Mann ignorierte Schlangenbiss
Moderator: Herpetofauna.at-Team
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Mann ignorierte Schlangenbiss
"Nach dem Angriff einer Giftschlange wurde es für Arbeiter in Fürnitz gefährlich. Vermutet wird der Biss einer Levante-Otter."
Quelle: Kleine Zeitung
Quelle: Kleine Zeitung
Beste Grüße
Christoph
Christoph
- Mamba
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
herzhaft gelacht.
Was sich das Team Bendele/Happ doch so alles einfallen lässt......
Wie war das nochmals mit den Zielen dieses Zoos? ach richtig: "den Menschen die Angst vor Schlangen nehmen"
Ist eh' wieder ein guter Ansatz - eine solche Horrormeldung.....
Bravo!
Was sich das Team Bendele/Happ doch so alles einfallen lässt......
Wie war das nochmals mit den Zielen dieses Zoos? ach richtig: "den Menschen die Angst vor Schlangen nehmen"
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- pseudopus1
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Hallo,
Ich würde gerne etwas Brauchbares dazu schreiben, aber da fällt mir jetzt auch nichts ein, da kann man sich nur am Kopf greifen (erschwert allerdings das Schreiben). Wäre nett, wenn man irgendwo erfahren könnte, wie die Symptome tatsächlich ausgesehen haben - vielleicht waren sie ja doch nicht so "unammodytoid", ein Körper kann ja auch mal anders reagieren als die Frau Happ denkt. Aber ja, dann wärs keine Horror-Geschichte mehr, die bei den Lesern wohl auch als solche angekommen ist --> siehe Kommentare zum Artikel.
Vielleicht muss ich ja doch nicht mehr nach Kleinasien, um M. lebetina zu knipsen
Scientia tecum,
Attila
Ich würde gerne etwas Brauchbares dazu schreiben, aber da fällt mir jetzt auch nichts ein, da kann man sich nur am Kopf greifen (erschwert allerdings das Schreiben). Wäre nett, wenn man irgendwo erfahren könnte, wie die Symptome tatsächlich ausgesehen haben - vielleicht waren sie ja doch nicht so "unammodytoid", ein Körper kann ja auch mal anders reagieren als die Frau Happ denkt. Aber ja, dann wärs keine Horror-Geschichte mehr, die bei den Lesern wohl auch als solche angekommen ist --> siehe Kommentare zum Artikel.
Vielleicht muss ich ja doch nicht mehr nach Kleinasien, um M. lebetina zu knipsen
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- Mamba
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
noch ein Beispiel für diese Methodik, fernab von jeglicher Realität:
"Bei den Amphibien halte man
sich von bunten, kleinen Fröschchen
fern, da es sich dabei um aus
Terrarien entkommene tropische
Giftfrösche (Dendrobaten) handeln
kann. Gelangt deren Gift in unseren
Blutkreislauf, bedeutet es den
Tod."
Quelle: Kärntner Jäger 202/2012
.........und mitten in Klagenfurt ist ein ganz fürchterlicher Lindwurm....
"Bei den Amphibien halte man
sich von bunten, kleinen Fröschchen
fern, da es sich dabei um aus
Terrarien entkommene tropische
Giftfrösche (Dendrobaten) handeln
kann. Gelangt deren Gift in unseren
Blutkreislauf, bedeutet es den
Tod."
Quelle: Kärntner Jäger 202/2012
.........und mitten in Klagenfurt ist ein ganz fürchterlicher Lindwurm....
Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Es geht schon wieder los...
Hätte man vor einpaar Jahren länger nach dem "Gegenstück" zur l. turanica gesucht...
lg
Hätte man vor einpaar Jahren länger nach dem "Gegenstück" zur l. turanica gesucht...
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- Bufo viridis
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Hallo,
nun, zum Artikel ist ja alles gesagt. Aber ich hätte eine Frage und zwar: Wurden dort tatsächlich Macrovipera lebetina ausgesetzt oder ist das auch einfach nur Mist, den die schreiben?
