Kreuzotterbiss Folgen

Kreuzotter, Sandotter, Wiesenotter

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Beitragvon dogorotti » So Aug 28, 2011 13:09

nein, sie war wunderschön, aber ich hab natürlich respekt.

leider wurden ja in meiner jugend kreuzottern von den bauern immer erschlagen, nur ringelnattern wurden geduldet.

ich bete aber, daß das die einzige so direkte begegnung für den rest meines lebens ist.

ich pass eh immer so auf, zieh auch bei hitze feste schuhe an etc. aber in dem feld hab ich auch nicht damit gerechnet.

im nachhinein denk ich mir, sie ist sicher aus der brachwiese gekommen, sie ist dann auch dorthin zurückgeschlängelt.

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Beitragvon Cornelia » Mo Aug 29, 2011 8:35

Hallo dogorotti!

Danke für Deinen Beitrag! Natürlich wollen wir hier alles genau erfahren, weil wir selbst immer wieder in Situationen kommen, wo es gut wäre, man kennt sich aus und weil wir natürlich auch befragt werden, was man tun soll, wenns einen erwischt hat, oder einen Hund. Dein Bericht ist also sehr interessant und wertvoll für uns! Nochmal Danke!
Cornelia

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Beitragvon dogorotti » So Sep 04, 2011 21:42

hallo, noch ein kurzer abschlußbericht.

bis donnerstag hatte der dackel immer wieder kreislaufmässig ausfälle und die schwellung war noch so schmerzhaft das er bei berührung aufjaulte.
freitags war er das erste mal ganzen tag fit, das gewebe um die bissstelle ist noch etwas verhärtet aber mittlerweile keine schwellung mehr.

folgender link ist sehr interessant, geschrieben von einem norwegischen TA

http://www.bozita.com/de/Alles-uber-Hun ... beim-Hund/

und noch einer

http://www.tierklinik-marienberg.de/Kreuzotter.pdf

in österreich hat lt. TÄ auch die vetmed antivenin nicht mehr lagernd, sie hatten u.a. auch schlechte erfahrungen mit krassen nebenwirkungen und die haltbarkeit des serums ist ja auch sehr kurz.

lg brigitte

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Kreuzotterbiss

Beitragvon hessenbub » Mo Sep 05, 2011 11:05

Hallo Miteinander,
hier ein interessanter Artikel aus der Rhön:
http://www.artenschutz-steigerwald.de/i ... =&id=40357

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Beitragvon dogorotti » Mo Sep 05, 2011 13:18

das gegengift würde 35.000 euro kosten :shock: na ich weiß nicht recht....

generell kann man wohl sagen, daß weder bei mensch noch tier ein biss gleich glimpflich abläuft.

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Beitragvon Mamba » Mo Sep 05, 2011 13:44

Eine Dosis (10 ml) dürften so ca. 40 - 60 Euro kosten.

Wenn da schon wieder derart geschwindelt und weltfremd übertrieben wird, trau' ich dem Rest der Ausführungen auch nicht mehr.

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Beitragvon dogorotti » Mo Sep 05, 2011 14:25

hallo mamba!

ich bin bei zeitungsberichten generell sehr mißtrauisch seit ich weiß was die presse zb. bei hundebissen des öfteren draus macht.

sachliche, gut recherchierte berichte kommen halt leider einfach zu "fad" rüber, egal um was es geht...

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Beitragvon Poskok - gw92 » Mo Sep 05, 2011 19:49

hmm - wenn man das serum extra aus zagreb einfliegen muss, kostet es vlt dann doch etwas mehr..

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Beitragvon Mamba » Di Sep 06, 2011 10:14

Das ist nun nicht wirklich ein Totschlag-Argument :)

Bei der grossen Zeitspanne von eineinhalb Tagen vom Biss bis zur Antivenin-Applikation hätte es mit Linienflügen zu normalen Luftfrachtkosten eingeflogen werden können.

Hinzu kommt noch, dass weit nähere Antivenin-Standorte bestehen, nämlich die deutschen Serumdepots - bei Kontakt mit dem Tropeninstitut in Hamburg
müsste dies den Verantwortlichen vor Ort auch bekannt gewesen sein.

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Beitragvon Joey Santiago » Di Sep 06, 2011 19:00

Moin zusammen,

und ich dachte immer, dass man das Antivenin überall dort, wo Kreuzottern vorkommen, in Krankenhäusern erhalten kann. Ich habe mal vor Monaten meinen Hausarzt danach befragt, und der meinte nur: "Wie, hier gibt es Kreuzottern?"

