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Beitragvon Joey Santiago » Do Jan 28, 2010 19:54

Moin allerseits!

Ich habe da mal eine Frage. In etwa vier Wochen, sofern das Wetter mitspielt, kommen hier in Ostfriesland erfahrungsgemäß die Kreuzottern aus dem Winterquartier. Und weil ich keine Lust mehr auf Dias habe, möchte ich mir eine digitale Kameraausrüstung zulegen. Aufgrund guter und langjähriger Erfahrungen mit dieser Marke (T 90) habe ich mich für die semiprofessionelle D50 von Canon entschieden. Und bezüglich des Objektives habe ich nun die Qual der Wahl: Entweder ich nehme das 180mm Macro von Canon (ca. 1400€) oder aber das vergleichbare Modell von Sigma, das nur halb so teuer ist ;-) Natürlich möchte ich, falls möglich, Geld sparen, aber nur dann, wenn es nicht zu Lasten der Bildqualität geht.

Hat hier jemand mit dem Sigma Erfahrungen gesammelt? Sind gar entsprechende Bilder hier in den tollen Reiseberichten zu sehen?

Ich würde mich sehr über sachdienliche Tipps freuen!

Beste Grüße aus dem hohen Norden von Frank

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Beitragvon pewter » Do Jan 28, 2010 20:08

Hi,

ob das wetter mitspielt wollen wir ja mal sehen ;-)
ich hätte kein problem wenn es noch etwas dauert - hab noch jede menge zeugs zu erledigen bevor es los geht :lol:

zurück zum thema, was willst du denn machen?
also was für fotos zu welchen zweck?

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Beitragvon Joey Santiago » Do Jan 28, 2010 20:13

Tach Pewter,

ich möchte, wie bisher auch, nur eben digital, kleine Tiere fotografieren. Vor allem Reptilien, Amphibien, Schmetterlinge und Libellen...

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Beitragvon bogi » Do Jan 28, 2010 20:49

Also ich Knips hauptsächlich mit der Canon Eos D 40, und benütz momentan nur Sigma Objektive (ein 70mm und ein 50-150 mm).
Bin mit ihnen total zufrieden.
Schau dir mal meinen Kreta-Bericht an, da hab ich einige Bilder mit der 50-150mm aufgenommen.

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Beitragvon pleurodeles » Fr Jan 29, 2010 1:53

Hallo Frank,

was die Brennweite betrifft, sind 180mm gerade für sehr mobile Tiere wie eben Schmetterlinge oder Libellen sicher gut gewählt. Mit einem 100er zB, wie ich es verwende, muss man sich schon recht nahe an die Objekte anpirschen, um sie groß auf´s Bild zu bekommen, und da sind sie schon mal ganz schnell weg, bevor man den Auslöser drücken kann.

Mit Sigma hab ich selbst keine Erfahrungen, im Netz sieht man aber oft sehr schöne Aufnahmen, die mit Objektiven dieser oder vergleichbarer Marken gemacht wurden. Man hat mir jedoch mal empfohlen, immer Objektive derselben Firma wie das Gehäuse zu verwenden. Doch wie Du schreibst - das ist halt dann eine Kostenfrage. Prinzipiell denke ich nicht, dass der Unterschied so riesengroß ist (man hört da jedoch völlig konträre Meinungen).
Mit der 50D hast Du denk ich eine ausgezeichnete Wahl getroffen.

Die Bildautoren der Photos in der Rubrik "ReiseBerichte" auf dieser Seite verwenden meines Wissens "artgleiche" Objektive (sofern sie mit einer DSLR gemacht wurden).

Bogis Bilder von Kreta, die mit Sigma entstanden sind, findest Du übrigens hier:
http://www.herpetofauna.at/forum/viewto ... ight=kreta
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Viele Grüße,
Günther

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Beitragvon Joey Santiago » Fr Jan 29, 2010 7:23

Danke bis hierher.

Mir ist klar, dass das Objektiv "nur" die Grundvoraussetzungen schafft und dass die Bildbearbeitung in der digitalen Fotografie ein wesentlicher Faktor ist. Das Problem ist, Günther hat es angesprochen, dass es immer konträre Meinungen gibt, die mich verunsichern. Vielleicht gibt es noch weitere Meinungen...