Viele Grüße
Michi
nun, zum Artikel ist ja alles gesagt. Aber ich hätte eine Frage und zwar: Wurden dort tatsächlich Macrovipera lebetina ausgesetzt oder ist das auch einfach nur Mist, den die schreiben?
Viele Grüße
Michi
- Mamba
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Fakt ist, dass laut verschiedenen Pressemeldungen 2008 ein Rentner beim Ribiselpflücken eine Macrovipera lebetina turanica erblickt und geistesgegenwärtig mit einer Schlangenzange in einen Kübel befördert haben soll.......
Es wurde schon damals spekuliert, dass ein weiteres Tier in Freiheit sein soll, da ja Schlangenhalter ihre Tiere immer paarweise halten.
Nun wird eben mit weiteren Spekulationen nachgelegt - ist in Kärnten kurz vor Beginn der Feriensaison schon üblich.
Vielleicht findet man ja die Übeltäterin in den nächsten Tagen zufällig - wen würd's noch überraschen?
Eines ist sicher - kein Mensch kann einen Giftbiss dieser Schlange (der später eine Antiveningabe zwingend notwendig macht) über einige Stunden einfach ignorieren, da sind heftige Lokalreaktionen durch die zerstörerische Kraft der Giftproteine einfach zu auffällig und schmerzhaft, mal ganz von den systemischen Wirkungen der Toxine auf einen in dieser Sommerhitze sowieso schon belasteten Organismus abgesehen.
Es wurde schon damals spekuliert, dass ein weiteres Tier in Freiheit sein soll, da ja Schlangenhalter ihre Tiere immer paarweise halten.
Nun wird eben mit weiteren Spekulationen nachgelegt - ist in Kärnten kurz vor Beginn der Feriensaison schon üblich.
Vielleicht findet man ja die Übeltäterin in den nächsten Tagen zufällig - wen würd's noch überraschen?
Eines ist sicher - kein Mensch kann einen Giftbiss dieser Schlange (der später eine Antiveningabe zwingend notwendig macht) über einige Stunden einfach ignorieren, da sind heftige Lokalreaktionen durch die zerstörerische Kraft der Giftproteine einfach zu auffällig und schmerzhaft, mal ganz von den systemischen Wirkungen der Toxine auf einen in dieser Sommerhitze sowieso schon belasteten Organismus abgesehen.
Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Mamba hat geschrieben:Fakt ist, dass laut verschiedenen Pressemeldungen 2008 ein Rentner beim Ribiselpflücken eine Macrovipera lebetina turanica erblickt und geistesgegenwärtig mit einer Schlangenzange in einen Kübel befördert haben soll.......
Dazu gab es damals diesen Eintrag:
viewtopic.php?f=17&t=1795&hilit=Levant%2A
Beste Grüße
Christoph
Christoph
- naturamorta
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Mamba hat geschrieben:Fakt ist, dass laut verschiedenen Pressemeldungen 2008 ein Rentner beim Ribiselpflücken eine Macrovipera lebetina turanica erblickt und geistesgegenwärtig mit einer Schlangenzange in einen Kübel befördert haben soll.......
Es wurde schon damals spekuliert, dass ein weiteres Tier in Freiheit sein soll, da ja Schlangenhalter ihre Tiere immer paarweise halten.
Nun wird eben mit weiteren Spekulationen nachgelegt - ist in Kärnten kurz vor Beginn der Feriensaison schon üblich.
Vielleicht findet man ja die Übeltäterin in den nächsten Tagen zufällig - wen würd's noch überraschen?
Eines ist sicher - kein Mensch kann einen Giftbiss dieser Schlange (der später eine Antiveningabe zwingend notwendig macht) über einige Stunden einfach ignorieren, da sind heftige Lokalreaktionen durch die zerstörerische Kraft der Giftproteine einfach zu auffällig und schmerzhaft, mal ganz von den
systemischen Wirkungen der Toxine auf einen in dieser Sommerhitze sowieso schon belasteten Organismus abgesehen.
