Gebissen

Herpetologie und die Medien

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Gebissen

Beitragvon Max Pöchhacker » Fr Feb 22, 2013 2:00

Hi FFolks

Nicht der erste derartige Artikel
und sicher auch nicht der Letzte .. .
Stmk.ORF.at

Ich frage mich einmal mehr ob hier echte Faszination für das Tier oder
das Bedürfnis nach einer Persönlichkeits-Prothese des Halters vorliegt.

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Re: Gebissen

Beitragvon Mamba » Fr Feb 22, 2013 9:35

LieberMax,
wenn man die Frage so stellt, beschleicht mich das Gefühl, dass man eher zu Zweitem tendiert.

Ich habe ein bisschen mehr Informationen als die Presse.

Die Giftschlangenhaltung war gemeldet, also legal, und der Halter hat die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen erfüllt. Weiters gab's eine seriöse Vorbereitung auf den Ernstfall, inklusive Notfallplan resp. Behandlungspläne für die Ärzte, und die Rettungskette hat sehr gut funktioniert.
Unbeteiligte Dritte waren zu keiner Zeit gefährdet.
Ein Bilderbuchbeispiel dafür, wie's eigentlich sein sollte.
Ausserdem bitte ich, zu berücksichtigen, dass der Halter bei der Untersuchung resp. Behandlung gebissen wurde, also trotz Gefahr, die im Umgang mit Giftschlangen immer besteht, Verantwortung für ein krankes Tier übernommen hat.
Liebe Grüsse
Peter

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Re: Gebissen

Beitragvon Max Pöchhacker » Fr Feb 22, 2013 13:26

Hallo Peter

Freut mich wieder einmal von Dir zu lesen !
Mamba hat geschrieben:LieberMax,
wenn man die Frage so stellt, beschleicht mich das Gefühl, dass man eher zu Zweitem tendiert.

:->
Dabei habe Ich wirklich versucht keine Suggestiv-Frage zu formulieren.

Ich habe ein bisschen mehr Informationen als die Presse.

Fein !
Die Giftschlangenhaltung war gemeldet, also legal, und der Halter hat die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen erfüllt. Weiters gab's eine seriöse Vorbereitung auf den Ernstfall, inklusive Notfallplan resp. Behandlungspläne für die Ärzte, und die Rettungskette hat sehr gut funktioniert.
Unbeteiligte Dritte waren zu keiner Zeit gefährdet.
Ein Bilderbuchbeispiel dafür, wie's eigentlich sein sollte.

Beeindruckend - Da ist doch eigentlich die totale Ausnahme, oder nicht ?
Ausserdem bitte ich, zu berücksichtigen, dass der Halter bei der Untersuchung resp. Behandlung gebissen wurde, also trotz Gefahr, die im Umgang mit Giftschlangen immer besteht, Verantwortung für ein krankes Tier übernommen hat.
Liebe Grüsse
Peter

Danke für deine klärenden Worte.

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Re: Gebissen

Beitragvon patrick4950 » Fr Feb 22, 2013 13:29

Vom lieben "Papa Staat" und der fast lieben "Mama EU" wird alles mögliche verboten, warum nicht die Haltung von solchen Tieren?

Mich wundert es immer wieder, wie solche Unfälle in den Medien großartig geschrieben und veröffentlicht werden. Jeder Halter ist für sich selber verantwortlich. Solche Tiere dürften für mich von Privatpersonen nicht gehalten werden (egal ob die Richtlinien und Auflagen erfüllt werden).

Wenn ich mit meinen Auto gegen einen Baum fahre, wird es auch nicht so groß veröffentlicht. Ich habe mein Auto selber gekauft, habe meine Überprüfungen gemacht, bin selber eingestiegen und hab dann selber den Unfall gehabt = selber Schuld.

