Fische im Laichgewässer?

Beobachtungen zur Paarungszeit

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Fische im Laichgewässer?

Beitragvon Richard » Fr Mär 26, 2010 20:25

Hallo,

Heute Nachmittag fand ich endlich wieder einmal Zeit, "meinen" Bach hier in Breitenfurt zu besuchen:

Bild

Diesen Bach teilen sich Feuersalamander und Grasfrösche als Laichgewässer. Die Frösche haben schon abgelaicht, einige waren heute noch im Wasser:

Bild

ABER: Heute habe ich erstmals einen Fisch in diesem Bach entdeckt!

Bild

Er ist ca. 12 cm lang. Der Bach ist ziemlich klein und flach. Wenn, dann müsste dieser Fisch bei Hochwasser heraufgewandert sein oder sich durch einige sumpfige Stellen durchgewühlt haben.

1. Kennt jemand diesen Fisch? Ich hätte auf Rotfeder oder Rotauge getippt, aber die Tiere auf den Bildern, die ich dazu gefunden habe, sahen höher aus.

2. Kann dieser Fisch auf natürliche Weise hierhergelangt sein (den Liesingbach hochgeschwommen), oder wurde der ausgesetzt?

3. Ist dieses Tier eine Bedrohung für den Amphibien-Laich?

Liebe Grüße,
Richard.

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Beitragvon pleurodeles » Fr Mär 26, 2010 21:32

Hallo Richard,

was die Art betrifft, tipp ich am ehesten auf eine Rotfeder. Im Unterschied zum Rotauge (oder Plötze), sind Rücken- und Bauchflosse nicht auf einer Höhe, sondern versetzt zueinander - was ja, wenn ich das richtig erkenne, bei Deinem Tier der Fall ist. Die Höhe des Fisches wird denk ich durch die Perspektive und die Lichtbrechung verzerrt.

Zu Deiner zweiten Frage kann ich nichts sagen, aber es gibt ja einen Fisch-Spezialisten, der sich öfters hier im Forum rumtreibt...;)

Ob ein einzelner Fisch (falls es dabei bleibt) eine große Bedrohung für den Amphibienlaich sein kann, weiß ich zwar nicht sicher, ich könnte mir aber vorstellen, dass er sich diese leichte Beute nicht entgehen lässt...

Interessante Beobachtung auf jeden Fall, ich hab noch nie eine Rotfeder in einem so kleinen Bach gesehen, noch dazu alleine (deutet vielleicht tatsächlich auf eine Aussetzung hin?)...

Viele Grüße,
Günther

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Beitragvon andi » Sa Mär 27, 2010 0:10

Rotfeder ist richtig.

Eingewandert (aufgestiegen) ist der Fisch sicherlich nicht. Rotfedern bevorzugen ja stehende, verkrautete Gewässer. Ich denke fast, dass es bachaufwärts einen Teich gibt aus welchem sie beim Abfischen (oder auch bei einem Hochwasser etc.) ausgespült wurde.

Der Fisch sieht auch nicht besonders fit aus. Die zahlreichen Schuppenfehler zeugen von einer turbulenten Vergangenheit.

An ein Aussetzen will ich auch nicht so recht glauben, es sei denn jemand hat wirklich Null Ahnung. Die Rotfeder wird in diesem Bächlein früher oder später eingehen. Ein wärmerer Sommer könnte schon genug sein...

MfG- Andi

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Beitragvon Richard » Mo Mär 29, 2010 8:29

Danke für eure Antworten!

@andi: Ja, da gibt es tatsächlich einen Fischteich. Der ist aber ein gutes Stück weiter bachaufwärts, an den hätte ich gar nicht gedacht.
Das wäre also plausibel.

Liebe Grüße,
Richard.

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Beitragvon rennfahrersepp » Mo Mär 29, 2010 16:48

Die Biberlacke in St. Pantaleon ist ein gehegtes Fischwasser. Dort sind Karpfen mit mehr als 10kg drin. Trotzdem versammeln sich um diese Zeit tausende Bufo bufo zur Laichablage. Braun- und Grünfrösche findet man ebenfalls im Gewässer.

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Fische Pappelteich

Beitragvon knallfrosch » Do Apr 01, 2010 5:30

Kennst du den Pappelteich, ein ehemaliges Militärschwimmbecken in Wien 23.Maurer Wald?


Dort sind ziemlich viele Goldfische drinnen (wahrscheinlich ausgesetzt...) und das schon seit einigen Jahren. Trotzdem wimmelt es nur so von Fröschen, Kröten und Molchen. Die Fische erfrieren allerdings zu einem Teil im Winter, da der Pappelteich nicht tief ist. Daher hält sich die Population einigermaßen in der Waage. Schlimm sind allerdings die Ausflügler - wenn das Wetter schön ist sieht man viele Eltern mit Kübel und Netz mit ihren Kindern zum Teich gehen.....

LG Knallfrosch

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