Beobachtungen in Side-Kumköy und Umgebung im November 2010

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Beobachtungen in Side-Kumköy und Umgebung im November 2010

Beitragvon Joey Santiago » Mi Nov 10, 2010 0:03

Moin allerseits,

zunächst eine Frage: Fällt euch an dieser Springnatter etwas auf?

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Die Antwort gibt es später...

Während meines knapp neuntägigen Aufenthaltes in Side-Kumköy konnte ich insgesamt zwölf Arten fotografieren, zusätzlich vier weitere nachweisen. Letztere sind der Streifenskink, die Pamphylische Smaragdeidechse, die Westkaspische Bachschildkröte sowie die Türkische Netzwühle. Den einzigen Streifenskink fand ich unter einem Brett bei Ilica nahe Kumköy, und während ich ihn noch gebannt bestaunte, war er schon weg. Ein Vorkommen der Pamphylischen Smaragdeidechse entdeckte ich an einem Fluss westlich von Ilica, doch waren sie sehr scheu, sodass an Fotos nicht zu denken war. Von der Türkischen Netzwühle war nur eine Exuvie zu finden, und die Westkaspische Bachschildkröte war unerreichbar für mich, waren doch die Uferbereiche der Gewässer, wo sie sich aufhielt, dermaßen dicht bewachsen, dass ihr einfach nicht beizukommen war.

Wenn drei Steine beieinander liegen, kann man sicher sein, dass ein Hardun auf ihnen thront. Er ist quasi der Raubwürger der Reptilienszene, genießt gerne die Aussicht. Trotzdem war er eigentlich überall präsent, auch in der Feldflur, in Hecken und so ganz ohne Gestein, und so ist er vielleicht nicht die häufigste Echsenart in dem Gebiet, ganz sicher aber die auffälligste. Neben der Straße, die vom Hotel zum Geldautomaten führt, lungerten gleich ganze Horden herum, die bei Störung durch Passanten in Spalten zwischen den Gehwegplatten verschwanden. Wenn man ruhig wartete, kamen sie aber schnell wieder hervor:

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An der Wand eines Stromhäuschens in der Nähe des Hotels, in etwa drei Meter Höhe, saßen auch immer einige dieser Tiere, und wenn jemand vorbei kam, huschten sie schnell davon. Nicht selten verloren sie dabei den Halt und fielen auf die Steinplatten am Boden. Dann gab es ein witziges Geräusch: plopp (wenn es einer war) und plopp-plopp (wenn zwei nacheinander aufschlugen). Es machte ihnen aber offensichtlich nichts aus, und so kletterten sie wieder schnell die Wand hinauf.

Ebenfalls an der Straße zum Hotel in Kumköy entdeckte ich nachts im Licht einer Straßenlaterne mehrere Europäische Halbfinger, die dort auf Betonbrocken umherhuschten. Es wäre der einzige Nachweis dieser Art geblieben, hätte ich nicht zwei Tage später ein Exemplar unter einem flachen Stein gefunden, ebenfalls in Kumköy:

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Der häufigste Froschlurch war die Wechselkröte, die ich "unter jedem zweiten Stein" finden konnte, auch an Orten, an denen es knochentrocken war. Nach Sonnenuntergang konnte man sie auch auf dem Hotelgelände beobachten. Das folgende Tier fotografierte ich in den verbuschten Hügeln bei Ilica:

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Zu allen Tageszeiten waren auch Laubfrösche zu hören, genau wie die Wechselkröte nicht nur in Gewässernähe. Finden aber konnte ich sie nie, und bei meinen nächtlichen Ausflügen mit der Taschenlampe ging ich auch immer leer aus, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie dann nicht mehr riefen! Ich hatte diese Art bereits aufgegeben, als mir an einem Nachmittag doch noch ein Individuum auf einem Weg direkt vor die Füße hüpfte, ebenfalls bei Ilica:

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Die Hügellandschaft bei Ilica war ohnehin sehr produktiv. Dort fand ich meinen einzigen Ägäischen Nacktfinger - unter einer Klobrille!

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Des Weiteren gab es dort auch Kreaturen, die auch immer wieder gern gesehen werden. Da machte das Steinewälzen richtig Spaß!

Es gab dort viele Skolopender:

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Und zahllose Skorpione (an der Küste fand ich keinen einzigen):

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Vielleicht kann mir jemand sagen, um welche Art oder wenigstens Gattung es sich bei diesem Skorpion handelt. Die helleren Vertreter dieser Tier-Ordnung sollen ja besonders giftig sein...

Und es gab Landkrabben, die ich aber auch nicht bis auf Artniveau bestimmen kann, und im Internet habe ich leider nichts gefunden. In Lobatis' Bericht über Samos kann man sie auch bestaunen. Ich sah sie aber auch in Süßgewässern, wenn es sich um dieselbe Art gehandelt haben sollte. Dieses Exemplar hielt sich unter einer alten Tür auf:

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Das hübscheste Reptil dort aber war der Gefleckte Walzenskink, von dem ich insgesamt vier Individuen finden konnte, alle in einem eng begrenzten Bereich, auf einer Freifläche zwischen dichterem Gebüsch:

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Er ist so glatt und glänzend, dass man ihn eigentlich besser mit Polfilter ablichten sollte. Hier vier Bilder eines der Tiere:

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Doch eigentlich sind für mich die Schlangen die Schlagsahne auf dem herrlich duftenden Apfelkuchen, und als ich an einer offiziellen Müllkippe (sie sah eher wild aus, kein Zaun, keine Absicherung) vorbeikam, passierte ein sehr dünnes Tier meinen Weg. Eine diesjährige Schlanknatter (für mich persönlich ist sie neben der Kaspischen Pfeilnatter und der Äskulapnatter die schönste Schlange Europas, und darüber hinaus ist die Schlanknatter so grazil und elegant):

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Es sollte die einzige in dieser Woche bleiben!

Da ich nur Makro- und Teleobjektiv besitze, kann ich leider keine Landschafts- bzw. Lebensraumaufnahmen machen. Ich werde mir wohl eine "Knipse" kaufen müssen, die einem auch den lästigen Objektivwechsel erspart. Von Kumköy aus sieht Ilica aber in etwa so aus:

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Man kann sowohl eine der beiden Moscheen der Stadt erkennen als auch die sich steil auftürmenden Berge im Hintergrund.

Die häufigste Eidechse, sowohl an der Küste als auch im Hinterland, war das Europäische Schlangenauge, das dort ein breites Habitatspektrum in zum Teil hoher Dichte besiedelt. Hier wohl ein Männchen, aufgenommen auf einer Brachfläche zwischen den Hotels:

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Und mehrere Weibchen:

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Das Schlangenauge war neu für mich, und ich dachte immer, es heiße so, weil es wie die Schlangen die Augen nicht schließen könne, doch dem ist anscheinend nicht so:

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Diese Brachfläche veranschaulichte, wie es dort an der Küste ausgesehen haben könnte, bevor dort die ersten Hotels errichtet wurden. Eine Dünenlandschaft mit einzelnen Gebüschgruppen, die für viele Tiere Zufluchtsort war:

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Im Hintergrund wieder die Berge (Taurus). Hier fand ich auch meine erste Schlange überhaupt in diesem Urlaub. Sie lag unter einer kleinen Spanplatte, und es war eine juvenile Springnatter (was bedeutet eigentlich der neuerdings benutzte Name Jochnatter?):

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Und dann waren da noch diese Spuren im Sand, die einst Howard Carpendale besang:

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Es war nicht schwer, den Verursacher ausfindig zu machen, der da in atemberaubender Geschwindigkeit durch die Dünen flitzte:

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Es war die einzige Maurische Landschildkröte dieser Reise, eine Halbstarke.

Seefrösche waren auch sehr häufig, wenngleich ich kaum einmal adulte Tiere ausfindig machen konnte. Diese Aufnahmen Halbwüchsiger entstanden in der unmittelbaren Umgebung des Hotels:

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Sowohl an Mauern der umliegenden Hotels als auch in Gebüschen ohne jegliche Steinstrukturen fand ich diese Eidechse. Nach Literaturrecherche könnte es sich dabei um die Syrische Eidechse handeln; sicher bin ich mir da aber nicht. Die Eidechsen Kleinasiens sind mir eigentlich total unbekannt. Vielleicht kann da jemand Tipps geben. Alle Aufnahmen entstanden in Kumköy, an der Mauer eines benachbarten Hotels, und zeigen zwei männliche Tiere:

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Zwischendurch mal was Anderes:

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Daraus wird, so glaube ich zumindest, auch "Tee" hergestellt. Und an der nächsten Pflanze habe ich vergeblich nach ganz besonderen Raupen gesucht. Hätte ja sein können:

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Es war ein wunderbarer und ereignisreicher Urlaub. Bei Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius war es nie so heiß, dass man bei der harten Suche und dem Steinewälzen schwitzen musste. Und falls das doch mal der Fall war, konnte man sich im Pool erfrischen, denn das Wasser dort war eiskalt! Nachts kühlte es kräftig ab, Temperaturen knapp unter zehn Grad waren nicht außergewöhnlich. Und Wolken gab es auch nicht, wenn man mal großzügig die attraktiven Schäfchenwolken am vorletzten Tag übersah.

Das Hotel war billig und große Klasse, nicht so ein riesiger Kasten, der die Landschaft verschandelt, und es war mein erster All-inclusive-Urlaub, vielleicht aber nicht mein letzter, denn auch das Essen war unglaublich abwechslungsreich und gut.

Ach, die Eingangsfrage muss noch beantwortet werden:

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Die Schlange war nämlich mausetot. Gefunden hatte ich sie in einem kleinen Dorf in den Bergen, nachdem ich die Stunden zuvor bei Incekum verbracht hatte, um dort nach der Levanteotter zu suchen. Vergeblich!
Sogar der beinahe exakte Zeitpunkt des Todes ließ sich ermitteln, denn eine Stunde zuvor hatte sie noch nicht auf der Straße gelegen. Sie muss also um Sonnenuntergang (eine halbe Stunde davor oder danach) überfahren worden sein. Schade eigentlich, denn sie hätte auch auf mich warten können. Ich hätte ihr gerne über die Straße geholfen. Diese Springnatter war übrigens das einzige Straßenverkehrsopfer, das ich gesehen habe. Wenigstens in Bezug auf Herps. Immerhin. Genau ausmessen konnte ich sie auch noch: Sie maß 1,09 Meter. Und so sah sie von unten aus:

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Schön lachsrosa. Ich nahm sie mit, um sie am nächsten Tag zu fotografieren, denn sie war meine erste größere Springnatter, nachdem ich zuvor ja nur das oben gezeigte Jungtier gefunden hatte.

Aber am vorletzten Tag überschlugen sich dann die Ereignisse, denn ich fand gleich zwei Springnattern dieser Größenordnung. Diese in der Nähe des Hotels:

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Und dann, nur wenige Stunden später, dieses Exemplar, das sich an einer lehmigen Böschung nahe eines riesigen Sportgeländes, wo wohl Profifußballer den Winter verbringen, im Schatten aalte:

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Bei dieser Gelegenheit habe ich glatt noch eine Frage: Nach eigenen Erfahrungen haben Kaspische Pfeilnattern dieser Länge aus Rumänien und Bulgarien bereits das vollständige Alterskleid erreicht. Wann färben sich Springnattern um? Ich war echt überrascht, dass sie nicht schwarz waren.

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Der Gelbsteißbülbül war, neben der allgegenwärtigen Streifenprinie, eine von nur zwei neuen Vogelarten für mich. Das war enttäuschend, aber angesichts der anderen Beobachtungen nicht wirklich schlimm...;-)

Das Chamäleon habe ich leider nicht gefunden, obwohl ich es intensiv gesucht habe, wie auch einige andere Arten, die ich furchtbar gerne gesehen hätte, vor allem in Bezug auf die Schlangen der Region. Zufrieden aber bin ich allemal. Eine Artenliste der Region findet sich hier:

http://www.lacerta.de/AS/Artikel.php?Article=21

Zu berücksichtigen gilt aber, dass nicht alle diese Tierchen auch in und um Kumköy vorkommen müssen.

So, das war's fast schon wieder. Ich habe mir alles noch einmal durchgelesen und festgestellt, dass es nicht so richtig mit System ist, das Ganze, aber eigentlich ist das auch egal. Sollten hier wider Erwarten Fehler auftauchen, lasse ich mich (un-)gern korrigieren. Also, nur so bezüglich der Bestimmung der einzelnen Arten.

