Herpetologische Exkursion durch den Oman: 4. - 17. Feb. 2009
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ein Bericht von Thomas Bader, Gerald Ochsenhofer und Christoph Riegler
 

 

 

Tag 4 (07-Feb-2009): Der letzte Tag in der Bathina EbeneGPS Track

 


Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem Ort namens Al Khod oder Al Khawd (südwestlich von Seeb), ein herpetologischer Hotspot. Mehrere Arten, wie z.B. Trapelus flavimaculatus oder Uromastyx leptieni, sind aus der Literatur bekannt. Wir stoppten in einem leicht hügeligen und steinigen Gebiet, wo wir gut eine halbe Stunden suchten. Neben den üblichen Pristurus rupestris fanden wir nur ein schön gestreiftes Weibchen von Psammophis schokari von ca. 1 m Länge. Etwas enttäuscht waren wir dann doch. Denn, obwohl das Habitat gut strukturiert und mit ausreichend Vegetation übersät war, fanden wir verhältnismäßig wenig Reptilien, egal ob unter Tags oder nachts.


Pristurus rupestris; CR

Pristurus rupestris


Mitten im Dorf Al-Khod suchten wir in einer Art Teich mit etwas Müll rundherum und fanden etliche Bufo arabicus unter Steinen sowie einen Chalcides ocellatus. Das Vorkommen dieser Skinkart entlang der Küste in der Batina-Ebene ist bekannt. Neben den Kröten fanden wir auch einige Skorpione (Hottentotta jayakari), die auf Regenwürmern in diesem feuchten Gebiet lauern.

Nicht weit entfernt von Al-Khod, wo das Wadi Samail dem Al-Hajar-Gebirge vorgelagert ist, versuchten wir ein weiteres Mal Trapelus und Uromastyx zu sehen. Auch diesmal glücklos und so fanden wir nur einen juvenilen Pseudotrapelus sinaitus sowie mehrere Kröten. Auch ein Tratsch mit Einheimischen brachte keinen Hinweis wo, wie und wann wir Uromastyx finden könnten. Das lag aber vermutlich an den Verstädigungsschwierigkeiten. An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass alle Omanis immer sehr freundlich und sehr interessiert uns gegenüber waren.

Etwas enttäuscht haben wir beschlossen wieder in Richtung Strand zu fahren wo wir uns wieder einen Palmenhain, in der Nähe von Seeb, ansahen.  Dort fanden wir, wie nicht anders erwartet, Acanthodactylus blanfordi und das in hoher Dichte. Beim Versuch einen riesigen Betonblock anzuheben, zischte eine große Psammophis schokari blitzschnell ins nächste Gestrüpp ab. Es war wieder ein Exemplar mit schöner Streifenzeichnung. Leider gelang es uns nicht ein Foto zu schießen.


Ein etwas enttäuschender Tag bis jetzt und so beschlossen wir in einem kleinen lokalen Restaurant etwas zu essen. Das Huhn war wirklich hervorragend, nur Hannes verweigerte es.  Am selben Abend beschlossen Chris, Gerald und Thomas noch einen nächtlichen Abstecher in die sandigen Hügel in der Nähe des Hotels. Hannes und Werner genossen den lauschigen Abend bei Bier am Hotelpool. An den Wänden des Hotels konnten wir gleich einige Hemidactylus flaviviridis und Hemidactylus turcicus für ein Fotoshooting am nächsten Morgen einsammeln.

Die Nachtexkursion, sowie die folgenden, waren sehr lohnend. Gerald fand eine Mesalina adramitana unter einer Holzplatte und mehrere herumlaufende Stenodactylus leptocosymbotes, die hörbar ihr Territorium durch Piepsen markierten oder verteidigten. Interessant auch die Beobachtung einer brüteten Lerche in ihrem Nest im Buschwerk. Schließlich hat Chris noch einen Lytorhynchus diadema auf einem sandigen Hügel gefunden.  Diese grabende Schlange ernährt sich von nachtaktiven Geckos wie Stenodactylus und Bunopus. Zu diesem Zeitpunkt waren wir der Auffassung, dass dieser Fund zum Höhepunkt dieser Reise zählte, da laut Literatur bislang nur sehr wenige Exemplare nachgewiesen worden waren. In Summe fanden wir 8 Stück von  Lytorhynchus diadema, aber mehr dazu später….

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Bilder Tag 4: Der letzte Tag in der Bathina Ebene (40 Fotos)

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Tag 5 (08-Feb-2009): Über die Berge nach Nizwa

 

Tagesübersicht und Karte

 

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