Naja, diese Schlange hat vielleicht aus zufälligen Gründen nicht wirkungsvoll zubeißen können (wir erfuhren ja auch nicht, wohin genau und welche Giftmenge exakt sie applizieren konnte ...) und der Arbeiter war evtl. von relativ stabiler Gesundheit.
Als Neuling oute ich mich mal: ich war noch nie in einem Schlangenzoo, auch nicht in dem Happ-Zoo. Ich bin also nicht befangen. Dennoch interessiert, denn ich stamme aus einer Gegend mit Kreuzottern (und die leben eher in den Hohen Tauern als in der Schütt, das sei den Unkundigen hier gesagt) und ich mag die Sandvipern übrigens auch. Was ich aber gar nicht mag, das sind Eiferer, die vorgeben, dass sie für Schlangen kämpfen aber stattdessen nur ans eigene Ego denken, in ganz faschistischer Manier. Sandvipern gibt es in der Schütt (Großgebiet Arnoldstein,selbstverständlich, damit lebt man seit Urgedenken gut). Levanteottern bin ich aber noch nicht so gewohnt in der freien Natur. Ich denke schon, dass Levante-Ottern nicht in dieses Gebiet gehören und dass man beim Entdecken dieses Problems nicht "Pressemeldungen" verantwortlich machen kann.
Was anderes (liegt in der Vergangenheit, aber auch interessant):
Wie kommt es, oder anders gefragt: Warum wisst ihr, und wie kommt es, dass ein Rentner so geistesgegenwärtig mit Schlangenzangen beim Ribiselpflücken zugegen war? Ist denn die bewusste Gegend gar so gefährlich, dass dort alle Rentner nur mit Schlangenzangen im Garten unterwegs sein können?
Kein Journalist hat je behauptet, dass es Schlangenzangen gewesen wären, auch der Rentner meines Wissens nicht. Hatte er nun eine Schlangenzange oder nicht? Ich frag ja nur, ich darf das, denn ich bin ja auch nur eine Schlange.
- Mamba
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
denn ich stamme aus einer Gegend mit Kreuzottern (und die leben eher in den Hohen Tauern als in der Schütt
ist eher eine Sache der Höhenlage. Oben am Dobratsch (das ist der Berg, der die Schütt seinerzeit "geboren" hat, gibt's meines Wissens welche.
Naja, diese Schlange hat vielleicht aus zufälligen Gründen nicht wirkungsvoll zubeißen können
Ich denke nicht, dass das zufallsabhängig war, weil's nämlich nichts mit Können, sondern mehr mit Wollen zu tun hat.
Immerhin war der Biss doch so wirkungsvoll, dass eine Antivenin-Therapie als notwendig erachtet wurde. Wenn man sich ein wenig mit Giftwirkungen der Gattung Macrovipera auskennt und auch einige Fälle kennt, fällt es eben schwer zu glauben, dass eine derartige Intoxikation stundenlang übersehen oder ignoriert werden kann.
Kein Journalist hat je behauptet, dass es Schlangenzangen gewesen wären
Immerhin gibt's ein Bild des Fängers mit einer Zange, und die Kleine Zeitung schrieb zuerst explizitvon einer Greifzange:
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten ... 8/index.do
Später war dann nur noch von einem Stock die Rede.
Ich denke schon, dass Levante-Ottern nicht in dieses Gebiet gehören und dass man beim Entdecken dieses Problems nicht "Pressemeldungen" verantwortlich machen kann.
Ersteres hat hier niemand behauptet.
Zweiteres, nämlich verantwortliche Pressemeldungen, erlaube ich mir schon, kritisch zu beleuchten.