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Mit diesem Schnappschuss, der mein "Brandzeichen" zeigt sowie eine Packung Zigaretten speziell für Vogelgucker wie mich, schließe ich heute.

Beste Grüße von Frank, der hoffentlich von dem Erlebten bis zum nächsten Frühjahr zehren kann...
Zuletzt geändert von Joey Santiago am Do Nov 18, 2010 19:02, insgesamt 5-mal geändert.

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Beitragvon Max Pöchhacker » Mi Nov 10, 2010 0:24

Hallo Frank

Respekt und Dank !
Du hast da sehr schöne Aufnahmen hereingestellt.

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Beitragvon Vipersgarden » Mi Nov 10, 2010 9:01

Hallo Frank,

Springnatter - Jochnatter:

Springnatter ist die auch in SO-Europa verbreitete Dolichophis caspius. Kommt allerdings an der zentralen Südküste der Türkei nicht vor. Dort lebt die Jochnatter, Dolichophis jugularis. Sieht man gut auf Deinem Bild der Bauchseite: rot. Erwachsene Tiere sind dann schön lackschwarz mit roten Bauch.
Schade, dass Du keine Vipern gefunden hast!
Aber trotzdem warst Du ja ziemlich erfolgreich.

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Beitragvon Joey Santiago » Mi Nov 10, 2010 17:36

Moin Mario,

dass es sich hier um D. jugularis handelt, war mir natürlich klar. Aber in der jüngeren Vergangenheit hat sich einiges getan, sowohl in Bezug auf die wissenschaftlichen Namen als auch auf die deutschen. Für mich hieß und heißt die in Europa vorkommende Art Kaspische Pfeilnatter, die schwarze, u.a. in Anatolien lebende dagegen Springnatter. Die Bezeichnung Jochnatter hatte ich erst kürzlich zum ersten Mal gelesen. Irgendwo.

Man kann heute drei Bücher z.B. über die europäischen Schlangen kaufen, und ein und dieselbe Art hat dann entsprechend drei Namen. In Franzen et al. heißt die Jochnatter übrigens Anatolische Pfeilnatter. Na, wenn das mal nichts ist...;-)

Was die Levanteotter anbelangt, so werde ich es dort im Frühjahr vielleicht noch einmal versuchen. Ohnehin war ich noch nie am Mittelmeer, wenn alles grün ist und blüht.

Beste Grüße von Frank

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Beitragvon reseptor » Di Nov 16, 2010 23:02

Möcht mich mit dem Dank auch anschließen - Tolle Bilder - war sicher ein SUPER Urlaub!!!!

Und nach dem Urlaub auch noch die ganzen Bilder aussuchen und in diesem Thread auch noch zu kommentieren - ist auch noch ein ganzes Stück Arbeit

Hut ab - Schöner Beitrag

lg. reseptor

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Beitragvon Snake23 » Mi Nov 17, 2010 0:36

Tolle Bilder und Kommentare dazu !!!! (viel Arbeit)
Grüße
Snake23

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Beitragvon pleurodeles » Mi Nov 17, 2010 14:36

Ja, wirklich ganz große Klasse, Frank! Besten Dank für den schönen und aufwendigen Report!
100%ig sicher bin ich mir nicht, aber beim Skorpion handelt es sich vermutlich um Mesobuthus gibbosus. Man müsste die Giftblase besser sehen, aber sie erscheint mir eher länglich und länger als der Stachel (andersrum wäre es Buthus occitanus).

LG,
Günther

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Beitragvon Joey Santiago » Mi Nov 17, 2010 18:11

Moin zusammen,

ich bedanke mich artig für das Lob, wäre aber noch glücklicher, wenn auch die letzten beiden Fragen eine Antwort fänden ;-)

Was für eine Krabbe ist das, und um welche Eidechse handelt es sich? Ich hoffe, man kann das anhand der Bilder sagen. Ich würde beide nämlich ganz gerne unter dem richtigen Namen abspeichern.

