Goldfischinvasion

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Goldfischinvasion

Beitragvon Snake23 » Mi Sep 22, 2010 17:44

Habe heute wieder einmal im Arnoldsteiner Moor vorbeigeschaut, weil momentan die Vegetation stark nachlässt, und man zu den Tümpeln doch relativ leicht dazukommt. In den letzten 4 Jahren hatte ich dort bei mehrmaligen Besuchen lediglich eine Ringelnatter. Heute waren es drei erwachsene Tiere und zwei Jungtiere. Die Freude darüber hielt aber nicht lange an. Die Tümpel, bzw. das leicht abfliessende Grund- und Regenwasser (zeitweise und stellenweise schon ein kleiner Bach) sind proppenvoll mit ausgesetzten Goldfischen. Die Ringelnattern wirds freuen, die übrigen Amphibien wohl eher nicht.
Bin trotzdem etwas zuversichtlich, daß es die Natur wieder selbst richten wird, was der Mensch versaut hat (zuerst die BBU, danach die Goldfische).

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Gute Nachricht: seit ca. 9 Jahren hab ich in diesem Herbst wieder zwei Fledermäuse bei mir !

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Hab gedacht, daß die Flughunde auf den Malediven schwierig zu fotografieren sind. Unsere Fledermäuse sind mit Abstand schneller, und auch schwieriger abzulichten !

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Zum Abschluß ein Suchbild aus der Schütt: wer findet die blaugeflügelte Ödlandschrecke ?
@pleurodeles: eine rote konnte ich in diesem Jahr bis jetzt leider noch nicht fotografieren.
Grüße
Snake23
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Beitragvon pleurodeles » Mi Sep 22, 2010 19:44

Hm, schwer zu sagen...

Wenn man den etwas kleineren Stein knapp überhalb der Bildmitte als Mittel- und Nordamerika interpretiert, würde ich die Schrecke etwa in Alaska vermuten. Also dieses konstrastierte Ding...(?)

LG,
Günther

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Beitragvon Snake23 » Do Sep 23, 2010 0:29

pleurodeles hat geschrieben:Hm, schwer zu sagen...


Ehrlich gesagt eigendlich unmöglich!
Ich hab mir das Bild nach dem hochladen angeschaut, und mir schon überlegt es wieder rauszulöschen, weil es nach dem Hochladen eigendlich noch unwahrscheinlicher war, wirklich etwas zu erkennen.
Aber bei dem Stein von Mittel- Nordamerika liegst Du verdammt richtig!
Sie sitzt mitten drinnen, und ist sogar jetzt noch schwer zu erkennen. Das interessante an den Tieren ist ja auch, daß sie im ersten Moment schon wegfliegen, danach aber stur sitzenbleiben und auf ihre Tarnung vertrauen. Man muß sie dann schon fast anstupsen.
Grüße
Snake23

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Beitragvon Rainer » So Sep 26, 2010 19:14

Bin trotzdem etwas zuversichtlich, daß es die Natur wieder selbst richten wird, was der Mensch versaut hat (zuerst die BBU, danach die Goldfische).

Also bei uns sind die damals artenreichen Gewässer in denen vor ca. 10 Jahren die ersten Goldfische gesichtet wurden, mittlerweile trübe Wasserlöcher, die nur mehr von Goldfischen in Massen besiedelt werden :(
Schöne Grüße aus Bad Ischl

Rainer

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Goldfische

Beitragvon JürgenT. » Mi Nov 17, 2010 19:26

Auch bei uns gibts das Fischproblem. Wir Fischen mit Schleppnezen ab.

Die Fische bekommt bei uns der regionale Zoo zum verfüttern.
Aber richtig ruhe hat man nur wenn man das Gewässer (wenns möglich ist!)
Am besten im Okt. abpumpt.......nur wenn alle Goldfische drausen sind bekommt man für eine gewisse Zeitspanne Ruhe.

Bis der nächste wieder mit seinem Gurkenglas mit Goldfische kommt.

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Beitragvon Snake23 » Mi Nov 17, 2010 21:40

Da hast Du recht. Momentan sehe ich das aber ein bisschen mit einem Grinser. Die diesjährige Wetterlage ist ja so, daß wir im Gailtal extreme Regenmengen haben. Normal ists Schnee, aber dieses Jahr eben nicht, und auch schon sehr lange kein Frost - ungewöhnlich für unsere Gegend. Das gesamte Gebiet ist momentan überschwemmt, und die Goldfische wandern auch durch den jetzt entstandenen "fast" See. Nur im Sommer ist eben ende und trocken. Ein doch sehr großer teil der Fische geht dann eben einfach ein.
Das Problem der dadurch entstehenden Geruchsbelästigung im Raum Pöckau hab ich, (ich glaube vor 7 Jahren hatten wir schon so eine Situation),
schon einmal im Gemeinderat deponiert (Ursachenforschung). Nur kamen dann eben die strengen Winter, und alles ist im Sand verlaufen. Also freu ich mich auf den stinkenden Frühsommer. Obwohl wir in Arnolstein eh nichts mitgriegen, weil wir übers Jahr gesehen zu 90% westwind haben.
Grüße
Snake23

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Beitragvon JürgenT. » Do Nov 18, 2010 22:25

http://www.herpetofauna.at/forum/userpi ... sche_1.jpg


Das Problem haben wir! An mehrere Teiche. Wir fangen sie immer mit Jungfischer mit der Stipprute ab oder mit dem Schleppnetz.

Der Goldene Fisch links an der Seite ist ein Giebel (Wildform des Goldfisches)

Einen See der war so voll mit Sonnenbarsche ,da haben wir Zander ausgesetzt, die wir jetzt mit der Angel wieder rausfangen. Die Zander haben den Sonnenbarsche den gar ausgemacht. Sicherlich fressen die Zander im Jungstadium auch Kaulquappen, jedoch mit Vorliebe Fische. Die Amphibien haben wieder dadurch zugenommen.l

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Beitragvon tingelheidi » Mi Feb 02, 2011 11:19

oke kleine blödmannfrage am rand.
wo kamen die goldfische jetzt her? und wie so viele? also hatten sie genug zeit sich zu vermehren? oder wollte eine dubiose goldfischfarm seine B-wahre loswerden^^

aber gute sache mit den natürlichen feinden.... :)
ich tingel-tangel und hingel hangel
-wer ist eigentlich bob?

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Beitragvon JürgenT. » Mi Feb 02, 2011 19:58

Es ist halt so, das manche Leute Ihren Goldfisch daheim im Aquarium oder Gartenteich (der evtl. zu groß geworden ist) im nächsten Gewässer "Entsorgen".
Meistens sind das Siedlungsnahe Teiche (am besten mit dem Auto leicht zu erreichen) dort läßt man dann seinen Goldfisch frei!
Wir haben in Reutlingen solch ein Freizeitgelände da findet man alle Exoten wie Goldfische, Sonnenbarsche und auch Schmuckschildkröten.
Besonders dramatisch ist es dann wenn die Besucher noch dort hingehen zum Entenfüttern mit Brot.
Das Brot erhöht das Nahrungsangebot der Fische, verschlechtert durch Umsetzung der Inhaltstoffe (oder durchs Füttern erhöhte Auscheidung der Tiere) das Wasser.
Durch das erhöhte Nahrungsangebot vermehren sich dann die Fische explosionsartig.

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