Todesfalle Otternzaun

Beobachtungen zur Paarungszeit

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Todesfalle Otternzaun

Beitragvon Christoph » Do Apr 08, 2004 15:56

An einem Teich im Waldviertel (Niederösterreich) fand sich auch ein sogenannter "Elektrischer Fischotterzaun". Diese elektrischen Barrieren sollen den Fischotter (Lutra lutra) von den Fischteichen fernhalten. Für Amphibien, die auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sind, bedeutet diese Art des „Naturschutzes“ den Tod.

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elektrischer Zaun um den Teich

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Bufo bufo

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Beste Grüße

Christoph

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Re: Todesfalle Otternzaun

Beitragvon Gast » Do Apr 08, 2004 16:09

Nachdem ich gestern Gelegenheit hatte, diese grausigen Fotos zu machen, war ich heute bemüht, die Naturschutzstellen in Niederösterreich, die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie und die Herpetofauna.at mit Bildern zu versorgen um ensprechende Gegenmaßnahmen in Gang zu bringen. Wer noch INFOS dazu liefern kann, möge dies tun!
Danke HT

PS: Link zur "Fischotter-Problematik": http://www.noel.gv.at/Service/RU/RU5/Ar ... hotter.htm

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Re: Todesfalle Otternzaun

Beitragvon Gast » Do Apr 15, 2004 7:48

Elektrozäune als Naturschutzmaßnahme? Was soll das denn?
Euer Froschfreund

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Re: Todesfalle Otternzaun

Beitragvon Gast » Fr Mai 14, 2004 13:11

DIESE ANTWORTMAILS FINDE ICH DAZU BEMERKENSWERT:

Wir haben solch einen Zaun in Bielefeld, Nähe Teutoburger Wald und der Besitzer des Grundstückes wies sogar selber auf die verbrannten Erdkröten hin.
Glücklicherweise sind es nicht allzu viele. Ich persönlich habe keine Idee wie man dieses Problem lösen könnte, es sei denn man entfernt den unteren Draht oder macht ihn stromfrei ...
Für Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

Happy day
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In diesem Frühjahr habe ich in der Ostschweiz einen Fall bearbeitet, bei dem zahlreiche Kröten und Frösche an einem Elektrozaun verendet sind, welcher gegen Marder und Iltis ca. 10 cm über dem Boden gespannt war. Das Problem liess sich einfach lösen, indem der Draht 20 cm über Boden angebracht wurde. Ob das beim Fischotter auch praktikabel wäre, weiss ich nicht.

Mit freundlichen Grüssen
Jonas Barandun
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OeKonzept GmbH, Tier- und Landschaftsökologie
Lukasstrasse 18, CH - 9008 St.Gallen
barandun@oekonzept.ch; www.oekonzept.ch
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Lieber Andreas
Uns ist das Problem seit längerer Zeit bekannt. Das Bundesamt in der Schweiz hat vor längerer Zeit ein Merkblätt herausgegeben, wie Elekrozäune korrekt aufgestellt werden. Nebst Amphibien können auch andere Kleintiere betroffen sein. Wir von der Karch habe vor einiger Zeit in den "News" - in unserem Mitteilungsblatt - daraufhin gewiesen. Da ich im Moment nicht an meinem Computer arbeite, kann ich Ihnen den kurzen Artikel nicht anheften. Falls Sie aber interessiert sind, hole ich dies gerne am Do nach. Generell kann man raten die unterste Litze mit einer Zange abzuhängen, damit diese nicht mehr elektrifiziert ist. Damit ist der Unterhalt minimiert.
Ich würde gerne auf unserer Homepage daraus hinweisen. Ich selber habe aber kein Bild zum Thema. Könnten Sie mir eines für unsere Homepage zur Verfügung stellen?
Freundliche Grüsse
Silvia Zumbach
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Ich habe darauf hin versucht Vertreiber dieser Zäune und den VDE auf die Problematik aufmerksam zu machen, habe ihnen auch einige Fotos gesendet und habe vorgeschlagen, die Zäune dahingehend weiterzuentwickeln, daß der untere Rand (ca 20-30cm wären gut)ohne Stromführung gehalten wird.
Ein erster Hoffnungsschimmer! LG HT

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Re: Todesfalle Otternzaun

Beitragvon Gast » Mo Mai 17, 2004 11:03

Guat, das bei mir dahoim koane Fischottern gibt, sunst miassat i noch 's fliegen lernen, nur um zan Wasser z'kummen. Aussadem Fischteich mog i net.

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Re: Todesfalle Otternzaun

Beitragvon Gast » Fr Jul 15, 2005 7:06

Erst mal zur Formulierung: Diese Art der Fischotterabwehr hat mit Naturschutz nichts zu tun, es geht nur um Verhinderung von Schäden in der Teichwirtschaft durch den Otter. Die Aktion Fischotterschutz e.V. testet zur Zeit einen neuartigen Elektrozaun, der keine (absolut keine) Tiere tötet, sondern nur den Otter abwehrt. Nähere Informationen direkt beim Otterzentrum.
www.otterzentrum.de

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