Alpensalamander

Feuersalamander, Alpensalamander

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Alpensalamander

Beitragvon Habichtskauz » So Apr 06, 2003 8:32

Mich würd interessieren, ob der Alpensalamander ein reiner Hochgebirgsbewohner ist, oder auch in höheren Mittelgebirgslagen bzw. (vielleicht als andere Unterart..) in Nordeuropa vorkommt.

Oder handelt es sich beim Alpensalamander sogar um eine in Bezug auf die Alpen endemische Art? D.h. ist sein Vorkommen auf die Alpen beschränkt, oder kommt er auch in anderen europäischen Hochgebirgszügen vor (Pyrenäen, Karpaten...)?

Mit Dank im voraus für eventuelle Antworten.

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Gast » Mi Apr 16, 2003 4:58

Alpensalamander (Wie der Name schon sagt!) leben nur in den Alpen!!! Nicht in Spanien aber vieleicht in Italien bei den Kapaten!
Tschüß! :)

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Gast » Mi Apr 16, 2003 10:35

Entschuldigung!

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Hannes » Mi Apr 16, 2003 13:41

Der Alpensalamander kommt ausschließlich (in einigen Unterarten bzw. "Arten" ) im Alpenraum und am nördlichen Balkan vor.
Also in: Ostfrankreich, Schweiz, Süddeutschland, Österreich, Norditalien, Slowenien und Kroatien.
In Norditalien besiedelt er einige isolierte Gebirgsstöcke. Dort kommt u. a. die Art Salamandra aurorae vor.
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Re: Alpensalamander

Beitragvon Habichtskauz » Mi Apr 16, 2003 17:06

Danke, Hannes, für die auführliche Antwort!
Demnach ist ja der Alpensalamander ein echter Endemit.

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Habichtskauz » Do Jun 05, 2003 20:43

In der Artbeschreibung ist zu lesen:

lebendgebärend, 2 vollständig entwickelte Jungtiere werden zur Welt gebracht, bei einer Tragezeit von 2 bis 3 Jahren.

Kann das sein? Die Reproduktionsrate wäre hier unglaublich niedrig - vor allem im Vergleich mit Tieren ähnlicher Größe etc.

Wie kann das überhaupt bestandserhaltend sein: Haben Alpensalamander eine so hohe Lebenserwartung sowie praktisch keine Feinde???

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Hannes » Fr Jun 06, 2003 6:44

Alpensalamander kompensieren ihre geringe Reprodultionsrate mit ihrer verborgenen Lebensweise (z. B. Geröllfelder oberhalb der Baumgrenze) und sind nur bei regnerischem Wetter außerhalb ihrer Verstecke. Als Feinde werden, wenn überhaupt, nur Alpendohlen, Elstern und Kreuzottern in der Literatur erwähnt. Alpensalamander werden mit Sicherheit älter als 10 Jahre.
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Re: Alpensalamander

Beitragvon Srutl » Fr Jun 06, 2003 8:01

Trotz der niedrigen Reprodunktionsrate ist der AS in Teilbereichen der Nordstaulage die mit Abstand häufigste Amphibienart. Die Dichteschwerpunkte liegen in montanen Wäldern von 800-1000 m SH(Fi-Ta, Fi-Ta-Bu) während er in der subalpinen und alpinen Zonen (Krummholz, Geröllfelder) deutlich seltener (aber immer noch die häufigste Art) ist.
Auf 900m konnte ich auf Flächen von 1 Ar (10x10m) bei starkem Regen öfters 20-40 Tiere finden. Auf 2000m hingegen findet man nur noch Einzeltiere.
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Re: Alpensalamander

Beitragvon Gast » Fr Jun 06, 2003 9:18

Lieber zwei vollentwickelte Jungtiere mit guten Ueberlebenschancen als 2000 Eier, von denen dann nur 1-2 überleben. Insofern ist die Strategie des Alpensalamanders schon bestandeserhaltend.

MfG
Benedikt

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Gerald » Fr Jun 06, 2003 9:53

aber wenn 1-2 überleben, ists ja im endeffekt das gleiche wie 1-2 Jungtiere am land :D

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Re: Alpensalamander

Beitragvon Habichtskauz » Fr Jun 06, 2003 16:02

Zuerst mal dank an alle für die rege Beteiligung! :)
Mir kommts jedenfalls noch immer reichlich seltsam vor, aber jedenfalls ist es schön zu hören, dass der Alpensalamander noch so häufig vorkommt (Srutl).

Letztes Wochenende hatte ich bei einer Wanderung in der oö. Dachsteinregion - bei typisch wechselhaftem (leichter Regen zwischendurch) Wetter - das Vergnügen, etliche dieser interessanten Tiere unter anderem bei der Paarung zu beobachten:

Bild

Der Wermutstropfen dabei war, dass etliche der Tiere (zum Teil sogar "Pärchen" ) von unachtsamen Wanderern "zbrodschd" (zertreten) vorgefunden wurden.
Als ich ein - zum Glück noch lebendiges - Paar zur Fotosession bat und gleichzeitig aus dem Gefahrenbereich dirigierte, wurde doch eine Wandergruppe aufmerksam, wo dann zu hören war: "Schaut's a Eidechsen!" ;)
Naja, eine Fehlbestimmung ist wenigstens besser als "zertreten". ;)

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