau ander Natur sind durch solche Berichte Tür und Tor geöffnet!!

Wäre schon mal ein Grund den Rückgang der Hornotter zu erklären!!


Ein anderer Grund warum viele Reptilien(und nicht nur diese) weiter zurückgehen sehe ich z.B. im Vogelschutz, seit wir bei der EU sind stehen alle Rabenvögel (Rabenkrähe, Kolkrabe, Elster, Eichelhäher...) unter ganzjährigem Schutz, und wer sich mal die Prädatorenliste der Reptilien angesen hat der findet die Rabenvögel ganz oben!!

Die Rabenvögel sind seit dieser Zeit auch nachweislich sehr für den Rückgang der Kleinvögel verantwortlich(Gelege und Nestlinge)!!


...und noch eine Erklärung sehe ich in der vielen herumstreunenden Hauskatzen, die auch gern mal die eine Eidechse oder Blindschleiche verdrücken!!

verschneite Grüße
reseptor

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Beitragvon pewter » Sa Jan 30, 2010 23:54

Das Problem wurde ja schon in anderen Foren ausführlich diskutiert. Viele Informationen bekommt man direkt aus den druckfrischen Papern und man kann sich nur sehr wundern wenn z.B. zu frisch entdeckten Ursinii Populationen gleich die GPS Daten dazu geliefert werden. Da müssen echt alle - und auch wir in den Foren - mehr acht geben!

Trotzdem denk ich, dass die diejenigen die sozusagen kommerziellen Fang betreiben auch ohne diese Hinweise die entsprechenden Stellen kennen!!!

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Beitragvon Vipersgarden » So Jan 31, 2010 10:45

Ob kommerzielles, illegales Fangen oder nur die Freude, die gesuchten Tiere in freier Natur zu finden:

Natürlich ist die Publikation von neuen, weit ab vom bekannten Verbreitungsgebiet gefundenen Populationen (und dann noch mit Koordinaten) eine Gefahr, dass die Tiere von "beruflichen Schlangenfängern" gefunden werden.
Andererseits möchte ich aber festhalten, dass jeder mit etwas Erfahrung im Aufspüren von Tieren, auch neue Populationen finden kann. "Es riecht" dort ja nach Schlangen.
Und das die Schlangenfänger Populationen finden, bevor "nur Naturinteressierte" sie entdecken, das war auch schon so, bevor verschiedene Papers so leicht im WWW zugänglich waren.
Ich glaube, die "Gefahr" wird eindeutig überschätzt. Biotopzerstörung oder auch Biotopschutz (wenn damit essentielle Lebensraumstrukturen für einzelne Arten verloren gehen), haben daran einen viel größeren Anteil.

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Beitragvon pleurodeles » So Jan 31, 2010 11:21

Hi Reseptor,

was die Dezimierung der heimischen Herpetofauna betrifft, ist zumindest bei uns die eine oder andere Hauskatze vermutlich genauso ein Tropfen auf den heißen Stein wie der von Dir wohl zu allgemein verwendete "Vogelschutz" ("die Unfähigkeit Österreichs, an der richtigen Stelle ein Kreuzerl zu machen" wäre hier vielleicht treffender). Es ist nichts Neues: Lebensraumveränderungen-/zerstörungen sind definitiv der Hauptgrund für die starken Rückgänge, ebenso der Straßenverkehr.

Trotz Vogelschutzrichtlinie werden Krähen mancherorts noch genauso abgeschossen wie eh und je, so wurden beispielsweise in der Steiermark zwischen 1999 und 2007 ca. 250.000 Krähenvögel erlegt.
Und selbst wenn sie die Hauptprädatoren der Reptilien sind - na und? Die meisten Tiere haben irgendwelche Hauptprädatoren, diese sind dann wiederum die Lieblingsspeise von anderen usw. Sollen wir also einfach hergehen und alle räuberischen Tiere abknallen?? Dann würden wir wohl ganz bald auf einem noch ausgemergelteren Planeten leben, als wir es ohnehin schon tun.

Die Veröffentlichung, in der der Kleinvogelrückgang seit dem EU-Beitritt nachgewiesen wurde, würde mich sehr interessieren. Gibt´s da vielleicht ein Zitat o.Ä.?

LG,
Günther

Ist öfters hier
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Beitragvon Benedikt » So Jan 31, 2010 11:41

pleurodeles hat geschrieben:Die Veröffentlichung, in der der Kleinvogelrückgang seit dem EU-Beitritt nachgewiesen wurde, würde mich sehr interessieren. Gibt´s da vielleicht ein Zitat o.Ä.?