Gerade diese neue Meldung bezüglich dieses ominösen "Schlangenbisses" enthält sehr gewagte Spekulationen. Nichts weist eigentlich konkret darauf hin, dass eine Levanteotter für diesen Vorfall verantwortlich zeichnet, ausser der angebliche Fund eines solchen Tiers 4 Jahre zuvor, und das ist mir zu dünn.
Ich denke nicht, dass derartig tendenziöse Pressemeldungen geeignet sind, in der Bevökerung Verständnis und Akzeptanz für Schlangen zu wecken - eher sorgen sie dafür, dass bei Schlangensichtungen der (Schlag-)Stock wieder schneller zur Hand ist. Gerade Leute, die den Schutz der einheimischen Herpetofauna, und insbesonders der Sandotter, auf ihre Fahnen geschrieben haben, sollten sich ihrer diesbezüglichen Verantwortung bewusst sein und sich in pragmatischer Zurückhaltung üben.....
- jz1301
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Ich finde es höchst bedenklich, fremdländische Tiere bei uns einfach auszusetzen. Hierbei geht es nicht nur um die Gefährdung von Menschen, die auf Gifttiere aus anderen Ländern nicht vorbereitet sind (bzw. Ärzte, die nicht wissen, wie sie die Patienten behandeln sollen, nachdem sie gebissen wurden), sondern auch um die heimischen Tiere und Pflanzen, die von solchen Neobiota teilweise verdrängt werden. (Im Pflanzenreich fällt sicherlich jedem das indische Springkraut oder der Vogelknöterich ein, die die heimische Flora aufgrund ihres invasiven Charakters immer mehr zurücktrennen. Der erst kürzliche Fund einer Sumpfschildkröte meinerseits ließ auch einige Enttäuschung zurück, als ich feststellen musste, dass es sich hierbei um kein autochones Tier handelt, ...)
Wenn man schon Exoten bei sich zuhause in Terrarien halten muss, dann sollte man wenigstens so verantwortungsbewusst handeln und die Tiere zumindest in einer Tierhandlung oder einem (Reptilien-)zoo abgeben, wenn man sie nicht mehr haben möchte.
Lg,
Jürgen
Wenn man schon Exoten bei sich zuhause in Terrarien halten muss, dann sollte man wenigstens so verantwortungsbewusst handeln und die Tiere zumindest in einer Tierhandlung oder einem (Reptilien-)zoo abgeben, wenn man sie nicht mehr haben möchte.
Lg,
Jürgen
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Ich finde es höchst bedenklich, fremdländische Tiere bei uns einfach auszusetzen.
Ja, stell Dir vor, das findet wohl Jeder, der halbwegs bei Sinnen ist. Nicht nur das Aussetzen von fremdländischen, sondern schon das Einbringen von einheimischen Arten aus anderen Gegenden mit einer Adaption an andere örtliche Gegebenheiten kann eine Population in Gefahr bringen oder zumindest schwächen - aber das ist eine andere Geschichte.
Das Aussetzen von einer oder 2 Macrovipera spp. , auch wenn's natürlich absolut zu verurteilen ist, begründet noch lange keine Neobiota-Problematik, und Quervergleiche mit Springkraut und Co. sind absolut sinnfrei.
Ich finde es jedenfalls bedenklich, aus welcher Motivation auch immer, bei derart heiklen, durch Emotionen und Urängste belasteten Themen bar jeglicher Seriösität ein Gefahrenpotential zu suggerieren, das in dieser Form nicht existent ist.
Im vorliegenden Fall muss eine völlig hypothetische Levanteotter herhalten, tödlich giftige Pfeilgiftfrösche leben hier in freier Wildbahn, Schwarze Witwen ebenso wie ein Geisterkrokodil.
Ich bemühe mich in meiner Gegend hier sehr um Aufklärung, fahre jährlich zu vielen Leuten (ohne Blaulicht und Presse), um Schlangen zu identifizieren und versuche, bei der Bevölkerung ein wenig Akzeptanz gegenüber Kriechtieren zu wecken.