Beste Grüße

Frank

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Beitragvon Vipersgarden » Fr Jan 29, 2010 9:23

Frank schrieb:
Mir ist klar, dass das Objektiv "nur" die Grundvoraussetzungen schafft und dass die Bildbearbeitung in der digitalen Fotografie ein wesentlicher Faktor ist.


Also das würde ich so nicht unterschreiben!
Sicherlich läßt sich unter Umständen aus einem nicht so perfekten Bild mit Bildbearbeitungssoftware noch einiges herausholen. Aber eigentlich sollte das Bild so wie es aufgenommen wurde, gut bis perfekt sein! Dazu gehört neben einem "guten Gehäuse" mit entsprechebdem Sensor, ein gutes Objektiv und Filter. Auch sollte jedes Objekt, egal welches Wetter immer mit einem externen TTL-Blitz aufgehellt werden. Und die manuelle Einstellung verwenden, dass man mit Blende und Verschlusszeit variieren kann!

Doch nun zum Objektiv:
Ich habe testweise für meine Nikon das original 105/f2.8 AFS VR Micro mit Bildstabilisator verwendet, und das selbe Objekt sofort nachher mit dem Sigma 105 f2.8 EX DG Macro und dem Tamron SP AF 90mm F/2,8 Di MACRO 1:1 (beide gibts leider nur ohne Bildstabilisator) fotografiert (immer mit den selben Einstellungen).
Beim Vergleich der Bilder am Bildschirm konnte ich keine Unterschiede feststellen, natürlich bis auf die unterschiedliche Brennweite des Tamron.
Entschieden habe ich mich dann für das Tamron (Preis - Leistungsverhältnis).
Ich würde auch so einen Test machen, wenn Du die Möglichkeit hast, verschiedene Objektive auszuprobieren!

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Beitragvon pewter » Fr Jan 29, 2010 11:29

Das ist ein recht umfangreiches thema und konträre meinungen gehören fix dazu. schau dich doch mal in den fotoforen um, erwachsene menschen gehen aufeinander los als würde es um leben und tot gehen. dabei gehts nur um das rauschverhalten der der neuen canon in 300% ansicht :lol:

also fangen wir hier auch gleich mal an damit ;-)

ich würde zum beispiel nie sagen daß ein perfekt gemachtes bild keine nachbearbeitung verträgt. das ist echt in den seltensten fällen der so. irgendwas kann man immer optimieren. vor allem sollte man bedenken, daß wir ja selten perfekte bedingungen haben. schlangen z.b. sucht man ja des öfteren bei recht grauem wetter. da kann kein perfektes foto entstehen. dazu kommt folgendes, je besser der body umso weniger wird ins bild eingegriffen. kurzum, einen kleine nikon d40 ist besser geeignet für nachbearbeitungsmuffel als eine D3. während die d40 die bilder schon gepimt ausgibt bekommt man sie bei der D3 in einer relativ luschigen form wo der amateur möglicherweise enttäuscht sein würde. aber der profi kann dann später beim bearbeiten das ganze in die richtung drehen die er mag oder braucht. daher sag ich mal, weniger ist manchmal mehr.
der trend daß jeder dödel eine spiegelreflex mit voller ausstattung braucht macht oft wenig sinn. viele wären besser bedient wenn sie ihre 4-5 urlaubsknipsbildchen mit einer handlichen kompakten machen. aber gut, nicht unser problem - bei reptilien würde ich fast immer (allein wegen der geschwindigkeit) eine spiegelreflex vorschlagen - und trotzdem gibt es auch für uns nachteile und viele beispiele von usern die mit kompakten hammer bilder machen.

