Kreuzotterbiss Folgen

Kreuzotter, Sandotter, Wiesenotter

Moderatoren: Vipersgarden, Herpetofauna.at-Team

Ist öfters hier
Beiträge: 26
Registriert: Mi Jun 30, 2010 22:53
Wohnort: wald4tel

Beitragvon dogorotti » Mi Okt 05, 2011 18:58

hallo! ich habs eh nicht als rüge aufgefasst :wink:

bei mir wars so daß ich nach dem stich noch einige kilometer bis zum auto hatte, die ich im laufschritt zurückgelegt habe, da ich nicht wußte ob ich jetzt nicht doch allergisch reagiere, da ich ja so lange nicht gestochen wurde.

vorerst ist garnix passiert, nur minimale schwellung, erst nach zwei stunden zuhause, quasi im ruhezustand ist daß von der stichstelle am daumen bis über den ellbogen rauf angeschwollen.

ich hab dann den arzt angerufen ob da noch was kommen kann und er meinte ich soll sofort in die praxis kommen, da er eine so verzögerte reaktion heuer schon bei einigen patienten hatte und dies ohne rechtzeitige medikamentengabe dann wirklich schlimm wurde...


die enorme schwellung hat sich auch trotz infusion erst am 3. tag angefangen rückzubilden.

ich gestehe im haus erschlage ich wespen, da ist mir meine unversehrtheit wichtiger...ich setz auch die zecken nicht wieder aus wenn ich sie von meinen hunden entferne.

korrekterweise müsste man ja sagen entweder alle oder keine..

ich denke aber jeder mensch hat da so seine prioritäten was ihn nicht weiter stört und mit welchen lebewesen er halt garnicht kann.

es ist sicher nicht "gerecht" daß ich eine gelse im zimmer erschlage aber eine florfliege zb. kann da ewig sitzen, stört mich einfach nicht, macht mich nicht nervös.. aber naja..das ist einfach bei jedem anders. :wink:

Moderator
Benutzeravatar
Beiträge: 793
Registriert: Di Feb 01, 2005 2:00
Wohnort: 2103 Langenzersdorf

Beitragvon Cornelia » Do Okt 06, 2011 6:32

Ja, ok, ich hab auch meine Opfer der gezielten Bekämpfung!
Gelsen im Zimmer - ganz klar, aber ich hab auch vorgesorgt und alle Fenster mit Fliegengitter vermacht (das hilft auch gegen die Spinnenkolonie).
Zecken vom Kater! Der kriegt aber auch so ein Repellent.
Und SCHNECKEN! Die unterliegen bei mir einer radikalen Vernichtung, wo immer ich sie finde (Die kommen in ein Töpfchen mit 10% Ethanol / Wasser und dann auf den Kompost) - denn: die fressen meinen Salat! :evil:
Das sind aber auch alles Tiere, die es direkt auf mich (oder meinen Salat) abgesehen haben. Zu denen gehören Wespen, Spinnen und Schlangen aber nicht. Ich weiß nicht, wie weit man da einen Unterschied machen sollte? Ist die Eradizierung der Gelsen in der Au (so angenehm das auch für mich ist) wirklich ok? Es ist ja auch bekannt, dass die Darmparasiten wichtig sind für eine gute Ausbildung des Immunsystems (Nein! die will ich auch nicht mehr zurück! :shock: ). Diese helfen angeblich ja auch gegen das Allergieproblem!
http://www.allergiewelle.de/parasiten-gegen-allergien/
Cornelia

Wohnt hier
Benutzeravatar
Beiträge: 1085
Registriert: Mo Mai 28, 2007 17:47
Wohnort: Linz a.d.Donau

Beitragvon Max Pöchhacker » Do Okt 06, 2011 8:53

Cornelia hat geschrieben:Ja, ok, ich hab auch meine Opfer der gezielten Bekämpfung!

:->
Aaah, da ist sie, die Grenze der Tierliebe die Ich zuletzt vergeblich bei Dir gesucht habe. :->>

Gelsen im Zimmer - [...]
Zecken vom Kater! [...]
Und SCHNECKEN!


So, mal hübsch der Reihe nach:
Nach einigen Reisen in die Tropen habe Ich inzwischen einen Weg gefunden für die Gelsen ungenießbar zu werden - von innen heraus. :->
Schon einmal eine zornige Gelse gehört ? - Hihi !