Solche jährlich wiederkehrende, tendenziöse und aufgebauschte Berichterstattungen machen das nicht gerade leichter.....
- Vipersgarden
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Das, was die Frau Happ kann, versuche ich hier auch einmal - nämlich Ferndiagnosen zu erstellen
Ich möchte mich hier aber gar nicht an der Diskussion über "fremdländische" Arten, die bei uns angeblich ausgesetzt wurden, beiteiligen. Sondern mich nur auf die spärliche Information über die Vergiftungssymtome beschränken.
Werden Menschen von Giftschlangen gebissen, wird das meist als Abwehrbiss bezeichnet. In diesem Fall wird oft gar kein Gift abgegeben (Trockenbiss) oder nur eine geringe Menge. Im Gegensatz dazu der sogenannte Beutebiss, bei dem eine meist erheblich höhere Dosis verabreicht wird.
Der Übergang zwischen beiden ist fließend.
Es fällt daher schwer zu beurteilen, ob eine kleine Viper viel, eine groß(ere) wenig Gift injiziert hat.
Und damit kommen wir schon zum Kern der hier gegenständlichen Sache.
Das Gift der Macrovipera-Arten ist jenem "unserer" Hornotter sehr ähnlich, obwohl es bei beiden - je nach Herkunftsgebiet - durchaus Unterschiede in der Zusammensetzung gibt (geben kann).
Außerdem reagiert jeder Organismus (auch von Mensch zu Mensch) etwas anders auf einen Schlangenbiss.
Die im Zeitungsbericht angesprochenen Symptome - Schwindel und Übelkeit - sind durchaus normale Erscheinungen nach einem "europäischen" Vipernbiss. Es handelt sich dabei aber um sogenannte Sekundärvergiftungserscheinungen. Primäre Reaktionen wären starke Schmerzen an der Bissstelle und Anschwellen des gebissenen Gliedes mit späterer Rot-, Blau-, Grünverfärbung (kommt vom austretenden Blut in das Gewebe).
Aber es gibt durchaus belegte Fälle, wo eben diese Primärvergiftungserscheinungen nur minimal oder gar nicht auftreten und die sekundären erstere übertreffen.
Ich habe sowohl Bisse einer Hornotter als auch einer großen Levanteotter (Macrovipera lebetina obtusa) hinter mir, letzteren ja mit den "weltweit" bekannten Folgen. Und es gab keinen wirklichen Unterschied bei den Vergiftungserscheinungen, abgesehen davon, dass bei der Levanteotter eine mehrfache Giftmenge als bei jenem der Hornotter injiziert wurde, was zu den schweren Komplikationen führte.
Ich (und wohl auch die meisten mit solchen Vergiftungen vertrauten Personen) würde mich nicht trauen, nach einigen Stunden nach dem Biss auftretenden Symptomen (aber auch nicht kurz nach dem Biss) eine Vipernbestimmung abzugeben - noch dazu zwischen zwei so nahe verwandten Arten.
Und der Abstand von etwa 2 cm zwischen den Bissmarken der Giftzähne spricht auch nicht gegen eine Vipera ammodytes von rund 80 cm oder mehr.
Aber wenn die Frau Happ eine harmlose Amurnatter, Elaphe schrenki (Steyr, 2011) als "giftige" Boiga dendrophila bestimmt, muss man ihr auch eine (Fern)Diagnose anhand von Vergiftungserscheinungen zutrauen.
Sie ist damit wohl die einzige derartige Spezialistin auf unserem Planeten.........................................
Mario
Ich möchte mich hier aber gar nicht an der Diskussion über "fremdländische" Arten, die bei uns angeblich ausgesetzt wurden, beiteiligen. Sondern mich nur auf die spärliche Information über die Vergiftungssymtome beschränken.
