Behandlung bei Schlangenbiss

Kreuzotter, Sandotter, Wiesenotter

Moderatoren: Vipersgarden, Herpetofauna.at-Team

Ist öfters hier
Benutzeravatar
Beiträge: 48
Registriert: Sa Jun 12, 2004 2:00
Wohnort: In der Nähe vom Nationalpark Eifel

Behandlung bei Schlangenbiss

Beitragvon Mario_Snake » Mi Okt 05, 2005 9:57

Hallo, ich habe gerade bei dem Steckbrief der Kreuzotter gelesen, dass man sich bei einem Biss dieser Art niemals die gebissene Extremität vom Herzen abbinden soll (Zerstörung von lokalem Gewebe?). Für welche Arten gilt das noch? Gibt es Literatur dazu?
Mario

Admin
Benutzeravatar
Beiträge: 1120
Registriert: Mo Sep 23, 2002 2:00
Wohnort: Wien

Re: Behandlung bei Schlangenbiss

Beitragvon Gerald » Mi Okt 05, 2005 19:57

Hi Mario,

es hat hier vor kurzem eine umfangreiche Diskussion über das Thema Giftschlangenbiss gegeben (wo auch deine Frage vorkam):

http://www.herpetofauna.at/forum/viewtopic.php?t=775

lg

Ist öfters hier
Benutzeravatar
Beiträge: 48
Registriert: Sa Jun 12, 2004 2:00
Wohnort: In der Nähe vom Nationalpark Eifel

Re: Behandlung bei Schlangenbiss

Beitragvon Mario_Snake » Do Okt 06, 2005 10:18

Hallo Gerald!
Ich habe mir diesen Thread angesehen, aber die Frage, die ich gestellt habe, nicht gesehen. Verbesser mich bitte, wenn es anders ist, aber mit Angabe, wo genau die Frage gestellt wurde :rolleyes:
Mario

Kennt sich schon aus
Benutzeravatar
Beiträge: 103
Registriert: Do Jun 09, 2005 16:19
Wohnort: Zagreb, Kroatien

Re: Behandlung bei Schlangenbiss

Beitragvon Berus » Do Okt 06, 2005 11:56

Wenigstens hier:

Forum --> Giftschlangen --> Schlangenbiss

von Mamba erstellt: 03. September 2005 12:16

. . .

"Ich will meine Finger (meine Hand, meinen Fuss) unversehrt erhalten!
Der Ausgangspunkt ist klar: In meiner Extremität, und zwar in der Regel im Gewebe, sitzt nach einem Vollbiss eine beträchtliche Menge Toxin mit einem bestimmten Zerstörungspotential. Durch noch so schnelle und gute Methoden wie Aufschneiden und ausbluten lassen/aussaugen ist der grösste Teil davon nicht mehr zu entfernen, da es sich im Gewebe festsetzt resp. relativ schnell durch dieses diffundiert. Minuten nach dem Biss sind in der Regel die Fangmarken verschlossen, der Giftapparat der Vipern ist eben ein ausgeklügeltes, perfektes System, und beim Beuteerwerb würde es wenig Sinn machen, wenn sich das Gift so einfach "ausbluten" liesse. Das Aufschneiden mit einem Rasterschiessgerät und das Offenhalten der Inzisionen mit feuchten Verbänden, wie ich es praktiziere, dient denn auch nur der Verhinderung von Nekrosen und hat noch den angenehmen Effekt der Reduktion von Spannungs-schmerz. Auf gar keinen Fall lege ich je irgendwelche Staubinden, im Gegenteil, ich bin bestrebt, das Gift zu verteilen, salopp ausgedrückt, lieber für 10 Tage einen Oberarm wie Arnold Schwarzenegger, als irgendwelche Hauttransplantationen oder gar Amputationen. Bei meinem letzten (Klapperschlangen)Biss war die grösste Ausdehnung der Schwellungen erst nach 7 Tagen erreicht und dehnte sich (Biss in die rechte Hand) bis auf die linke Körperseite und den Halsbereich aus. Der ganze rechte Oberarm und die rechte Körperseite waren rot und blau durch Blutaustritt ins Gewebe durch Zerstörung der Kapillargefässe. Nochmals zwischendurch für die "Serumfreaks": Kein Serum der Welt hätte dies verhindert! Stellt man sich nun diese Giftwirkung, durch Abbinden oder Immobilisation, grösstenteils auf der Fläche meiner Hand vor, kann nur eine Schlussfolgerung richtig sein: Abbinden nein Danke, Bewegung ja bitte!"

. . .
Berislav Horvatic'
Zagreb, Kroatien
horvatic@ifs.hr

Ist öfters hier
Benutzeravatar
Beiträge: 48
Registriert: Sa Jun 12, 2004 2:00
Wohnort: In der Nähe vom Nationalpark Eifel

Re: Behandlung bei Schlangenbiss

Beitragvon Mario_Snake » Do Okt 06, 2005 12:32

Danke, Berus!
Hab übersehen, dass es zwei Seiten gab. Kommt so selten vor... :roll: :lol:
Mario

Zurück zu Giftschlangen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast