Tod durch Aspisviperbiss

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Tod durch Aspisviperbiss

Beitragvon klintzkopf » Do Jun 20, 2013 2:17

Hallo Forum,

der Reptilienexperte Dieter Zorn ist während einer seiner Shows am Biss einer Aspisviper gestorben:

http://www.welt.de/vermischtes/kurioses ... -Biss.html

Denkt ihr dieser Kommentierer liegt richtig, wenn er schreibt: "Um an einem Aspisviper-Biss zu sterben muss eine Vorerkrankung vorhanden gewesen sein. Aspisvipern sind weniger giftig als Kreuzottern und die sind nahezu zu vergleichen mit einem Wespenstich."

Viele Grüße
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Re: Tod durch Aspisviperbiss

Beitragvon Mamba » Do Jun 20, 2013 10:10

Das ist Blödsinn!
Jede Giftschlange hat das Potential, einen Menschen umzubringen, wenn die Umstände passen.
Ich selbst bin einmal wegen eines solchen "Wespenstichs" 5 Tage auf einer Intensivstation gelegen.
Allein der Vergleich zwischen Kreuzotter und Aspisviper ist unzulässig, wenn man an die regional unterschiedlichen Giftzusammensetzungen denkt.
Ich denke nicht, dass das mit irgendwelchen "Vorerkrankungen" zu tun haben muss.
Unter unglücklichen Umständen kann auch eine Aspisviper einen gesunden, kräftigen Mann umhauen.
Unglückliche Umstände können sein: Mehrfachbisse mit grösserer Giftmenge, Bisse in ein Gefäss, Vorliegen einer Allergie etc. - und Rettungskräfte, die das Falsche tun.
Die Verabreichung eines Gerinnungshemmers ist jedenfalls sehr kurios, wenn man die 2-stufige Auswirkung von Hämotoxinen kennt und weiss, dass genau das Gegenteil von verstärkter Gerinnung ein grosses medizinisches Problem bei vielen Schlangenbissen darstellt.

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