Was die Zecken betrifft könnte das helfen: Kokosfett
Dazu dieser Artikel über Laurinsäure : Wikipedia
Mische es ins Futter.

Die Schnecken sollen rettungslos/suicidal auf Bier stehen.
Wenn Du also einen Becher mit Bier halb im Boden eingräbst
und eine Abdeckung gegen Regen und Sonne ( und gegen Igel )
aber mit Spalte zum Schneckeneintritt darüber anbringst
könnte sich dein Schneckenproblem vollkommen selbständig lösen.
Angeblich lassen die nämlich für Bier alles andere " stehen "
Es reicht das billigste verfügbare Bier.

M.P.

Moderator
Benutzeravatar
Beiträge: 378
Registriert: Mi Mär 20, 2002 2:00
Wohnort: Perchtoldsdorf - NÖ

Beitragvon MD » Do Okt 06, 2011 10:01

Also das mit dem Bier hab ich auch schon probiert, vor etlichen Jahren. Die Schnecken haben auf mein Wohl getrunken und sind wieder von dannen gezogen. Dafür sind etliche bodenbewohnende Arthropoden draufgegangen. Do sauf i mei Bier liawa söwa!

Wohnt hier
Benutzeravatar
Beiträge: 1085
Registriert: Mo Mai 28, 2007 17:47
Wohnort: Linz a.d.Donau

Beitragvon Max Pöchhacker » Do Okt 06, 2011 10:32

D'Ehre !

MD hat geschrieben:[...]Do sauf i mei Bier liawa söwa!


Wenn der Becher tief genug ist schaffen sie es nicht mehr heraus.
Hab Ich selber gesehen, aber leider kein Bild zur Hand

M.P.

Ist öfters hier
Beiträge: 26
Registriert: Mi Jun 30, 2010 22:53
Wohnort: wald4tel

Beitragvon dogorotti » Do Okt 06, 2011 13:26

also ich bin fest davon überzeugt daß selbst die tierliebendsten menschen bei manchen spezies sagen "ne, daß geht garnicht, halt ich nicht aus"

und ich find das absolut menschlich :wink:

ich entwurme meine hunde mit kokosraspel und kürbiskern, chemie nur wenns unvermeidlich ist.

war die letzten jahre nur einmal nötig und die zwei erjagen sich sehr viele mäuse.
ich bin überzeugt daß ein stabiles immunsystem vieles regelt und impfe auch nur mehr daß nötigste, da ja einige impfstoffe jetzt auch in ö gsd für drei jahre zugelassen sind.

zeckenmittel gibts nur in der hochsaison, hier ist es eh nicht extrem, da sind zb. die hirschlausfliegen viel lästiger, gegen die gibts aber nix...und die sind echt gruslig da sie sich auch gern in den haaren festsetzen und sehr weit springen können.

Fühlt sich wie zu Hause
Beiträge: 382
Registriert: So Jun 13, 2010 8:56
Wohnort: Wien/Wolkersdorf Umgebung

Beitragvon 7088maxi » Do Okt 06, 2011 14:22

Hallo,
ja das mit dem Bier stimmt wirklich ich glaube das Gefäß muss nur tief genug gefüllt sein dann "dasaufens" eh.
@Cornelia: Wäre es nicht am einfachsten und nützlichsten für die Natur wenn du in deinem Garten einen naturnahen Teich und noch einige Versteckmöglichkeiten gestaltest um Kröten anzusiedeln? Ich mein du wohnst ja eh gleich bei der Au da solltest du als positiven Nebeneffekt auch noch interessante Tiere im Garten beobachten können.
@dogorroti: Ja da stimme ich dir zu jeder Tierschützer hat seine Macken. Einen 100%igen Tierschützer kann es gar nicht geben.