Bild

und was den blitz anbelangt, es sind 2 total unterschiedliche welten die dabei rauskommen. das muß jeder so machen wie er es gern hat. ich z.b. finde bei insitu pics blitz fehl am platz ;-)

Bild

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Beitragvon Vipersgarden » Sa Jan 30, 2010 10:14

@pewter
Wenn ich mir Deine Musterbilder anschaue, möchte ich speziell zu den unteren folgendes anführen:
Den Schlagschatten kann man durch die Verwendung einer Streuscheibe oder indirektes Blitzen mit Reflektor vermeiden.
Und durch die geänderten Blendenwerte bekommt man eine deutlich höhere Tiefenschärfe (gut zu sehen bei der uniform braunen und roten berus).
Aber, wie Du richtig schreibst - das ist Geschmacksache! :roll:

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Beitragvon Christoph » Sa Jan 30, 2010 10:31

Ein interessantes Makro für die Canon ist sicher auch das neue 100mm mit IS.
http://www.dpreview.com/lensreviews/can ... s_usm_c16/

Die Bildqualität wird durchgehend als "sehr gut" bewertet.

Wenn du an der 50D, mit ihrem Faktor von 1,6, ein 180mm Makro verwendest, hast du eigentlich ein 290mm Makro. Das geht ohne Stativ kaum mehr und die Tiefenschärfe pendelt dann im Bereich von wenigen mm.
Beste Grüße

Christoph

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Beitragvon Joey Santiago » Sa Jan 30, 2010 12:03

Besten Dank allen, die interessante Hinweise geben konnten. Es ist (noch nicht ganz) vollbracht. Die Kamera ist bestellt, und mit dieser werde ich verschiedene Objektive testen (ein Händler hier hat es mir angeboten), weil die Angaben in Foren und auch in diversen Tests einfach zu unterschiedlich und manchmal eben dem Anschein nach auch nicht objektiv sind. Dasselbe Objektiv wird hier super und dort wieder als mangelhaft beurteilt.

Christoph schrieb: Das geht ohne Stativ kaum mehr und die Tiefenschärfe pendelt dann im Bereich von wenigen mm.

Mit meinem alten 200er habe ich stets mit Stativ fotografiert, und so soll es weitergehen. Man ist zwar nicht sehr flexibel, aber man kann eh nicht immer gewinnen ;-) Und auch einen Blitz setze ich nie ein. Aufnahmen von nachtaktiven Tierchen sind für mich also nicht machbar.

Ich bedanke mich bei euch und freue mich auf den nächsten Reisebericht!

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Beitragvon pewter » Sa Jan 30, 2010 12:19

@Mario
Deine methode für insitu pics funktioniert eigentlich nur wenn man wirklich viel geduld und elan hat. Die ausbeute am ende des tages sollte selbst für ein profi in einem ergiebigen gebiet recht gering sein. Zu viele faktoren die passen müssen und in der praxis meist nicht zutreffen. Selten liegen tiere offen und gut positioniert da und warten geduldig ab bis das ganze equipment positioniert ist.

@Chrsitoph
Ohne blitz und technik ist man dagegen viel flexibler und schneller. Das einzige problem was hier massiv auftritt ist wie du schon sagst die schärfentiefe. Da muß die position zum Objekt einfach günstig sein damit ein ansprechenden bild bei rum kommt. Scharf von kopf bis "fuß" geht nicht. Je nach geschmack möglicherweise ein KO kriterium. Ich hatte das 180er jetzt 4 Jahre in gebrauch - ausschließlich freihand. Ich nutze es in erste linie zur wiedererkennung. Mir reicht die kopfbeschuppung und ich bin glücklich. Natürlich versuch ich trotzdem nette bilder zu machen, aber nach möglichkeit ohne viel zeit zu verlieren. Kurzum, ich hab mit dem exif viewer mal meine "bestof" fotodatei ausgewertet. Fast alle bilder sind bei iso400 entstanden, wenige bei 200 oder 800. Belichtungszeiten liegen bei 1/400 bis 1/640. Blende von 3.5 bis 10 dabei ein deutlicher peak bei 5-8. Achja,die bilder oben sind natürlich auch mit dem 180er gemacht.

Da ich aus spaß mal von canon zu nikon gewechselt bin und keine lust hatte ein zwar sehr gutes aber teures, schnarchlangsames und uraltes 200 4.0er macro zu kaufen, hab ich jetzt mal das sigma 150er gebraucht genommen. Getestet hab ich es bisher allerdings nur einen Tag mal. Abgesehen davon, dass es eben ein sigma ist, ist das ding denk ich eine super alternatve zu einem teueren, schweren und langsameren 180er.

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