Ich finde Reptilienzoos eine super sache. Hier werden die Tiere mehr oder weniger artgerecht gehalten, bekommen die verpflegung die sie brauchen, werden in einem Naturnahen Terrarium gehalten,... Es dürfte für giftige Tiere (egal ob Schlangen, Spinnen,...) nur sowas geben. Private Haltung gehört verboten. Ich möchte nicht wissen, wie viele Tiere ausgesetzt werden, die dann (zum glück oder leider) spätestens im Winter bzw Herbst sterben müssen, weil sie die Witterung bei uns nicht aushalten.

Ich habe sicher eine nicht ganz vollziehbare Meinung für euch, aber so ist es (meiner Meinung nach halt).

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Re: Gebissen

Beitragvon Mamba » Fr Feb 22, 2013 14:25

Ich finde Reptilienzoos eine super sache. Hier werden die Tiere mehr oder weniger artgerecht gehalten, bekommen die verpflegung die sie brauchen, werden in einem Naturnahen Terrarium gehalten

Eine sehr tendenziös gefärbte Behauptung.
Weder ist garantiert, dass in jedem Reptilienzoo die Haltung optimal ist, noch trifft der hier suggestiv vorgebrachte Umkehrschluss zu, dass in Privathänden eine artgerechte Haltung mit der richtigen Verpflegung (LOL) oder naturnahen Setups nicht möglich wäre.

Ich habe sicher eine nicht ganz vollziehbare Meinung für euch, aber so ist es (meiner Meinung nach halt).


Ist es denn wirklich Ihre eigene, selbst gebildete Meinung, oder hatten dabei nicht verschiedene sensationelle Pressemeldungen und/oder einseitig übertriebene Ergüsse irgendwelcher Organisationen einen Einfluss darauf?

Ich möchte nicht wissen, wie viele Tiere ausgesetzt werden


Dieses überstrapazierte Argument ist sattsam bekannt und ist als solches nicht explizit gegen Giftschlangenhaltung verwertbar.
Ausgesetzt wird doch heute Alles, Katzen, Hunde, gelegentlich mal ein Königspython oder ein Leguan, ja sogar ab und zu Säuglinge.
Ausgesetzte Giftschlangen gibt's aber sehr wenig bis gar keine, und das liesse sich bei näherem Hinsehen auch kaum durch Verbote verhindern. Derartige Machenschaften spielen sich nur im illegalen Bereich ab, wohl kaum bei Haltern, die ihre Tiere ordnungsgemäss gemeldet haben.

Niemand will Probleme in der Terraristik im Allgemeinen, und auch in der Giftschlangenhaltung speziell, bestreiten oder schönreden. Gute, taugliche Instrumente zur Lösung können aber nur Regulierungen und Kontrollen, niemals Verbote sein - und gerade hier geht die Steiermark, wo dieser Unfall passiert ist, einen guten, vorbildlichen Weg.

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Re: Gebissen

Beitragvon Max Pöchhacker » Fr Feb 22, 2013 14:44

Hallöchen .. .
patrick4950 hat geschrieben:Vom lieben "Papa Staat" und der fast lieben "Mama EU" wird alles mögliche verboten, warum nicht die Haltung von solchen Tieren?

Weil " Papa & Mama " leider/gottseidank ein Problem damit haben Afficinados und junge Menschen mit
einem Bedürfnis nach lebendigen & giftigen Prestige-Subjkekten sauber zu trennen.

Es ist auch nicht selten so, daß Letztere zu Ersteren erleuchtet werden / kathartisieren. :->

Mich wundert es immer wieder, [...]
. .. Ich habe sicher eine nicht ganz vollziehbare Meinung für euch, aber so ist es (meiner Meinung nach halt).
Geh was ! - Das ist IMHO durchaus nachvollziehbar.

Ich frage mich halt viel mehr wie man das Handling der Sache verbessern, also Tierleid minimieren kann
ohne das Kind/Reptil mit dem Bade wegzuschütten.

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