Und dann möchte ich mich auch noch selbst korrigieren, bzw. Mario Recht geben, denn die Bezeichnung Springnatter ist tatsächlich ein weiterer Name (nur) für Kaspische Pfeilnatter. Die schwarze Kollegin in der Türkei hieß früher einmal Pfeilnatter (ohne Kaspische), jetzt, je nach Autor, entweder Anatolische Pfeilnatter oder aber Jochnatter, wobei ich kein Buch besitze, wo letzterer Name auftaucht.

Ehrlich gesagt, war mir auch neu, dass die Bachschildkröten erneut gesplittet worden sind. Von der auf der Iberischen Halbinsel vorkommenden Art war mir das bekannt (ganz früher waren sie ja ein Team), aber jetzt scheint es ja auch zwei im Osten Europas bzw. in Kleinasien zu geben. Manchmal überfordert mich das ein wenig. Vielleicht sollte ich künftig auch die wissenschaftlichen Namen anfügen, um Missverständnissen vorzubeugen.

Ach ja, die Wechselkröte findet sich jetzt wieder in der Gattung Bufo wieder, allerdings mit einem neuen Artnamen: variabilis. Kinners, das geht alles viel zu schnell!

Beste Grüße von Frank

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Beitragvon Vipersgarden » Mi Nov 17, 2010 18:30

@Frank,

zuerst nochmals zur jugularis.
Jochnatter ist uralt, soweit ich es jetzt im Kopf habe, stammt dieser Name aus der Zwischenkriegszeit oder sogar noch früher. Wenn ich eine Referenz finde, gebe ich sie hier bekannt.

Deine Eidechse ist eine Phoenicolacerta laevis

Die Krabbe ist ein Potamon sp. Bin mir jetzt aber gar nicht sicher, ob die Gattung im SO Mittelmeergebiet nicht auch aufgespalten wurde.

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Beitragvon Joey Santiago » Do Nov 18, 2010 18:10

Tach auch,

jetzt habe ich doch glatt noch etwas Verwirrendes gefunden, dem ich aber gerade nur soooooviel Bedeutung beimesse, dass ich es hier reinstelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pfeilnatter

Bei Wikipedia tauchen wieder mehrere Namen auf, darunter endlich auch "Jochnatter". Aber leider und wohl fälschlicherweise eben auch "Springnatter" ;-) Puuuh! Da aber bei Wikipedia auch schon mal Quatsch geschrieben wird (zumindest bei den Vogelarten kann ich das beurteilen), sollte man das vielleicht nicht so ganz ernst nehmen.

Ansonsten lieben Dank an Günther und Mario für die Bestimmungshilfen.

MbG.

Frank

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Re: Beobachtungen in Side-Kumköy und Umgebung im November 20

Beitragvon Seven-Down » Di Jun 12, 2012 12:20

Hallo!

Wirklich beeindruckend der Report. So viele schöne Bilder. Ich bin begeistert :)

Übrigens ist die Springnatter eine Schlangenart, die auf der Balkanhalbinsel vorkommt. Vielleicht wäre ein Trip ins Velebit-Gebirge genau das Richtige. Dort gibt es die in Hülle und Fülle.

LG

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Re: Beobachtungen in Side-Kumköy und Umgebung im November 20

Beitragvon Vipersgarden » Di Jun 12, 2012 13:03

Seven-Down hat geschrieben:Übrigens ist die Springnatter eine Schlangenart, die auf der Balkanhalbinsel vorkommt. Vielleicht wäre ein Trip ins Velebit-Gebirge genau das Richtige. Dort gibt es die in Hülle und Fülle.

LG


Auf der Balkanhalbinsel schon - aber NICHT im Velebit!
Die nördlichsten küstennahen Festlandvorkommen von Dolichophis caspius liegen in Montenegro! Weit im Landesinneren geht sie noch viel weiter nördlich, bis in den Raum Budapest (Ungarn).
In Kroatien nur auf 2 Inseln: Lastovo und Olib.
Das was Du meinst, ist die Balkan-Zornnatter, Hierophis gemonensis.

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Kennt sich schon aus
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Re: Beobachtungen in Side-Kumköy und Umgebung im November 20

Beitragvon jz1301 » Di Jun 12, 2012 13:06

Schöne Bilder!
Lg,
Jürgen

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