Die Frage, ob es in Aurich Antivenin gibt, konnte er nicht beantworten...

Beste Grüße,

Frank

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Antiserum

Beitragvon robos » Mi Sep 28, 2011 13:17

Ich glaube das Problem in Norwegen war, dass die Patientin gegen das Serum, welches mit Hilfe von Pferden erzeugt wird, allergisch reagiert hat und stattdessen ein Serum auf Basis von Schafen beschafft werden musste. Das habe ich zumindest in einem Mainpost Artikel gelesen. Unsere dreijährige Tochter wurde vor 2 Wochen in der Nähe von Esbjerg in DK von einer Kreuzotter gebissen und wurde dort 1 Woche im Krankenhaus behandelt (davon 1 Tag Intensivstation). Das Antiserum auf Basis von Pferden hatten sie auch dort vorrätig, wollten es aber nur im äußersten Notfall einsetzten, da bei 10% der Patienten mit einem allergischen Schock zu rechnen ist.
Viele Grüße
Robin

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Beitragvon dogorotti » Mi Sep 28, 2011 13:55

hallo robin!

alles gute deiner tochter ich hoffe sie hat es psychisch auch gut verarbeitet.

ich habe leider seit dem erlebnis leichte paranoia :oops:

die aussagen zum serum habe ich auch so bekommen, nur wenn garnix mehr geht wird hier darauf zurückgegriffen. eine klinik im waldviertel hat es angeblich lagernd.

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Beitragvon Max Pöchhacker » So Okt 02, 2011 19:33

Hi

Und noch eine hat zugebissen .. .

http://tirol.orf.at/news/stories/2503966/

n'Abend .. .

M.P.

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Beitragvon dogorotti » So Okt 02, 2011 20:43

ich hatte gestern mittag wieder eine begegnung, irgendwie ist das gebiet da ne "schlangengrube"....

ich ging mit den hunden am grenzbach ö/cz entlang, beiderseits ist ein gemähter wiesenstreifen.

da ich seit dem letzten vorfall eh schon automatisch im schritt einfriere wenn ich etwas schlangenähnliches wahrnehme, bin ich gsd 2m vor ihr zum stehen gekommen, die hunde waren auf der anderen bachseite zum glück :shock:

sie ist einfach dagelegen, den kopf leicht erhoben und hat mich angesehen...ich hab dann mit dem wanderstock auf den boden geklopft, nix...die ist beinhart liegengeblieben..

hab sie dann noch ein bissl beobachtet und im bogen vorbei.


bei mir wirft das jetzt einige fragen auf:

hier wird immer geschrieben, schlangen seien so scheu, wenn man ihnen gelegenheiten zur flucht gibt passiert auch nix..

ich bin mittlerweile ehrlich gesagt massiv verunsichert.

von ca. fünf direkten begegnungen in den letzten 2 jahren ist die schlange genau einmal geflüchtet, allen anderen konnte ich noch rechtzeitig ausweichen, die haben mich absolut wahrgenommen, fühlten sich aber nicht wirklich gestört.

was ist der mindeste sicherheitsabstand? ich wollte die gestern fotographieren, traute mich aber nicht mich in 2 m abstand hinzuhocken.

sind kreuzottern frühmorgens auch schon unterwegs oder erst wenns warm wird?

die von gestern lag auf der schattenseite des baches also im kalten.

ich bin schon so unentspanntdraußen :oops: da ich immer allein und in eher abgelegenen gebieten unterwegs bin..

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Beitragvon Sammy » So Okt 02, 2011 20:51

Es gibt bei Schlangen wie auch bei den Menschen solche und solche...
Der Großteil verzieht sich wohl, sobald sie Vibrationen wahrnehmen, die Fallen dann auch nicht auf, weil man sie ohnehin nicht zu Gesicht bekommt.
Ich hab aber auch schon oft von Fällen gehört, wo Schlangen in Siedlungsnähe vorgekommen sind und sich auch durch viel Aufruhr kaum aus der Ruhe bringen ließen..

Zum Thema Aktivität lässt sich sagen, dass unsere Schlangen generell Tagaktiv sind, was aber nicht heißt, dass man in der Früh oder am Abend keine mehr antreffen kann. Und bezüglich Abstand kannst du als Faustregel die Hälfte der Körperlänge des Tieres nehmen. Sprich wenn du von einer Kreuzotter einen guten Meter fernbleibst bist du auf der absolut sicheren Seite. Wobei ich persönlich zurückweichen würde sobald Drohgebärden (Kopf in beißbereiter Stellung oder Zischen) auftreten würden - erspart Mensch und Tier viel Stress! :wink:

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