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Beitragvon Christoph » So Mär 04, 2007 20:26

So was ist mir noch nicht untergekommen, leben im Wasser, waren bis ca. 30cm lang, guten Millimeter im Durchmesser und am Hinterende eine Art Zange zum Festhalten. :?: :?:

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Beste Grüße

Christoph

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Beitragvon Franz » So Mär 04, 2007 20:34

Lieber Chris,

des san Saitenwiarma (Nemertini, Gordius sp.). - Oda i irr'mi g'woitig... :twisted:
Grüße aus dem Weinviertel
Franz

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Beitragvon Cornelia » So Mär 04, 2007 20:46

Die Wikipedia sagt dazu:
Die Saitenwürmer (Nematomorpha) sind ein Tierstamm der Häutungstiere (Ecdysozoa). Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich von dem griechischen nema, „Faden“ und morphe, „Gestalt“ ab. Die mehr als 320 Arten dieser Gruppe leben vor allem im Süßwasser, einige kommen jedoch auch im Meer vor. Die blässlich-weißen bis gräulich-schwarzen, manchmal auch bräunlich bis rötlich gefärbten Würmer sind in der Regel sehr lang und extrem dünn; es können Extremlängen von bis zu zwei Metern erreicht werden wie bei Gordius fulgur; die Tiere sind dabei aber nur maximal drei Millimeter breit.
Die Jugendformen der Saitenwürmer sind parasitisch. Sie besitzen einen Bohrapparat, mit dem sie sich in den Wirt (meist ein Insekt) einbohren können. Die erwachsenen Tiere verlassen nur zur Eiablage den Wirt und können zu dieser Zeit als Würmerknäuel besonders an Bächen gefunden werden.

Die süßwasserlebenden Arten leben in kleinen Pfützen, Tümpeln, Bächen, Flüssen bis hin zu Seen sowie in feuchten Böden. Es ist anzunehmen, dass ihre Verbreitung in diesen Gewässern weniger von den Vorlieben der Tiere abhängt als davon, in welche Gewässer sie von ihren Wirten gebracht werden. Austrocknende Kleinstgewässer wie Pfützen könnten für die Saitenwürmer eine Sackgasse darstellen; es ist bislang nicht geklärt, ob hier eine erfolgreiche Paarung und Infektion von Wirten möglich ist.

Mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Saitenw%C3%BCrmer
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Beitragvon Christoph » So Mär 04, 2007 20:51

Sehr interessant, vielen Dank!
Beste Grüße

Christoph

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Beitragvon Franz » Mo Mär 05, 2007 23:34

Liebe Leute,

habe vorhin aus der Hüfte geschossen (von der falschen Seite, bzw. falsche Saite angerissen). Die Nemertini sind die sogenannten Schnurwürmer, viel elegantere, räuberische Meeresbewohner; Conny hat's schon richtig erklärt: auf g'scheit heißen die Saitenwürmer NEMATOMORPHA oder GORDIACEA (nach der bekanntesten Sammelgattung Gordius - übrigens kommt wahrscheinlich von antiken Beobachtungen des Wasserkalbes - Gordius aquaticus, einem Schwimmkäferparasiten - die Bezeichnung vom"Gordischen Knoten") und gehören zu den NEMATHELMINTHES oder ASCHELMINTHES (den Schlauchwürmern). De wurln gaunz schee umanaund...
Grüße aus dem Weinviertel
Franz

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Beitragvon MD » Di Mär 06, 2007 11:32

Schade, wieder einmal zu spät.......
Also mir sind die Viecher von klein auf bekannt - die sind Dir noch nie aufgefallen?

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Beitragvon Franz » Di Mär 06, 2007 22:51

Liebe Leute,

loßt's Enk ned verscheißaln, natierli hod da Linne (aussprächen bitta scheen wia Rennee von Mundi Sackbaua) de Viecha noch'n Gordisch'n Knot'n benaunt und net um'kehrt...obwoi i bin ma net sicha, ob net aa da Aristoteles so a Knäul'l im Wossa gsehg'n hod - wia g'sogt, i kaun's net wiss'n, i woa net dabei (woahrscheinli z'mindest, außa i warat a Reinkarnation vom klaan Aleksandar dem Großn; de Mazedoniaa schrei'm eahm wirkli so...).

Übersetzung (weil der Großteil der Besucher sonst Schwierigkeiten hätte)... lasst Euch nicht veräppeln, natürlich hat Carolus Linnaeus (Carl Linné <der obige Klammerausdruck bezieht sich auf eine österreichische Fernsehserie der 70-ger und 80-ger Jahre: Ein echter Wiener geht nicht unter - also ein echter Wiener säuft, aber säuft nicht ab...>) die Tiere nach dem Gordischen Knoten der Griechischen Sagenwelt benannt und nicht umgekehrt (übrigens hat Herkules den Knoten ziemlich martialisch gelöst, später wurde dies auch von Alexander dem Großen behauptet, aber dieser kommt im obigen Absatz etwas weiter unten...) - obwohl ich mir nicht sicher bin, ob nicht auch Aristoteles so ein Knäuel im Wasser gesehen hat; wie gesagt, ich kann es nicht wissen, denn ich war nicht dabei (zumindest wahrscheinlich <nicht>, außer ich wäre eine Reinkarnation des kleinen Alexanders des Großen - herrlicher Genetiv! - Die Mazedonier schreiben ihn wirklich so: Aleksandar). So jetzt hab' ich meine Kreise bis in die Antike und Vorderasien gezogen, für manche bin ich schon in Indien (um auch die zwei anderen großen Weltreligionen, neben den uns mehr oder minder vertrauten drei monotheistischen Religionen zu berücksichtigen - ach übrigens hustet im Hintergrund Zoroaster/Zarathustra etwas beleidigt, weil er meint, das mit der Reinkarnation gab's schon viel früher und wir sollen Ahuramazda nicht vergessen - liebe Leute, bin ein bisschen abgewichen und sehe vor meinem geistigen Auge bereits die Leute im Web rauf- und runtergoogle'n: viel Spass beim Nachlesen...).
Grüße aus dem Weinviertel
Franz

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