Gastkommentar von Dr. Andreas Kohl...

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Gastkommentar von Dr. Andreas Kohl...

Beitragvon 7088maxi » Sa Dez 13, 2014 10:21

Hallo,
gestern beim Durchblättern der Lokalnachrichten (Bezirkszeitung) staunte ich nicht schlecht, als mir vorliegender Kommentar in die Hände fiel. Meiner Meinung nach tritt hier eine liberal/libertäre Strömung (a la Republikaner) in der Wirtschaft zu Tage, die anscheinend schon die Politik erreicht hat. Ich selbst habe jedenfalls noch nie eine derart offene Anklageschrift der Wirtschaft an den Umweltschutz gelesen:
Kommentar Kohl - Kopie.jpeg

Ich möchte mich jetzt gar nicht weiter darüber auslassen, gehetzt wurde vermutlich schon genug. Was meint ihr dazu? Wart ihr auch über die Offenheit dieses Artikels erstaunt?
MfG

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Re: Gastkommentar von Dr. Andreas Kohl...

Beitragvon Gerald » Mo Dez 15, 2014 21:39

Najo.., was soll man da sagen. Traurig dass solche Ansichten weiterhin das Weltgeschehen maßgeblich beeinflussen. Also er setzt sich ja meiner Meinung in ziemlich alle erreichbaren Fettnäpfe, die so aufzutreiben waren.
Eigentlich wäre das einzig Richtige, einen Leserbrief zu schreiben. Weil die Ansichten zu Nahrungsmitteln und Gentechnik (da geht's ja mE mehr um die Sache der überdimensionierten Monokulturen und der daraus resultierenden Abhängigkeiten von Saatgut, Pestiziden und Düngern [die's dann (mutmaßlich..) natürlich zum "Vorzugspreis" von den Firmen gibt, die mit beiden Patschen fest in der Gentechnik-Branche picken], Einkreuzen in bestehende Sorten,...; ganz zu schweigen davon, dass das Essensproblem in Wirklichkeit zu einem großen Teil ein Verteilungs- und "Verarbeitung"sproblem ist, und dass gerade diese großangelegte Monokultur-Wirtschaft die lokalen Kleinbauern in den Ruin oder die Abhängigkeit treibt.. und und und), fossile Ressourcen (guat, da braucht man glaube echt nix dazu sagen),..... (und noch vieles mehr, da kommt man vom 100sten ins 1000ste).

Diesbezüglich kann ich die le monde diplomatique empfehlen, da tauchen ab und zu interessante Artikel mit beispielhaftem Charakter zu dem einen oder anderen oben genannten Thema auf.

PS: Definitiv gibt's nicht nur Schwarz und Weiß. So bestehen sicher (mutmaßlich..) auch sehr interessante und positive Anwendungsformen von GVOs, Schindluder unter dem Deckmantel Nachhaltigkeit, nicht von einen auf den anderen Tag änderbare Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen usw. usf.
PPS: Naja, erstaunt nicht wirklich, man weiß ja woher er kommt und zum Glück darf man bei uns in der Regel seine Gedanken niederschreiben, ohne eine Grobe auf den Deckel zu bekommen.

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Re: Gastkommentar von Dr. Andreas Kohl...

Beitragvon 7088maxi » Di Dez 16, 2014 16:45

Hallo,
was mich an diesem Artikel im Endeffekt wirklich "schockiert" hat, ist die Tatsache, dass man die Leute offenbar schon für derart naiv hält so etwas ernstzunehmen. Man möge bedenken: Die Republikaner/Tea Party Bewegung hat es in den USA mit ähnlicher Argumentation auch geschafft, dass heute ein großer Teil der Amerikaner nicht an eine menschengemachte Klimaerwärmung (abgesehen von den populistischen Medien, gängige Lehrmeinung) glaubt und diese als eine Verschwörung der "bösen" Demokraten und "Ökofundis" abtut.
MfG

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Re: Gastkommentar von Dr. Andreas Kohl...

Beitragvon Gerald » Mo Dez 22, 2014 12:59

Das hat mE nur zum Teil mit "Naivität" zu tun, es wird ja auch für richtig gehalten, aber Gründe kanns da noch viel mehr geben... uA Prägung durch das Umfeld, zu wenig Zeit und Interesse für ausreichende Auseinandersetzung mit dem Thema, Wurschtigkeit, Fokussierung auf den Eigenvorteil (bis hin, dass ein gewisses Maß (? mindestens) an Soziopathie leider weiterhin Vorteile verschaffen kann), andere Weltanschauung (bis hin zu "macht euch die Erde Untertan"), fehlendes Wissen über Produktionsketten, Bequemlichkeit, fehlende Möglichkeiten, "andere Probleme",... und generell die Komplexität.
Ja, und einen Teil der obigen Eigenschaften zieht wohl jeder mit sich mit, da darf man sich selber nicht rausnehmen...

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