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Am 22.November versammelte sich die österreichische „Urodelenszene“ im Elefantensaal des Tiergartens Schönbrunn um den insgesamt 14ten Molchlertag der ÖGH (Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie) abzuhalten.

 

oegh molchlertag 2014 022

ÖGH Molchlertag 2014 Teilnehmer

 

Mit seinem Vortrag „25 Jahre Urodelenhaltung in Österreich“ hielt Günter Schultschik, der den Molchlertag in dieser Form kreiert und über viele Jahre betrieben hatte, eine Rückschau auf seine so erfolgreiche Molchhalter- und Molchforscher-Biographie. Doris Preininger und Thomas Wampula berichteten unter dem Titel „Reingewaschen“ von einer Chytridbehandlung in Tiergarten-Dimension mit Innovationsansätzen in der Therapie. Christoph Leeb wusste Neues über die „Einschleppung griechischer Molche im Raum Kaltenleutgeben“ zu erzählen und präsentierte erste Ergebnisse einer genetischen Studie. Auch bei der besten Pflege leben Schwanzlurche nicht ewig und so zeigte Silke Schweiger, wie sie auch nach ihrem Ableben noch wissenschaftlichen Wert haben, indem man sie der Herpetologischen Sammlung im Naturhistorischen Museum überlässt.

 

Im zweiten Teil ihres Vortrags „Leichen im Keller und Drachen vor der Tür“ wurde die Meldung von Amphibien und Reptilien für die Herpetofaunistische Datenbank erläutert. „Furchenmolche, Necturus maculosus“ sind nach wie vor seltene Gäste in unseren Aquarien. Peter Kienast gelingt nicht nur die langjährige Haltung, sondern auch die erfolgreiche Vermehrung dieser Olme. Mit sensationellen Bildern vom Paarungsverhalten der Grünlichen Wassermolches, Notophtalmus viridescens louisianensis konnte Karl Neubauer in seinen Haltungs- und Nachzuchtbeitrag begeistern. Mit Ambystoma dumerilii lebt seit Kurzem ein neuer hochgefährdeter Axolotl aus Mexiko im Tiergarten Schönbrunn. Der Vortrag  „Ein Hustensaftlieferant aus dem Patzcuarosee“ von Thomas Wampula stellte diesen Querzahnmolch und seine exotische Verwendung in der traditionellen Medizin vor. Im Zuge der Veranstaltung konnte die Schwanzlurchgemeinde diesen Salamander auch erstmals lebend sehen. Schwanzlurchhaltung findet normalerweise nicht im Glashaus statt: Heinrich Mayerhofer referierte über seine Erfahrungen damit.

 

Im Anschluss an den Vortragsteil übersiedelte der Molchlertag in den Molchkeller von Gaby und Bertl Vetr, wo deren großartige Schwanzlurchanlage in Augenschein genommen wurde.

Ausführlichere Berichte folgen in der ÖGH-Aktuell.

 

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