Moderator
Benutzeravatar
Beiträge: 793
Registriert: Di Feb 01, 2005 2:00
Wohnort: 2103 Langenzersdorf

Beitragvon Cornelia » Do Okt 06, 2011 22:06

@MD: Volle Zustimmung! ... Ach ja, ich trink ja gar kein Bier ... :wink:
Bierfallen hab ich schon hinter mir - die muss man täglich neu beschicken (teuer) und nicht jede Schnecke steht auf Bier - inzwischen wars das mit dem Salat.
Dann war in meinem Töpfchen (beim Absammeln) Salz - hat zwar auch gut funktioniert, aber was mach ich dann mit dem ganzen Gatsch - der ist auch nicht mehr bio-konform entsorgbar.
Jetzt mach ichs mit Spiritus, wie beschrieben - und ich denke, das ist jetzt eine gute Lösung. Wenigstens waren die Schnecken noch mal high, bevor sie abkratzen... :wink:
@7088maxi / Teich: "Der Garten gehört noch immer meiner Mutter" - behauptet sie fest :wink: "... und da wirds keinen Teich geben!" ... Pläne hätt ich genug, aber ich hab auch schon eine Erdkröte und einen Teichmolch zu Gast. (Leider gräßliche Handy-Fotos)
Bild
Bild

Das nächste "erlaubte" Projekt ist also jetzt mal ein Steinhaufen (oben die Eidechsen für die Mama, hinten die Molche und Kröten für mich ... !). (Die Au ist sehr weit weg von mir!) Wäre echt spannend, ob die Kröten da was ausrichten könnten ...
Tierschützer: Da bin ich jetzt aber froh, dass ich da grad noch mal herausgerutscht bin! :wink: Eigentlich wollte ich ja vermitteln zwischen den Radikalen und den Puristen.... :wink: :wink: :wink:
Cornelia

Fühlt sich wie zu Hause
Beiträge: 382
Registriert: So Jun 13, 2010 8:56
Wohnort: Wien/Wolkersdorf Umgebung

Beitragvon 7088maxi » Fr Okt 07, 2011 7:30

Hallo!
Das mit den "Regimeführern" *g* kenne ich auch wenn es nach mir ginge wäre unser Garten eine Miniaturau 8). Trotzdem so streng sind Sie nicht zumal ich schon drei Teiche habe *ggg* :lol:

Lernt alles kennen
Beiträge: 5
Registriert: Do Apr 05, 2012 7:41

Re: Kreuzotterbiss Folgen

Beitragvon Franzi » Do Apr 05, 2012 14:19

Hallo liebe Forenteilnehmer!

Ich glaube ich wurde vorgestern von einer Schlange gebissen.
Ganz sicher bin ich mir nicht, aber ich vermute es stark.

Ich war mit meiner Familie den ganzen tag im Wald, da wir Baumstämme für einen Schaukelbau brauchten. Am Vormittag hab ich meinen Hund vor einem kreuzotternbiss nicht bewahren können, er wollte mit der Schlange " spielen" und hat dann recht schnell eine Antwort von ihr erhalten. Fazit: seie pfote war bis zum Abend etwa 3 mal so dick, ansonsten war er einfach wesentlich ruhiger und müder als sonst, da er aber über 30 Kilo hat, hat er es gut weggesteckt.

Erst am Abend beim duschen bemerkte ich bei mir am Schienbein 2 kleine piekser, etwa so geschwollen wie von einem bienenstich.
Hab mich gewundert dass ich 2 mal so dicht nebeneinander gestochen wurde und auch keine Bienen bemerkt habe ( bin bei Bienen und Wespenstichen sonst eher hysterisch) dachte mir aber nicht viel dabei.
Erst am nächsten Tag tat es höllisch weh, Schwellung bis zum Knie hoch. Konnte mein Knie kaum abbiegen.

Hab mich daraufhin im Netz schlau gemacht und denke nun dass es auch eine Kreuzotter gewesen sein kann. Einstichstellen sind klein, mit rotem ring rundherum und komisch schwärzlich verfärbter haut. Bin viel am Boden auf den Baumstämmen gesessen zum entrinden der Bäume. Vielleicht war da eine Schlange drunter zum sonnenbaden und ich hab sie erschreckt.


Heute am Tag 3 ist mir etwas übel und ich fühl mich sehr weinerlich. Aber die Schmerzen sind nicht mehr so schlimm.
Mein Mann meint ich soll noch zum Arzt gehen, aber ich denke, nun werd ich ja wohl auch keinen kollaps mehr bekommen.

Jedenfalls ist das wohl eine tolle Schaukel die wir da bauen. Unter echtem körpereinsatz gebaut, alles vom eigenen Wald, alles selbst gemacht und sogar mit 2 bissverletzungen... Hihi.

