Rhein und Nahe

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Rhein und Nahe

Beitragvon Joey Santiago » Sa Mai 15, 2010 18:04

Moin allerseits!

Für genau eine Woche war ich im Rheingau-Taunus und an der Nahe bei Schloßböckelheim. Und dem Anschein nach hatte ich mir genau die richtige Woche ausgesucht, denn es wurde nie richtig warm und die Sonne ließ sich auch so gut wie nie blicken. Trotzdem konnte ich einen Teilerfolg erzielen, wie die folgenden Bilder zeigen.

Bei Eltville am Rhein konnte ich meine ersten zwei Äskulapnattern in Deutschland finden:

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Darüber hinaus ebenda eine vorjährige Ringelnatter, die, man sieht es auf dem Bild kaum, kurz vor der Häutung stand:

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Tja, dann, nach drei Tagen Aufenthalt, ging es nach Rheinland-Pfalz an die Nahe bei Schloßböckelheim, wo ich gleich am ersten Tag die einzige Schlange unter einem Stein finden sollte. Eine Schlingnatter:

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Das war's dann auch mit Schlangen, weil der Wettergott die Temperatur noch weiter runterschraubte, was mir kaum möglich erschien ;-)

Nur noch eine alte männliche Blindschleiche wollte vor meiner Kamera posieren:

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Keine Smaragdeidechsen, null Würfelnattern, auch keine weiteren Ringelnattern. Und an Mauereidechsen war auch nicht zu denken.

Ein Notprogramm musste her, und so fotografierte ich eine klassische Requisite des Weinbergs:

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Immerhin stieß ich in einem alten Weinberg per Zufall noch auf den Diptam, während um mich herum Wendehals, Turteltaube, Pirol und eine ganze Armada Nachtigallen ihr Konzert vortrugen:

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An meinem letzten Tag (heute) suchte ich noch den Feuersalamander, fand aber nur Aronstab:

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Das war's auch schon, ich muss wohl noch ein zweites Mal an die Nahe fahren, wo es sehr schön, geradezu atemberaubend ist!

Ornithologisches Highlight war übrigens die Zippammer, die ich mit einem Lächeln meiner D-Liste hinzufügen, aber leider nicht fotografieren konnte. Sie ist schon sehr hübsch! Weitere Vögel, die mir im Laufe der Woche begegnet sind und die ich zum Teil auch ablichten konnte, könnt ihr auf www.club300.de betrachten.

Fazit: Es war ein Hauch von Österreich oder gar Mittelmeer zu spüren. Manchmal kann man schon ein bisschen neidisch werden auf euch, weil ihr, aus herpetologischer Sicht betrachtet, strategisch günstiger platziert seid als ein Ostfriese ;-)

Beste Grüße von Frank
Zuletzt geändert von Joey Santiago am Mo Jul 12, 2010 20:44, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitragvon reseptor » So Mai 16, 2010 10:21

SUPI ---schöne Bilder

Endlich wieder mal einer der bei dem Sau-Wetter was gefunden hat, und auch die Bilder mal mit was anderem (Blumen) verziehrt(Dipdam hab ich überhaupt noch nie gesehen und Aronstab nur in Salzburg)

Die Vogalen sind da schon etwas verlässlicher, die stört das Wetter nicht!!


windig-kalte Grüße aus Osttirol
reseptor

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Beitragvon Gerald » So Mai 16, 2010 18:14

Wirklich schöne Fotos! Welches Objektiv hast Du benutzt bzw. irgendwelche speziellen Weisabgleich - Arbeitsabläufe?

Schöne Grüße
Gerald

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Beitragvon Joey Santiago » So Mai 16, 2010 21:07

Moin Gerald,

das "Geheimnis" der Bilder liegt darin, dass ich an den Kameraeinstellungen nichts geändert habe und es somit kein Geheimnis gibt ;-)
Der Weißabgleich steht somit auf Automatik, alles andere auch. Einmal habe ich den Weißabgleich auf "cloudy" gestellt, weil es bedeckt war, aber das Resultat war dermaßen gelbstichig und unnatürlich, dass ich sofort den Hebel wieder umgelegt habe. Farbwiedergabe und so weiter ist also auch absolut passend und natürlich.

Für Reptilien benutze ich das 2,8/180mm von Tamron, das man auch freihändig sehr gut einsetzen kann. Bei diesen Bildern habe ich nur bei der Blindschleiche ein Stativ eingesetzt.

Und für Vögel habe ich das 4,0/300mm von Canon. Wie man fotografiert, ist einem selbst überlassen, da sind die Geschmäcker eben individuell. Ich mag es eben, wenn gerade bei Schlangen die Schärfe in Unschärfe übergeht. Das hat dann was Geheimnisvolles. Das ist eigentlich alles...

Beste Grüße von Frank

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