Schlangenbeute ?

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Schlangenbeute ?

Beitragvon Snake23 » Sa Mai 01, 2010 20:58

Möchte gerne Eure Meinung dazu wissen.
Hab heute diese große verendete Smaragdeidechse gefunden. Ca. eine halbe Stunde vorher lag sie noch nicht da. Es war nicht die geringste Verletzung ersichtlich, einfach nichts (auch eine menschenleere Gegend)!
Wie ich sie gesehen hab, war ich schon 2 Meter vor ihr, und hab mich sofort langsam zurückgezogen, und eine halbe Stunde zugewartet, aber außer mir zeigte niemand interesse an der Echse.
Falls also eine Schlange für den tot verantwortlich war, hab ich sie mit sicherheit schon vorher leider verscheucht, und es ärgert mich schon, daß ich nicht ganz so vorausschauend gegangen bin, wie auf dem Hinweg.
Zum Fundort: ein Hornotter -Gebiet, aber auch Äskulaps und Ringelnattern sind hier präsent. Trotzdem, wie gesagt- keine ersichtlichen Bissspuren.
Grüße
Snake23
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Beitragvon Max Pöchhacker » Sa Mai 01, 2010 22:04

Hi Snake

Ich wurde am Mittwoch mehrfach von einer Äskulap gebissen.
Die Stellen waren nur erkennbar weil Blut austrat.
Bei meinem Freund das gleiche.

Ich halte einen Giftbiss für plausibel.

M.P.

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Beitragvon Cornelia » Sa Mai 01, 2010 22:34

Wie wärs mit Vogel, oder Schlingnatter?
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Beitragvon pleurodeles » Sa Mai 01, 2010 23:03

Eine Schlingnatter kann ich mir nicht vorstellen, für die ist eine ausgewachsene Smaragdeidechse sicher zu groß. Ein Vogel wäre schon eher denkbar, allerdings sollte man dann wahrscheinlich äußere Verletzungen sehen.
Ansonsten fällt mir hier beim besten Willen nichts ein... Dass das Tier ein Bad genommen, und sich dabei mit dem Chytridpilz infiziert hat, klingt ja auch nicht gerade plausibel :wink:

LG,
Günther

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Beitragvon Snake23 » So Mai 02, 2010 9:32

Max Pöchhacker hat geschrieben:
Ich wurde am Mittwoch mehrfach von einer Äskulap gebissen.
Die Stellen waren nur erkennbar weil Blut austrat.
Bei meinem Freund das gleiche.


Hi Max, vielleicht solltest Du es Dir doch überlegen, Dir zum Messen von Blutdruck und Puls, ein elektronisches Gerät
anzuschaffen :D :D :D :D
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Beitragvon reseptor » So Mai 02, 2010 13:59

Wie sieht es mit Hauskatzen aus, die spielen oft lang mit Ihren Opfern und lassen sie dann, wenn sie sich nicht mehr bewegen einfach liegen!!
Unsere "EX" Hauskatze konnte ich öfter mal eine unverletzte Maus abschwatzen und flink sind die wuscheligen Haustiger auf alle Fälle, sie hat sogar ein Eichkätzchen erbeutet!!!
Sonst fällt mir leider nichts ein, da das Tier scheinbar unverletzt ist. Wäre es ein Greifvogel gewesen, müßten irgendwo Krallenabdrücke oder eine Schnabelbissveletzung(z.B Turmfalke Bisstöter) irgendwo sein da so ein Tier sich doch sehr winden und beißen kann.
Äskulapnatter wäre eine gute Erklärung, den die Würgespuren würde man von aussen nicht erkennen können!!

..übrigens scheint das Tier schon "hart" zu sein, könnte auch schon von gestern sein, oder täusche ich mich????????????????

