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Beitragvon bogi » Fr Feb 19, 2010 21:03

Also Alpensalamander, Kreuzotter, Bergmolch, Grasfrosch und Erdkröte dürfte es auch geben können.

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Beitragvon Lobatis » Fr Feb 19, 2010 21:19

Für die Kreuzotter ist das Gebiet nicht geeignet. Genau warum weiss ich auch nicht. Ein Grund ist wahrscheinlich das doch auch nicht sehr viele Süghänge gibt, und dort wo die Bergeidechsen vorkommen wurde (nochmals ca. 200-300m höher) wurde noch nie eine gesehen vom Senn.

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Beitragvon Benedikt » Sa Feb 20, 2010 17:27

Ja, http://www.kbnl.ch war gemeint.
Auf 1700 m findest du in der Schweiz nur noch den Bergmolch als Vertreter der Schwanzlurche im Gewässer. Damit erübrigt sich der Einsatz von Fallen, denn Bergmolche siehst du bei Tag und bei Nacht recht gut.

Gruss, Benedikt

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Beitragvon Lobatis » So Feb 21, 2010 16:55

Benedikt hat geschrieben:Ja, http://www.kbnl.ch war gemeint.
Auf 1700 m findest du in der Schweiz nur noch den Bergmolch als Vertreter der Schwanzlurche im Gewässer. Damit erübrigt sich der Einsatz von Fallen, denn Bergmolche siehst du bei Tag und bei Nacht recht gut.

Gruss, Benedikt


Gut dann versuche ich es ohne Falle.

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Beitragvon Merlin » Do Feb 25, 2010 19:58

Hallo Lobatis

Nachdem dir viele Teilnehmer mitgeteilt haben, was (u.a. in der Schweiz) mit Amphibien und Reptilien alles verboten ist möchte ich es anders machen und dir mitteilen, was nicht verboten ist. Dazu gehören u.a. folgendes:
- Wenn sich Naturschutzfachstellen konsequent weigern Schutzverordnungen für den Erhalt von wertvollen Gebieten umzusetzen, weil sie dann ihren Arsch "lupfen" müssten.
- Komplette Vernachlässigung der Pflege von für den Naturschutz wervollen Schutzgebieten.
- Verweigerung der Unterstützung von Schutzprojekten durch Naturschutzfachstellen für bedrohte Arten bis zum geht nicht mehr oder anders gesagt, bis man beim Stadtrat politischen Druck macht. Dafür wird dann das halbherzig umgesetzte Projekt sofort als Vorzeigeprojekt erwähnt, wenn politische Anfragen im Gemeinderat kommen, weshalb in unserer Stadt so wenig für Amphibienschutz gemacht werde ...
- Oder noch etwas: Wenn ein Ökobüro, welches in unserem Kanton die Aufträge für viele Schutzprojekte für Amphibien absahnt in einem Teich voller Fische (Unmengen an Karpfen etc.) eine Flachwasserzone als Laichgebiet für Amphibien einrichten will (wohlbemerkt, die Fische bleiben drin) . Dafür wird in der angrenzenen feuchten Senke, in der jeweil s Grasfrösche Laichen und der Laich jeweils vertrocknet, nichts gemacht. Dafür soll es noch eine Eisvogelbrutwand geben, obwohl das Gebiet dafür viel zu klein ist.

Aber eben, wir vom Naturschutzverein sind nur Laien. Die "Profis" werden es schon richten ....

Viele Grüsse
Mwerlin

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Beitragvon Lobatis » Do Feb 25, 2010 21:15

Merlin hat geschrieben:Hallo Lobatis

Nachdem dir viele Teilnehmer mitgeteilt haben, was (u.a. in der Schweiz) mit Amphibien und Reptilien alles verboten ist möchte ich es anders machen und dir mitteilen, was nicht verboten ist. Dazu gehören u.a. folgendes:
- Wenn sich Naturschutzfachstellen konsequent weigern Schutzverordnungen für den Erhalt von wertvollen Gebieten umzusetzen, weil sie dann ihren Arsch "lupfen" müssten.
- Komplette Vernachlässigung der Pflege von für den Naturschutz wervollen Schutzgebieten.
- Verweigerung der Unterstützung von Schutzprojekten durch Naturschutzfachstellen für bedrohte Arten bis zum geht nicht mehr oder anders gesagt, bis man beim Stadtrat politischen Druck macht. Dafür wird dann das halbherzig umgesetzte Projekt sofort als Vorzeigeprojekt erwähnt, wenn politische Anfragen im Gemeinderat kommen, weshalb in unserer Stadt so wenig für Amphibienschutz gemacht werde ...
- Oder noch etwas: Wenn ein Ökobüro, welches in unserem Kanton die Aufträge für viele Schutzprojekte für Amphibien absahnt in einem Teich voller Fische (Unmengen an Karpfen etc.) eine Flachwasserzone als Laichgebiet für Amphibien einrichten will (wohlbemerkt, die Fische bleiben drin) . Dafür wird in der angrenzenen feuchten Senke, in der jeweil s Grasfrösche Laichen und der Laich jeweils vertrocknet, nichts gemacht. Dafür soll es noch eine Eisvogelbrutwand geben, obwohl das Gebiet dafür viel zu klein ist.