Hit dass ich den biss und die Schlange nicht bemerkt habe, sonst wär ich sicher in Ohnmacht gefallen...

Wünsch euch schöne Ostern!

Eure Franzi


Im Gegensatz zu unserem Hund sieht mein Bein schon wesentlich schöner aus.

Lernt alles kennen
Beiträge: 5
Registriert: Do Apr 05, 2012 7:41

Re: Kreuzotterbiss Folgen

Beitragvon Franzi » Do Apr 05, 2012 19:38

So, jetzt bin ich nochmal da.
War dann doch noch bei der Ärztin, weil es mir gar nicht mehr gut ging heute nachmittag.
Sie meinte, dass es ein Schlangenbiss sei, sie wisse halt nicht welche. Wurde an den Tropf gehängt, hab Antibiotika bekommen und Blutbild. Entzündungswerte sind erhöht und Lymphdrüsen geschwollen.

Sie meinte, es sei etwas seltsam, dass ich erst am 3. Tag so reagiere, weil sich sonst alles binnen 24h abspielt, aber da ist mein Körper wohl etwas komisch.

Liebe Grüße!

Ist öfters hier
Beiträge: 26
Registriert: Mi Jun 30, 2010 22:53
Wohnort: wald4tel

Re: Kreuzotterbiss Folgen

Beitragvon dogorotti » Do Apr 05, 2012 19:45

hallo und gute besserung!
in welcher gegend ist dir den das passiert?

wie gehts deinem hund?

willst du nicht da auch mal einen tierarzt drüberschauen lassen??
die gefahr das daß bein nekrotisch wird ohne behandlung oder das nierenschäden bleiben ist schon gegeben....

lg brigitte

Lernt alles kennen
Beiträge: 5
Registriert: Do Apr 05, 2012 7:41

Re: Kreuzotterbiss Folgen

Beitragvon Franzi » Do Apr 05, 2012 20:05

Hallo dogorotti,

vielen lieben Dank für die guten Besserungswünsche.
Das war im Wald meines Schwiegervaters, etwas südlich von Linz in St. Florian falls dir das was sagt.

Mein Hund sieht zwar aus wie Quasimodo und war am Tag des Bisses etwas schlapp. Aber schon am nächsten Tag ging es ihm als wär gar nichts geschehen. Er frisst, trinkt und bewegt sich ohne zu humpeln.
Mich wundert das eh, weil er auf Insektenstiche allergisch ist (letztes Jahr hatte er seinen ersten Stich und hat nach 10 Minuten das Bewußtsein verloren, seither führ ich immer ein Antidot mit).
Hab ihm etwas Fell abrasiert am Beinchen, farblich siehts gut aus.
Vielleicht hast du recht und ich sollte morgen doch noch vor Ostern zu unserem Tierarzt schauen.

Hast du einen Rottweiler?
LG Franzi

Ist öfters hier
Beiträge: 26
Registriert: Mi Jun 30, 2010 22:53
Wohnort: wald4tel

Re: Kreuzotterbiss Folgen

Beitragvon dogorotti » Do Apr 05, 2012 22:33

ja kenn ich, hab lange in linz gelebt. :wink:

bitte laß es anschauen...bei meinem dackel hat es über eine woche gedauert, bis wir wußten daß keine gewebeschäden bleiben, er hatte denn biss auf der brust.

rotti hab ich nur einen halben, die mutter war ein dogo argentino 8)

lg nach oö aus nö :wink:

Lernt alles kennen
Beiträge: 5
Registriert: Di Apr 24, 2012 14:28

Re: Kreuzotterbiss Folgen

Beitragvon davidws » Mo Apr 30, 2012 11:14

Ich bin amüsanterweise noch nie einer Schlange in freier Wildbahn begegnet, aber ich kann wohl auch darauf verzichten. Was Wespen, Gelsen und Spinnen, vor allem in meinem Haus in Salzburg, angeht, bin ich sehr empfindlich und wenig tierlieb. Die versuche ich ehrlich gesagt schon zu töten. Vor allem bei Gelsen spüre ich keine Sympathie, wie ich da immer leiden darf wenn sie mich stechen.. nein danke.

Vorherige

Zurück zu Giftschlangen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste