Kreuzotterbiss Folgen

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Beitragvon 7088maxi » So Okt 02, 2011 21:05

Hallo,
könnte es nicht sein, das die Schlange schon an Menschen und somit an Vibrationen gewöhnt ist?

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Beitragvon dogorotti » So Okt 02, 2011 21:35

danke für die infos! trägt aber nicht zur entspannung bei :? :lol:

na wenn eine droht bin ich eh sofort eine staubwolke!! ich dachte immer die können mindestens einen meter vorschnellen oder so...

mein kuriosestes schlangenerlebnis hatte ich vor 5 jahren. ich bin mit hund und fahrrad eine einsame landstraße entlanggezockelt, als ich plötzlich ne schlange am asphalt liegen sah.

da ich nicht wußte ob sie tot ist hab ich hund abgesetzt und bin fahrrad schiebend nach vor.
war eine ringelnatter und plötzlich kriegt die panik, findet am asphalt kein versteck und steuert mein abgestelltes rad an.

ist dann über das hinterrad durch die speichen über den rahmen nach vor und hat sich rechts um den lenker gewickelt. :shock:

mir fiel momentan echt alles runter....wie jetzt weiter fahren???

ich hab nen langen stock gesucht und rumgestochert an der armen, die hat gefaucht und wollte nicht runter :oops:

ich hatte auch schiß und bin dann einige meter weg und dann hat sie sich mit einem plumps runterfallen lassen und ist schnell verschwunden.

irgendwie ist das waldviertel schlangenmässig sehr erlebnisreich ..:twisted:

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Beitragvon pleurodeles » Mo Okt 03, 2011 3:42

Zweifelsohne ein interessantes Erlebnis mit der Schlange und dem Fahrrad!
Aber sowas passiert wohl in 500 Fällen von Schlangensichtungen nur einmal - wenn überhaupt. Wenn man eine sieht, flüchtet sie entweder oder sie bleibt liegen. Und wenn sie liegen bleibt, geht/fährt man einfach außen rum und das war´s auch schon. Sie greift nie an (außer vielleich eine Königskobra o.Ä. in der "Brutzeit", aber von sowas reden wir hier ja nicht) - und wenn es so ausschaut, dann nur, weil sie sich in die Enge getrieben fühlt. Es zwingt einen ja niemand dazu, stehen zu bleiben.
Das Problem ist, dass man von 1000 Schlangensichtungen von einer einzigen hört, nur weil da mal jemand gebissen wurde. Von den restlichen 999 erfährt kein Mensch, weil da ja nix passiert ist. Und wenn dann ganz selten doch mal was passiert, klingt das in der Presse so, als ob das ständig der Fall ist und wird mordsmäßig aufgebauscht.

Bienen oder Wespen stechen auch, wenn man sie nicht in Ruhe lässt. Doch darüber liest man fast nie in irgendwelchen Foren oder Zeitungen, weil das ja ganz normal ist (außer, es geht um eine "Plage" - was der absolute Schwachsinn ist). Aber wenn mal eine Schlange zubeißt, weil ein kleiner Junge sich zu einer runtergebeugt hat, ist gleich die ganze Presse voll davon. Dass alljährlich nicht wenige Menschen aufgrund von allergischen Reaktionen auf Bienenstiche sterben, an Bissen von mitteleuropäischen Vipern aber so gut wie niemand (ist der letzte diesbzgl. Fall bei uns nicht ca. 30 Jahre her?), scheint keinen zu interessieren - Hauptsache es geht um die ach so gefährlichen Schlangen! Denn Bienen sind ja so lieb und bringen uns den Honig (um irgendwelchen Anschuldigungen vorzubeugen: ich mag Bienen sehr!).

Was soll denn das überhaupt?? Schlangen haben keine Arme oder Beine, mit denen sie sich wehren könnten. Wie also soll man sonst auf eine potentielle Bedrohnung reagieren? Mit dem Schwanz wedeln? Manche Schlangen wie Klapperschlangen (oder selbst solche ohne Klapper, zB Königsnattern) machen das sogar, um ihren möglichen Angreifer zu "warnen". Und wenn das alles nix hilft, beißen sie halt, was sollten sie auch sonst tun?

Mir geht dieses ganze Anti-Schlangenzeugs gewaltigst auf die Nerven - fast so, als ob es nichts Weltbewegenderes als eine Verteidigungsreaktion von einem Tier gäbe... Warum kann man sie nicht einfach in Ruhe lassen und sich freuen, wenn man schon mal eine sieht?

LG,
Günther

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Beitragvon 7088maxi » Mo Okt 03, 2011 7:25

Hallo Günther!
Dem möchte ich noch anmerken das Schlangen die eh schon einen so schlechten Ruf haben durch diese "Propaganda" noch viel eher erschlagen werden und somit die Öffentlichkeitsarbeit von Jahren ins Wanken bringt. Traurig diese Medien.

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Beitragvon Cornelia » Mo Okt 03, 2011 7:32

Lieber Günther!

Ich teile ja Deine Ansicht über die übertriebene Hysterie bezüglich Schlangen, aber dogorotti hat betreffend seiner Hunde ein Erlebnis mit Schlangen (Kreuzottern) gehabt, welches nicht banal verlief und daher senibilisiert.
Und apropos Wespenstich: Ich wurde heuer auch von einer Wespe erwischt (mit Spitalsaufenthalt) und habe nun doch erheblich mehr Respekt vor ihnen. Wir haben ein Nest in der Hauswand vor der Eingangstür und aus lauter Naturschutz, hab ich meine Mutter überredet, es zu lassen - nun die werden immer mehr im Lauf des Jahres! Lange Zeit ging alles gut - langsam vorbeigehen, alles klar, doch dann an einem schwülen Tag mit der Freundin nebenbei hats mich erwischt! Jetzt geh ich zur Hintertür hinein! (Das Nest haben wir trotzdem belassen!)
Also eine vernünftige Vorsicht ist schon sinnvoll! Wobei "vernünftig" hier eben diskutiert wird und sich wohl vor allem aus der Erfahrung (guten und schlechten)erst definieren läßt.
@Max: Ja, natürlich: "Erschlagen" finde ich nicht "vernünftig".
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Beitragvon Max Pöchhacker » Mo Okt 03, 2011 10:08

Hallo Cornelia
Cornelia hat geschrieben:[...] Wir haben ein Nest in der Hauswand vor der Eingangstür und aus lauter Naturschutz, hab ich meine Mutter überredet, es zu lassen[...]


Eine Gewissensfrage:
Würdest Du genauso entscheiden wenn eine an sich harmlose Spinnenkolonie mit ihren Netzen munter und fröhlich an Plafond und Wänden im Hausinneren prosperiert ?

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Beitragvon Cornelia » Mo Okt 03, 2011 11:04

Hallo Max P.!

Ich versteh Deine Frage nicht?
In meiner Wohnung würde die Spinnenkolonie sicher eine zeitlang wohnen bleiben (schließlich fangen die ja all die anderen "ekligen" Insekten, die sich da unerlaubter Weise herumtreiben ... ;) ) und dann vermutlich mit Plastikbecher und Kartonblatt behutsam ins Freie befördert werden.
Bei meiner Mutter ist es eher so, dass - wenn ich schnell genug bin - ich jegliche Spinne sofort auf obige Art ins Freie befördere, ansonsten kommt meine Mutter mit Gift!
Aber was meinst Du?
Also wenn Du meinen hysterischen Auslöser kennen willst: es sind Käfer! Allerdings nur, wenn sie unvermutet in meiner Wohnung auftauchen und noch dazu grad fliegen. Dann kreisch ich halt ein bisschen und hole wieder das besagte Gefäß und das Kartonblatt usw. Aber ich habe auch schon Käfer gezüchtet ... Also alles halb so wild!
Auch meine Angst vor Bären hab ich überwunden durch eingehende Beobachtung derselben im Zoo - geblieben ist ein natürlicher Respekt vor den Raubtieren! Und das ist, denk ich, auch gut so!
Und: Spinne im Haar und dann unter dem Leiberl ist durchaus entbehrlich, denn: ja der Biss tut weh! Gleiches gilt für Kreuzotternbisse!
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Beitragvon Cornelia » Mo Okt 03, 2011 11:12

@Wespen: die kommen seit Monaten auch ins Haus herein, über den Sicherungskasten (dort ist das Nest). So bis zu 20 Tiere pro Tag. Meist sind sie schon am sterben, weil sie zuerst im Sicherungskasten verhungern und dann erst hervorkommen. Trotzdem nicht so toll. Derzeit kommen auch etliche Königinnen ins Haus und wir sind bemüht, sie über die offene Tür / Fenster entweichen zu lassen. Ich finde die Situation interessant und toll, dass meine Mutter da mitspielt! Wir warten jetzt dringend auf das kalte Wetter, dann wird der Spuck vorbei sein. Und nein, nächstes Jahr werden wir an dieser Stelle kein Nest mehr dulden = Löcher werden dicht gemacht.
Ich erzähl das, weil ich es für mich wichtig finde, zu lernen, wie man mit solchen "schrecklichen" Tieren zusammenleben kann (oder auch nicht). Das würde für mich auch für Kreuzottern gelten, wenn sie vor meiner Tür leben würden.
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Beitragvon Max Pöchhacker » Mo Okt 03, 2011 12:34

Hallo Cornelia

Nun das mit den Spinnen war schon deswegen gewählt weil es bei Weibsvolk Kreisch- & Ekel-Auslöser Nr.1 ist.
Du bist da anscheinend bereit in deiner Toleranz sehr weit zu gehen.