Aber eben, wir vom Naturschutzverein sind nur Laien. Die "Profis" werden es schon richten ....

Viele Grüsse
Mwerlin

Von welchem Naturschutzverein bist du?
Und danke für die Infos.

Lg. Lobatis

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Beitragvon Benedikt » Do Feb 25, 2010 21:50

Hallo Mwerlin,

Ich habe meine Mühe mit solchen Rundumschlägen; ich hoffe auch, dass du mit den Naturschutzfachstellen nicht in diesem Tonfall redest. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich erlebe die Naturschutzfachstellen meist als engagiert. Allerdings unterstehen sie meist konservativen Gemeinderäten, welche gerne Steuern senken und nachher kein Geld mehr für den Naturschutz haben.

Es gibt auch immer die Möglichkeit, die karch oder deren Regionalvertreter der karch um Hilfe zu bitten: http://www.karch.ch/karch/d/org/regio/regiofs2.html

Gruss, Benedikt

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Beitragvon pleurodeles » Do Feb 25, 2010 23:31

Nur kurz off-topic zu den Eisvögeln: Wie ich erfahren habe, reicht Eisvögeln eine Brutwand von 50 cm Höhe, und - wenn das Nahrungsangebot, die Verfügbarkeit von Jagdgewässern und eine gewisse Steilheit der Wand halbwegs gegeben sind - auch eine Brutwand-Breite von vielleicht 1 Meter oder sogar weniger, um darin ein Nest anzulegen (hab sowas auch selbst schon im Südburgenland gesehen). Wenn das Fischangebot dort so reichhaltig ist, wie es bei Dir anscheinend der Fall ist, sollte das eigentlich kein Problem darstellen und nicht zu klein sein.

Aber ich kenne das betreffende Gebiet nicht, deshalb ist es natürlich möglich, dass andere limitierende Faktoren den Lebensraum als für den Eisvogel zu klein ausweisen (wobei ich mir nicht vorstellen kann, welche das sonst noch sein könnten..).

LG,
Günther

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Beitragvon Merlin » Do Feb 25, 2010 23:42

Hallo Benedikt

Ich verstehe, dass du das als Rundumschlag empfindest und damit Mühe hast. Ich habe Mühe damit, dass z.B. der Präsident unseres Naturschutzvereines an einer Delegiertenversammlung des kantonalen Vogelschutzes von Mitarbeitern anderer Naturschutzfachstellen (Kanton und einer anderen Stadt) hören muss, dass sie ihn bemitleiden, weil er aus einer Stadt komme, in der in Sachen behördlichem Naturschutz nichts laufe.
Meine Beobachtungen melde ich natürlich der Karch, wobei ich ja dann öfters Rückmeldungen von dir erhalte. Zudem konnte ich bei uns schon mehrere Schutzmassnahmen für Amphibien veranlassen, die allerdings meistens über die kantonale Fachstelle unterstützt wurden. Gerade heute habe ich erfahren, dass trotz knappem Budget des Kantons ein von mir kontrollierter Standort mit Geburtshelferkröten aufgewertet wird, wie ich es vorgestern an einer Sitzung vorgeschlagen habe.
Auch dem kantonalen Beauftragten der Karch melde ich, wenn z.B. wie diesen Winter geschehen in der letzten Grube mit Kreuzkröten und auch ordentlich vielen Laubfröschen und Gelbbauchunken in unserer Gegend alle Laichgewässer zerstört (sprich: rekultiviert) wurden. Er will veranlassen, dass bis im Frühling in diesem "Laichgebiet von nationaler Bedeutung" wieder Laichtümpel angelegt werden.
Mein Rundumschlag hat sich also mehr auf die unbefriedigende Situation bei uns lokal bezogen. Vom lokalen Verantwortlichen lasse ich tunlichst die Hände und wähle zum Einbringen meiner Anliegen Personen, welche Mitglied in der städtischen Naturschutzkommission sind. Zum lieben Geld generell: Unser lokaler Verantwortlicher erzählte kürzlich einem Kollegen, dass er noch nie Mühe hatte, wenn er das (kleine) Budget für Naturschutz erhöhen wollte. Auf die Rückfrage, weshalb er es nicht tue hatte der Verantwortliche dann keine Antwort.

Gruss

Merlin

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Beitragvon Merlin » Fr Feb 26, 2010 0:04

Hallo pleurodeles und Lobatis

In den beiden Teichen hat schon viele Fische, aber die Teiche messen nur je etwa dreissig auf sechzig Meter. Andere für den Eisvogel geeignete Gewässer sind zur Brutzeit kaum nutzbar, da in einigen Kilometern Entfernung. Zudem hat es an den Teichen sehr viele Spaziergänger und rund um die Teiche unmittelbar am Ufer Wege (bleibt auch nach der Aufwertung so), also extrem viele Störungen selbst für Eisvögel, die hart im nehmen sind. Nach meinen Erfahrungen halten sich dort nur im Herbst und Winter umherstreifende Eisvögel für einzelne Tage auf, die ja dann an fast jedem Gewässertyp kurzfristig auftauchen können. Es gibt bei uns besser geeignete Standorte, um dem Eisvogel zu helfen. Nebenbei: Der Eisvogel ist Wappenvogel unseres Natur- und Vogelschutzvereins Winterthur-Seen.


Gruss

Merlin

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