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Marokko 2010 - Der Kessel von Ouarzazate
Fotos: Richard Kopeczky & Christoph Riegler
Texte: Christoph Riegler
Nach der Dämmerung entdeckte Thomas eine frische Vipernspur im Sand, folgte ihr und fand schließlich diese Cerastes cerastes; Wüsten-Hornviper. Ein schnelles Beweisfoto, ausgiebig wurde sie dann am nächsten Morgen fotografiert.
So sieht das Habitat von Uromastix acanthinura aus. Wer hat hier schon Lust bei Temperaturen über 30 Grad zu suchen? Wir nicht.
Am Tag darauf fuhren wir dann zum Tiffoultoute Fluss und machten einen Halt bei diesem kleinen Stausee.
Mittags wurde es zu heiß. Alles war recht um sich vor der Sonne zu schützen. Nachmittags zogen wir es vor am Pool oder an der Poolbar herumzuhängen. Herpetologisch tat sich ab Mittag nichts mehr, außer….
Chalcides ocellatus; Gefleckter Walzenskink
Als krönenden Abschluss für den Tag gelang Richard noch diese Atlashörnchen zu fotografieren. 
Als wir dort mit der Suche begannen, verschwanden die Hörnchen in ihrem Loch. Richard hat etwa eine halbe Stunde lang ausgeharrt sich mit der Kamera am Auge nicht bewegt, bis sie wieder rausgekommen sind. Das Warten hat sich gelohnt.
Atlashörnchen
Rund um Ouarzazate finden sich etliche Filmstudios. Hollywood drehte hier etliche Wüstenfilme und anderes. Die Umgebung der Stadt bietet jede erdenkliche Landschaftsform, tolle Habitate und Filmkulissen. Aber sicher ist es hier günstiger Filme zu drehen als anderswo. 
Nach der der Atlasüberquerung erreichten wir abends dann Ouarzazate. Eine ziemlich pompöse Stadteinfahrt! Aber die Stadt hat sich in den letzten Jahren ziemlich entwickelt und ist  enorm gewachsen, nicht zuletzt wegen der ansässigen Filmindustrie.  Ouarzazate liegt knapp auf 1200 Meter.
Unser Unterkunft das Hotel Le Fint mit super Pool, empfehlenswert.
Mario, der Hausherr dieser Oase. Mario kennt diese Oase schon seit Jahren. Ein tolles und artenreiches Habitat.
Tags darauf fuhren wir in eine Oase in der Nähe von Ouarzazate. Diese ist an einem kleinen Bach unterhalb eines Staudamms.
Gefleckter Wüstenrenner; Mesalina guttulata; Paarungsbiss
Wo Wasser ist gab es auch Libellen, wie diese Ischnura saharensis. Wasser und eine artenreiche Herpetofauna korrelieren ebenfalls. So fanden wir in ‚Marios Oase‘ Einiges.
Natrix maura; Vipernatter
Es war Mario der uns an einem anderen Tag an dieses kleine Wadi bei Amerzgane lotste. Zitat Mario \'I wor schon oft durt und hob do imma Chamäleons gfundn, de san do überall\'. Naja, mal sehen!
Auch Mandelbäume (Prunus dulcis) gedeihen hier.
Im Wasser schwamm diese Natrix maura; Vipernatter.
Etwas weiter bachabwärts blieben wir noch an diesem idyllischen Dattelhain stehen.
Dornschwanzagame; Uromastix acanthinura, ins Orange gehende Morphe.
Cerastes cerastes; Wüsten-Hornviper Portrait
Cerastes cerastes; Wüsten-Hornviper Portrait
Cerastes cerastes; Wüsten-Hornviper
Was Schlangen betraf, erhofften wir uns hier einige Arten zu sehen. Mario hatte bei seinen früheren Exkursion genau hier von etlichen Arten erzählt, wie Cerastes oder Naja. Trotz mehrmaligen Aufsuchen der Oase, auch nachts, fanden wir nur diese Natrix maura; Vipernatter; Weibchen.
Agama bibronii; Atlasagame
Chamaeleo chamaeleon; Gewöhnliches Chamäleon
Chamaeleo chamaeleon; Gewöhnliches Chamäleon, Portrait
Fotosession mit Chamaeleo chamaeleon
Chamaeleo chamaeleon; Gewöhnliches Chamäleon
Und tatsächlich, es dauerte keine 5 Minuten und schon fanden wir das erste von mehreren Chamäleons (Chamaeleo chamaeleon; Gewöhnliches Chamäleon). Super Tipp von Mario!
Aufgrund der Aufregung über die Chamäleons wurde auf die Skinke vergessen, die es auch hier gibt. Chalcides ocellatus; Gefleckter Walzenskink.
Autowaschen im Flintfluss ist üblich.
Wenn man sich den Flint Fluss etwas weiter südlicher ansieht, ist keine Spur mehr von der „Word of Plastic“ zu sehen. Ein tolles Habitat, das wir uns nachts dann genauer ansahen.
Ein Mauergecko; Tarentola mauritanica juliae, zwischen den Sackerln.
Der wahre Grund war, dass wir uns hier Chamäleons erhofft hatten; aber aussichtslos.
Am Nachmittag kamen wir an diese Stelle. Nur ein paar Kilometer von Ouarzazate am Flint Fluss befindet sich eine Mülldeponie. Angelockt wurden wir durch die Sackerln (Tüten) an den Bäumen, das musste fotografiert werden. 
Immerhin liefen auf den sandigen Flächen einige Acanthodactylus boskianus; Afrikanischer Fransenfinger, herum.
In der Oase und generell im Kessel von Ouarzazate fanden wir häufig Dornschwanzagamen; Uromastix acanthinura. Diese Art sonnt sich auch in der Mittagshitze und ist an Felsen und einzelnen Steinen mit ihrer auffälligen Färbung gut zu sehen. Wegen der hohen Fluchtdistanz ist ein Tele von Vorteil und Fotos vom Auto aus zu schießen.
Für Interessierte an Film und Foto lohnt sich ein Besuch des Filmmuseums in Ouarzazate.
Agama bibronii; Atlasagame Männchen, in situ Aufnahme.
Eine weitere Mauremys leprosa saharica; Maurische Bachschildkröte.
Dornschwanzagame; Uromastix acanthinura, gelbe Morphe.
Mauremys leprosa saharica; Maurische Bachschildkröte; Was für tolle Augen!
Ein Abstecher nach der Dämmerung brachte leider auch nicht die erhofften Funde; dennoch konnten wir diese rufenden Berberkröte; Bufo mauritanicus; fotografieren.
Ouarzazate
Auch einige Ptyodactylus oudrii; westlicher Fächerfingergeckos liefen nachts über die Felsen.
Franz und Richard beim Knipsen eines Mauergecko, Tarentola mauritanica juliae, an einer Stadtmauer in Ouarzazate.
Ptyodactylus oudrii; westlicher Fächerfingergecko
Acanthodactylus boskianus; Afrikanischer Fransenfinger; Männchen
Gefleckter Wüstenrenner; Mesalina guttulata
 
 
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