Werden Menschen von Giftschlangen gebissen, wird das meist als Abwehrbiss bezeichnet. In diesem Fall wird oft gar kein Gift abgegeben (Trockenbiss) oder nur eine geringe Menge. Im Gegensatz dazu der sogenannte Beutebiss, bei dem eine meist erheblich höhere Dosis verabreicht wird.
Der Übergang zwischen beiden ist fließend.
Es fällt daher schwer zu beurteilen, ob eine kleine Viper viel, eine groß(ere) wenig Gift injiziert hat.
Und damit kommen wir schon zum Kern der hier gegenständlichen Sache.
Das Gift der Macrovipera-Arten ist jenem "unserer" Hornotter sehr ähnlich, obwohl es bei beiden - je nach Herkunftsgebiet - durchaus Unterschiede in der Zusammensetzung gibt (geben kann).
Außerdem reagiert jeder Organismus (auch von Mensch zu Mensch) etwas anders auf einen Schlangenbiss.
Die im Zeitungsbericht angesprochenen Symptome - Schwindel und Übelkeit - sind durchaus normale Erscheinungen nach einem "europäischen" Vipernbiss. Es handelt sich dabei aber um sogenannte Sekundärvergiftungserscheinungen. Primäre Reaktionen wären starke Schmerzen an der Bissstelle und Anschwellen des gebissenen Gliedes mit späterer Rot-, Blau-, Grünverfärbung (kommt vom austretenden Blut in das Gewebe).
Aber es gibt durchaus belegte Fälle, wo eben diese Primärvergiftungserscheinungen nur minimal oder gar nicht auftreten und die sekundären erstere übertreffen.
Ich habe sowohl Bisse einer Hornotter als auch einer großen Levanteotter (Macrovipera lebetina obtusa) hinter mir, letzteren ja mit den "weltweit" bekannten Folgen. Und es gab keinen wirklichen Unterschied bei den Vergiftungserscheinungen, abgesehen davon, dass bei der Levanteotter eine mehrfache Giftmenge als bei jenem der Hornotter injiziert wurde, was zu den schweren Komplikationen führte.
Ich (und wohl auch die meisten mit solchen Vergiftungen vertrauten Personen) würde mich nicht trauen, nach einigen Stunden nach dem Biss auftretenden Symptomen (aber auch nicht kurz nach dem Biss) eine Vipernbestimmung abzugeben - noch dazu zwischen zwei so nahe verwandten Arten.
Und der Abstand von etwa 2 cm zwischen den Bissmarken der Giftzähne spricht auch nicht gegen eine Vipera ammodytes von rund 80 cm oder mehr.
Aber wenn die Frau Happ eine harmlose Amurnatter, Elaphe schrenki (Steyr, 2011) als "giftige" Boiga dendrophila bestimmt, muss man ihr auch eine (Fern)Diagnose anhand von Vergiftungserscheinungen zutrauen.
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Mario Schweiger
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
Vipersgarden hat geschrieben:Ich (und wohl auch die meisten mit solchen Vergiftungen vertrauten Personen) würde mich nicht trauen, nach einigen Stunden nach dem Biss auftretenden Symptomen (aber auch nicht kurz nach dem Biss) eine Vipernbestimmung abzugeben - noch dazu zwischen zwei so nahe verwandten Arten.
Tja, der Profi kann hier gar die Unterart exakt bestimmen!
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- Vipersgarden
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Re: Mann ignorierte Schlangenbiss
pewter hat geschrieben:Vipersgarden hat geschrieben:Ich (und wohl auch die meisten mit solchen Vergiftungen vertrauten Personen) würde mich nicht trauen, nach einigen Stunden nach dem Biss auftretenden Symptomen (aber auch nicht kurz nach dem Biss) eine Vipernbestimmung abzugeben - noch dazu zwischen zwei so nahe verwandten Arten.
Tja, der Profi kann hier gar die Unterart exakt bestimmen!
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