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Beitragvon Snake23 » So Mai 02, 2010 14:20

Hi reseptor, eine Hauskatze schließe ich aus, da es im Umkreis von 2-3 km keine Häuser gibt. Auch müßte eine Katze bei so einer großen Echse schon ihre Krallen einsetzen, um das Tier in schach zu halten - und das müßte man auf alle Fälle sehen.
Das Tier war noch total elastisch/weich und hat lediglich etwas Farbe verloren - also frisch. Auch weil ich ja wie erwähnt den Weg 30 min. vorher schon gegangen bin.
Wenn man eine Krankheit ausschließt, halte ich es eigendlich für einen Hornotterbiss. Den wird man wahrscheinlich speziell auf der Oberseite nicht erkennen.
Grüße
Snake23

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Beitragvon reseptor » So Mai 02, 2010 17:34

Ja du hast schon Recht, auch bei einer Hauskatze müßten Bißspuren zu sehen sein, aber was will eine Hornotter mit so einer großen Mahlzeit - die Smaragdeidechse ist ja fast halb so groß wie die Horny!!

lg. reseptor
PS: die schwarze Ameise auf dem Bild wird`s wohl nicht gewesen sein --- ODER :D :D :D :D

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Beitragvon Max Pöchhacker » So Mai 02, 2010 17:47

Snake23 hat geschrieben:
Hi Max, vielleicht solltest Du es Dir doch überlegen, Dir zum Messen von Blutdruck und Puls, ein elektronisches Gerät
anzuschaffen :D :D :D :D

:->
Die Sache ist eigentlich so, Ich hab ein entsprechendes Gerät,
nur die Äskulap wollte wohl ein bisserl nachmessen .. .

D'Ehre
M.P.

PS: Was meinst Du, jetzt wo Ich das mit dem VideoaufYouTuberaufladen drauf hab,
soll Ich dieses Video auch reinstellen ?

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Beitragvon Snake23 » So Mai 02, 2010 22:26

@ Max: auf alle Fälle!! Wenns geht - ansonsten falls Du "shrink-programme" brauchst, einfach melden.
@reseptor
Du muß bezüglich den Hornottern noch viel lernen! Auch wenn die Smaragdeidechse ca. 25cm hatte, ist die für eine ausgewachsene Hornotter eine "normalmahlzeit". Die Hornotter auf meinem ersten Bild von heuer, hat die 80cm locker überschritten, und ich habs mir wirklich dreimal überlegt, den Stein, unter dem sie sich in Sicherheit gebracht hat umzudrehen !
Grüße
Snake23
P.S. zu der Ameise: die Waldpolizei funktioniert hervorragend. Nachdem ich die Echse für die Bilder auf den Baumstumpf gelegt hab, waren die sofort da. Und ich muß schon sagen, daß ich solche großen "Soldaten" sehr selten sehe.
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Beitragvon Max Pöchhacker » Mo Mai 03, 2010 12:36

Snake23 hat geschrieben:@ Max: auf alle Fälle!! Wenns geht - ansonsten falls Du "shrink-programme" brauchst, einfach melden.
[...]


Hallo Snake

Inzwischen geht es schon reibungslos.

Hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=QP-9ntILbpE

Dazu noch Folgendes :
Es ist natürlich auch in 720p-Auflösung,
es wurde allerdings im Makro-modus aufgezeichnet.
Dieser weist nur wenige Zentimeter Schärfentiefe auf.

Ich hoffe Du ( und auch alle anderen hier ) magst es trotzdem. 8)

Max

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Beitragvon Mamba » Mo Mai 03, 2010 13:23

Die Hornotter auf meinem ersten Bild von heuer, hat die 80cm locker überschritten


Locker überschritten würde doch wohl so um die 90 cm bedeuten.
Natürlich wurde das Tier weder fotografiert noch vermessen.
Den Fall ausgeschlossen, dass da nicht etwas "Ausgesetztes", sondern wirklich ein einheimisches Exemplar gesehen wurde, muss ich diese Massangabe stark anzweifeln.
Die Tiere, die ich in dem Gebiet schon angetroffen habe (und das sind nicht wenige), bewegen sich meist um 60 bis maximal 70 cm, wobei 70 bei dieser Standortvariante schon ein ziemliches Kaliber ist.
Ich spendier' Dir sofort eine Kiste Villacher Bier für den nachvollziehbaren Nachweis einer original Schütt-Hornotter von 80 cm oder mehr, ab 90 cm sogar deren zwei!
Prost!

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Beitragvon Snake23 » Mo Mai 03, 2010 16:20

Hi Peter, 80 locker überschritten heißt für mich nicht automatisch 90 sondern vieleicht 83, 84 , 85 , oder vielleicht auch nur 78,5. Beim Schätzen dieser großen Tiere im freien Glände ist es schon extrem schwierig. Auch weil das ja eine Ausnahmesituation und nicht die Regel ist. Im erstem Moment bist du immer wieder komplette baff, wenn Du so einer begegnest. Ist ungefähr gleich rar, wie ein Jungtier. Nur mach ich mich hier sicher nicht zum Affen, wenn ich meine geschätzten Größenangaben überspanne (im Prinzip liege ich bei meinen Schätzungen drunter).
Auf die Kiste Bier freue ich mich schon, zumal Du die ja vorbeibringen mußt, und wir die wohl zusammen austrinken werden. Für zwei Kisten wird dieses exemplar wohl nicht reichen, aber es liegt im Bereich des Möglichen.
Wird also in Zukunft ein Massband bei meiner Schütt-Ausrüstung dabei sein, auch wenn ichs erst nachdem das Tier weg ist an die betreffende Stelle legen werde. Das Fangen, Messen und noch dazu ein paar Bilder zu machen ist mir bei den großen Hornottern ehrlich gesagt zu stressig und zu gefährlich. Auch weil ich zu fast 100% alleine unerwegs bin.
Falls es aufhört zu regnen, werd ich heute oder morgen zu der Stelle hinfahren/gehen, und zumindest das Schneckenhaus abmessen. Falls das nicht mehr da ist, ist der gesplitterte Stein links von dem Tier sicher auch ein Abmessungs- Anhaltspunkt zum Kopf, und damit zur Größe des Tieres.
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Verregnete Grüße
Snake23

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Beitragvon reseptor » Mo Mai 03, 2010 16:37

Ja da werd ich wohl noch ein bischen üben mit den "würmchen" die ich in der Schütt gefunden habe!! :cry: :cry: :cry: :cry:

Größenangaben in freier Wildbahn sind immer so eine Sache vor allem ist in diesem Moment der Blutdruck meist ein wenig erhöht! :D :D

Maßband werd ich jetzt aber wirklich zu den Pflichtgegenständen machen, den Vorort ergibt sich immer einen Anhaltspukt um später nachzumessen, kann ja meine Äskulapnatter von letzter Woche nicht mal genau angeben!! :oops:

lg. reseptor

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Beitragvon Snake23 » Mo Mai 03, 2010 18:29

Deine "Würmchen" haben auch Eltern! Du wirst früher oder später auch auf so eine große treffen, und ich garantiere Dir, daß es Dir zu diesem Zeitpunkt scheißegal sein wird, ob Du ein Maßband dabei hast, oder ob Deine Kamera richtig eingestellt ist. Auch wird es einem erst dann so richtig bewußt, wie oft man in der Vergangenheit leichtsinnig war. Wir sind ja nicht auf Spazierwegen unterwegs, sonder wirklich richtig in der Pampa. Was soll man da auch, es gibt keine Schwammerln, fast keine Blumen, ein paar Schmetterlinge, ansonsten nur Steine, Steine, Steine.....
Auch bei der letzten gingen mir wieder Gedanken durch den Kopf, wie z.B. steh ich da regungslos auf der Steinhalde, und versuche von der Hornotter ein halbwegs schönes Bild zu machen. Aber was ist unter mir - eben lose zerklüftete Steine, und von unten gesehen kann so eine Hosenröhre ein verlockendes Zufluchtsgebiet sein.
Wie gesagt eben "Gedanken" die einem so durch den Kopf gehen Auf alle Fälle werde ich auch in Zukunft wieder etwas vorsichtiger sein. Einen Vollbiss von der größe meiner ersten (80,5 cm) in dieser Saison möchte ich nie erleben.
Grüße
Snake23

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