Diese Arbeit kommt nahe da dran:

Title: Agricultural intensification and the collapse of Europe's farmland bird populations

Author(s): Donald PF, Green RE, Heath MF

Source: PROCEEDINGS OF THE ROYAL SOCIETY OF LONDON SERIES B-BIOLOGICAL SCIENCES Volume: 268 Issue: 1462 Pages: 25-29 Published: JAN 7 2001

Abstract: The populations of farmland birds in Europe declined markedly during the last quarter of the 20th century, representing a severe threat to biodiversity. Here, we assess whether declines in the populations and ranges of farmland birds across Europe reflect differences in agricultural intensity, which arise largely through differences in political history. Population and range changes were modelled in terms of a number of indices of agricultural intensity. Population declines and range contractions were significantly greater in countries with more intensive agriculture, and significantly higher in the European Union (EU) than in former communist countries. Cereal yield alone explained over 30% of the variation in population trends. The results suggest that recent trends in agriculture have had deleterious and measurable effects on bird populations on a continental scale. We predict that the introduction of EU agricultural policies into former communist countries hoping to accede to the EU in the near future will result in significant declines in the important bird populations there.

Gruss, Benedikt

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Beitragvon reseptor » So Jan 31, 2010 11:42

..Das hier nur die Rabenvögel und die Katzen schuld sind hab ich ja nicht gesagt, es ist einer der Gründe, welcher mir besonders auffällt!!
Die Biotopzerstörung ist natürlich der Hauptgrund für das verschwinden der Reptilien, und dann tragen halt die Prädatoren ihres noch dazu!!

Ich weis ja nicht wie es in der Schütt oder anderswo noch vor Jahren ausgesehen hat, ob sich hier viel am Biotop der Tiere verändert hat, aber für mich hat sich die Zahl der Rabenvögel sichtlich (nicht wissenschaftlich wiederlegt) verdoppelt.
Für die Rabenvögel gibt es Genehmigungen für den Abschuß bei der BH, wie ich von meinen Kumpel(Jäger) gehört habe hällt sich der Andrang auf solche Bewilligungen in Grenzen(vielleicht ist die Munition zu teuer), ebenso gibt es jedes oder jedes 2te Jahr ein Soll an Graureiherabschüssen bei uns (könnte den einen oder anderen Grasfrosch das leben retten) und dieses Soll wird auch nie erreicht da es den Jägern einfach zu lästig ist auf einen Reiher zu schießen!

Die Rabenvögel haben ja auch Prädatoren (Habicht. Uhu..) und die schauen natürlich ausgestopft im Wohnzimmer besser aus als ein Schwarzer Vogel, ich will den Jägern ja nichts unterstellen aber in Wohnungen wo ich hinkomme ist immer ein Ausgestopfter Greif zu finden, und der ist sicher nicht nur so Tot im Wald gelegen!! :(

Es hat sich dadurch auch das Gleichgewicht Jäger-Beute verändert und der Mensch ist wie immer mitschuld!!

gruß Ralph

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Beitragvon pleurodeles » So Jan 31, 2010 11:54

@Benedikt: Danke für das Zitat. Bei meiner Frage habe ich vergessen dazuzuschreiben, dass ich den Kleinvogelrückgang aufgrund der zunehmenden Krähenvögel gemeint hab...

Günther

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Beitragvon Snake23 » So Jan 31, 2010 13:04

reseptor hat geschrieben:Es hat sich dadurch auch das Gleichgewicht Jäger-Beute verändert und der Mensch ist wie immer mitschuld!!


Sicher ein großer Faktor.

Bild

Auch ganz interessant:
http://oesterreich.orf.at/steiermark/stories/230236/

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Beitragvon Snake23 » So Jan 31, 2010 13:34

pleurodeles hat geschrieben:Die Veröffentlichung, in der der Kleinvogelrückgang seit dem EU-Beitritt nachgewiesen wurde, würde mich sehr interessieren. Gibt´s da vielleicht ein Zitat o.Ä.?


Viele, viele Zahlen gibts auch hier im PECBMS, „Monitoring for Conservation and Management“
17th International Conference of the European Bird Census Council; 17.-22.04.2007, Chiavenna/Italien

Auszug:
P. Vorisek als Programmkoordinator des PECBMS erläuterte anschließend die
Vorgehensweise bei der Auswertung (Verrechnung der nationalen Bestandsindices
mit dem jeweiligen Bestandsanteil an der europäischen Gesamtpopulation;
Abstufung der Trends als stark (> 5 % Bestandszunahme/Jahr) und moderat
(signifikant, aber < 5 %/Jahr)) und einige weitere Ergebnisse. Zu den Arten mit den
stärksten Bestandsrückgängen (1980-2005, in Klammern prozentuale
Abnahme/Jahr) gehörten Haubenlerche (-14%), Rebhuhn (-7%), Kleinspecht (-7%),
Steinschmätzer (-5%), Wendehals (-5%), Kiebitz (-4%), Weidenmeise (-4%),
Nachtigall (-4%), Turteltaube (-4%) und Girlitz (-3%). Auf der anderen Seite zeigten
Kolkrabe (+5%), Halsbandschnäpper (+4%), Zilpzalp (+3%), Mäusebussard (+3%),
Mönchsgrasmücke (+3%), Schwarzspecht (+2%), Grünspecht (+2%), Kernbeißer
(+2%), Türkentaube (+2%) und Ringeltaube (+2%) die stärksten Zunahmen.

Und der ganze Bericht:
http://www.dda-web.de/downloads/texts/p ... enna07.pdf

Grüße
Snake23

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