Bei aller Tierliebe - Ich frage mich nun ob das eine gute Idee ist - Ohne Dir Vorschriften machen zu wollen. Du warst ja eh selber im Krankenhaus.

Ich kann deine Skrupel voll nachvollziehen, nur habe Ich einerseits oft nicht Geduld & Zeit auf die Viecher in diesem Ausmaß einzugehen, andererseits kann so ein Insekt gefährlicher sein als erwartet.

Eine Wespe im Auto oder innerhalb des Motorradhelmvisiers war schon oft genug Auslöser tödlicher Verkehrsunfälle. Sogar in meiner Nähe, da steht jetzt ein weiteres Kreuz am Straßenrand.

Ähnlich kann mir eine Stubenfliege sämtliche Konzentration rauben wenn Ich gerade am Computer arbeiten soll oder koche.
Gleichfalls sehe Ich nicht ein, daß Ich am Weg durchs Stiegenhaus plötzlich unsichtbare Fäden in meinem Gesicht akzeptieren soll.
Draußen ist ja eh genug Platz für derlei Insektenvolk.

Hoffentlich mußt Du für deine Hingabe nicht einmal einen höheren Preis als zuletzt bezahlen.

M.P.

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Beitragvon dogorotti » Mo Okt 03, 2011 14:08

hallo!

@günther

es tut mir leid das du das post als angriff auffasst, ist es nicht....

du bist ein fachmann, ich ein laie. trotzdem habe ich die einstellung daß die natur den tieren gehört und ich da nur zu gast bin, ich gestehe aber auch daß ich zu tieren wie schlangen, spinnen, hornissen etc. ein ambivalentes verhältnis habe.

einerseits hab ich etwas angst, andrerseits schau ich sie mir trotzdem gerne an, aber im großen und ganzen ist es mir aber am liebsten wenn ich nicht direkt damit konfrontiert werde.

bevor meine hunde gebissen wurden war ich zudem wesentlich lockerer...
jetzt scanne ich die ganze zeit den boden wo ich hinsteig und mach mir tausend gedanken.

ich weiß daß ich mich blöd verhalte, weiß wie selten bisse wirklich sind und trotzdem...es ist nicht mehr wie vorher.

ich bemüh mich pragmatisch zu denken, aber es klappt nicht so recht, die unbefangenheit ist weg...

es passieren hier übrigens auch bisse die nie in die medien kommen, da die leute entweder nicht zum arzt gehen bzw. die zeitungen garnicht davon erfahren.

ich weiß mittlerweile von einer alten bäuerin die beim heumachen gebissen wurde, ein mann beim holzsammeln und zwei tschechen beim heidelbeerpflücken.

ein entfernter nachbar, der einige jahre in afrika gelebt hat, erzählte mir, daß sie dort ihre hunde, die keine scheu vor schlangen zeigen bzw. drauflosgehen, ihnen daß abgewöhnen indem sie eine tote schlange mit draht umwickeln und unter strom setzten damit der hund eine negative verknüpfung damit bekommt, wenn er draufgehen will.


nochmal, ich würde nie eine töten, ich hasse sie nicht..ich hoffe einfach es ist eine frage der zeit mit dem vorhandensein dieser tiere halt wieder normaler umzugehen. :oops:

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Beitragvon dogorotti » Mo Okt 03, 2011 14:15

@ cornelia

ich bewundere dich da auch daß du die so nahe aushältst.

ich bin heuer im august nach ca. 25 jahren wieder mal von einer wespe gestochen worden und bekam auch eine cortisoninfusion, weil der arm absolut unverhältnismäßig stark angeschwollen ist.

als kind hatte ich mit stichen nie ein gröberes problem.

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Beitragvon Cornelia » Mi Okt 05, 2011 10:04

Hi!
Danke für die Antworten!
@Max P.: "Also ich stimme Dir zu, da zumindest schon ein Mensch durch ein Auto getötet wurde, sollte man alle Autos töten!" :wink: Ich denke, genauso wie wir lernen müssen mit dem Autoverkehr klarzukommen (ohne dabei draufzugehen), können wir eben lernen mit Spinnen, Wespen, Schlangen, Käfern, Ameisen, Gelsen usw. umzugehen. Ich bin zurzeit täglich frühmorgens im Garten um meine Hasen zu füttern und gehe zwischen Bäumen und Büschen durch. Unvermeidlich ist der Spinnfaden (oder das ganze Netz) im Gesicht. Nun ich habe gelernt, auf bestimmten Pfaden (beim ersten Durchgehen) meinen Arm oder das, was ich grad trage vor mir zu halten, dann merk ich gar nichts von den Fäden. Täglich werden die Fallen neu aufgebaut! Aber manche Spinnen scheinen auch zu lernen, dass das Netz an diesem Platz nicht so gut ist. Wie auch immer, ich kann mich nicht erinnern, heuer von einer Spinne gebissen worden zu sein. (Wohingegen Gnitzen mir durchaus unangenehm zu Leibe rückten.)

@dogorotti: Als Kind hatte ich auch kein Problem mit z.B. Gelsenstichen, die allerdings jetzt doch erheblich anschwellen können. Allgemein scheint meine Empfindlichkeit gegen Histamin gestiegen zu sein, warum auch immer. Ich betrachte weitere Stiche eher als "Immunisierung" (Desensibilisierung), aber ich glaube, da sollt ich jetzt besser noch mal schlau nachlesen ... :wink:
Ich schleppe inzwischen ein Antihistaminikum ständig mit mir rum ...
Cornelia

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Beitragvon Cornelia » Mi Okt 05, 2011 10:17

Einmal noch ... :wink:
Zu dogorottis Fahrradstorry und der Zeit und Geduld von Max P.: Ich denke der Stress kommt vor allem davon, dass wir keine Zeit mehr haben! Keine Zeit, die Schlange zu entdecken, sie zu beobachten, ihr Verhalten kennenzulernen, zu überlegen, wie wir sie von dem Fahrrad wieder herunterkriegen, .... Ich habe für mich herausgefunden, dass es lediglich einige Sekunden (Minuten) dauert, bis ich eine Lösung für so manchen "schrecklichen" Zustand gefunden habe (einen langen Stock suchen, oder einfach ein bisschen warten). Wenn ich also nicht hysterisch ausraste, sondern einfach einen "Schritt zurück" mache und betrachte und denke, dann gibts eine Lösung und alles geht ganz normal weiter (und meist bin ich dann auch noch gut drauf, weils mir gelungen ist ... :wink: ).
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Beitragvon dogorotti » Mi Okt 05, 2011 13:25

hallo!

also ich hab die schlange nicht so traktiert daß sie verletzt war, auch nicht draufgeschlagen, sondern halt versucht sie durch belästiguing zum verschwinden zu bewegen, die hatte eh genau so viel angst wie ich...zudem stand das rad nicht wirklich am rand sondern etwas blöd auf der fahrbahn.

war zwar sehr wenig befahren, aber ein autofahrer der schnell daherkommt rechnet halt nicht mit so einem hindernis.

ich hab da sicher überreagiert aber die situation war einfach so unwirklich und grotesk.

@desensibilisierung

das funktioniert leider nicht so, was ich weiß kann ein weiterer stich zu späterem zeitpunkt wesentlich krasser verlaufen und die allergische reaktion weit stärker ausfallen.

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Beitragvon Cornelia » Mi Okt 05, 2011 16:36

Hab nicht angenommen, dass Du der Schlange was angetan hättest ..!

Also eigentlich gefährlich waren die Autos ... :wink: :wink: :wink:
Sorry, aber da muss ich jetzt lachen, weil ich grad oben das als Beispiel genommen hab ...
Na klar, da kommt man in Stress!

@Desensibilisierung/Hyposensibilisierung: ein paar Links, damit ich nicht so tu, als wüßt ich das alles! :wink:
http://de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz
http://de.wikipedia.org/wiki/Hyposensibilisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie
http://de.wikipedia.org/wiki/Histamin usw,
Also ich seh das bei mir so: Das Wespengift führt zu einer Gewebszerstörung (- > Entzündung) an der Einstichstelle. Dabei wird Histamin freigesetzt und verteilt sich auch im ganzen Körper. Normalerweise wirds in der Niere abgebaut. Da ich auch auf manche Lebensmittel reagiere, hab ich vermutlich eine verminderte Abbaugeschwindigkeit für Histamin. Daher kommt es dann zu dem Jucken und den Rötungen im Gewebe.
Außerdem kann sich auch das Gift selbst über meinen Blutkreislauf verteilen und irgendwo (an empfindlichem Gewebe) wirken. Daher finde ich es sehr wichtig, dass man nach so einem Stich / Biss einfach Ruhe gibt, also seinen Kreislauf und Blutdruck möglichst unten hält. Damit wird die Verteilung des Giftes / Histamin verzögert und der Organismus (Niere/Leber) kommt besser damit klar.
Bei einer Allergie wird von sensibilisierten Lymphozyten die Ausschüttung von Histamin in großem Maßstab in Gang gesetzt. Als Auslöser genügt eine geringe Menge Antigen.
Cornelia

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